Arbeitserfolg über Schweiggers beschert Herzogenburg ersten Saisonsieg

Im letzten Spiel vor dem zweiten Corona-Lockdown in diesem Jahr glückte SC Herzogenburg ein 2:1 Heimsieg über USC Schweiggers. Beide Trainer waren sich einig, dass die Partie spielerisch kein Leckerbissen war, sondern ein Fight auf sehr tiefem Terrain. Mit dem ersten Saisonsieg im neunten Spiel in der 2. Landesliga West gelang es Herzogenburg endlich, die rote Laterne abzugeben. Schweiggers hingegen trampelt nach dem ersten Ligaspiel nach drei Wochen weiterhin an der Stelle.

Die Hausherren erwischen den besseren Start und gingen bereits in der dritten Minute in Führung. Nach einem Angriff über rechts spielte Michael Weizmann einen Stanglpass ins Zentrum zu Raffael Hartl. Der ließ sich nicht zweimal bitten und drückte den Ball aus fünf Metern über die Linie. Christian Maurer, Neo-Trainer von Herzogenburg: „Wir haben die letzten zwei Wochen gut trainiert. Wir haben versucht, den Aufwind nach dem Trainerwechsel zu nutzen.“ In der 33. Minute legten die Gastgeber dann nach, als Branislav Vittek einen Direktfreistoß sensationell zum 2:0 verwandelte. „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, wobei uns eine gewisse Verkrampfung und mangelndes Selbstvertrauen anzumerken war“, so Maurer.

Nach Anschlusstreffer wurde Schweiggers nicht mehr gefährlich

Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff konnte Schweiggers schließlich ausgleichen. Das 2:1 resultierte wieder aus einem Freistoß heraus, als der Herzogenburger Leonard Dubec bei einem Klärungsversuch den Ball ins eigene Tor bugsierte. Danach war dann viel Kampf und Krampf. Schweiggers fand bis auf einen Distanzschuss keine echte Torchance mehr vor, obwohl sie alles nach vorne warfen. Maurer: „Wir hätten unsere Kontermöglichkeiten besser ausspielen müssen, dann wäre schon früher alles klar gewesen. Unterm Strich war es ein wichtiger Sieg, den wir nicht auf spielerischem Weg geholt, sondern uns erkämpft haben. Gratulation an die Jungs!“ Schweiggers-Coach Christoph Pomassl hingegen zeigte sich nach der Partie enttäuscht: „Das war ein grusliges Spiel. Sowohl die Leistung beider Mannschaften als auch die Schiedsrichter Teams war heute schlecht. Am Ende war wohl ausschlaggebend, dass Herzogenburg den Sieg mehr als wir wollte. Vor allem in Halbzeit zwei hatten wir so gut wie keine Chance mehr auf den Ausgleich. Das war zu wenig.“

Die Besten: Raffael Hartl (ST), Branislav Vittek (ST)

NU