Chancenauswertung als Problemzone - Wullersdorf sucht noch nach offensiven Verstärkungen

Mit sechs Punkten Vorsprung gelang SK Wullersdorf im Vorjahr der Meistertitel in der 1. Klasse Nordwest und damit der Aufstieg in die Gebietsliga Nord/Nordwest. Vor allem in der Mitte der Hinrunde zeigte die Mannschaft in der neuen Liga auf und blieb sieben Matches ungeschlagen. Zur Halbzeit sammelte der Verein 19 Punkte, damit liegt man an der achten Stelle. "Unterm Strich sind wir als Aufsteiger mit dem Tabellenplatz im Herbst zufrieden, vor der Saison war das Ziel ein einstelliger Rang. In den letzten vier Runden konnten wir zwar nur mehr einen Punkt sammeln, insgesamt ist die Bilanz ziemlich positiv", fasst Wullersdorfs Obmann Markus Semmelmeyer die letzten Monate noch einmal zusammen.

Trainingslager in Tschechien

"Verbesserungswürdig ist bei uns eindeutig die Offensive, wir hatten mehrere Matches, bei denen wir unsere Chancen zu wenig genutzt hatten. Es ist bezeichnend, dass bei uns ein Innenverteidiger und ein defensiver Mittelfeldspieler gemeinsam die meisten Tore erzielt haben", sieht Semmelmeyer noch Steigerungspotential im Angriff. Der Kader soll laut ihm über den Winter im Großen und Ganzen zusammenbleiben, es könnte auf ein oder zwei Positionen Veränderungen geben. Wullersdorf ist auf der Suche nach offensiven Verstärkungen, dies ist in der Wintertransferzeit aber nicht unbedingt einfach.

Derzeit befinden sich die Spieler des Tabellenachten in der verdienten Winterpause, am 14. Jänner geht das Training bei Wullersdorf wieder los und Mitte Februar absolviert der Verein von Donnerstag bis Sonntag ein Trainingslager in Olmütz. "Wir wollen als Minimalziel nichts mit dem Abstieg zu tun haben und streben weiter einen einstelligen Tabellenplatz an. Es wäre schön, wenn wir den einen oder anderen Punkt mehr und Rang noch gutmachen könnten", so Markus Semmelmeyer über die Ziele seines Vereins im Frühjahr, er ergänzt zudem auf die Frage nach den Favoriten auf den Meistertitel: "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen und es entscheiden nur Kleinigkeiten, in keiner Partie ist man ganz klar überlegen oder besser. Ich glaube, dass sich Bisamberg am Ende durchsetzen kann, sie sind im Kader breit aufgestellt und können Ausfälle besser wegstecken. Neudorf spielte einen überragenden Herbst, ich denke, sie werden das Meisterrennen bis zum Schluss spannend machen."