Zusammenhalt bei Ernstbrunn - Spielertrainer Bernd Zinser: "Ganze Mannschaft zieht mit"

"Die Vorbereitung war sowieso schon lange und nach der Anordnung des Verbandes wurde unser letztes Testmatch gestrichen. Danach haben wir so schnell wie möglich das Training im ganzen Verein eingestellt, dies betraf den Männer- und Frauenfußball sowie den Nachwuchsbereich. Wir haben die Regulative ernst genommen und versuchten, das Risiko der Ansteckung im Verein zu minimieren", erzählt SK Ernstbrunns Spielertrainer Bernd Zinser. "Am Anfang war es ein großer Schnitt und so mancher hat sich gefragt, ob die Maßnahmen übertrieben sind. Heute sieht man, dass es die richtige Entscheidung war hier strikte Verordnungen zu übermitteln."

Spielbetrieb ohne Legionäre?

"In der heutigen Zeit ist Kommunikation einfacher und wir sind per WhatsApp im Kontakt, sonst wurden die persönlichen Kontakte minimiert und der Verein steht grundsätzlich still. Jeder der Spieler schaut jetzt ohne ein Programm von mir, dass er die Zeit auch sinnvoll nutzt um sich fitzuhalten", ergänzt der Coach des Tabellensechsten der Gebietsliga Nord/Nordwest.

Die ersten Runde sind inzwischen abgesagt und Bernd Zinser glaubt nicht, dass noch eine Frühjahresmeisterschaft gespielt wird, "es wird erst alles Step-by-Step hochgefahren werden, zunächst kommen die oberen Ligen dran und dann geht es runter ins Unterhaus.“ Derzeit warten alle Vereine die Entscheidungen der Verbände ab, Ernstbrunns Spielertrainer ist froh, dass er nicht bestimmen muss, wie es in den nächsten Monaten weitergeht. "Es wird immer Verlierer geben, bei keinen Auf- und Absteigern trifft es die Titelaspiranten, bei einer Herannahme der Herbsttabelle die Letztplatzierten. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir als Sechster nicht betroffen sind."

Er spricht auch den finanziellen Aspekt in einer herausfordernden Zeit an, es könnten Sponsoren abspringen, auch Veranstaltungen und Feste müssten wohl verschoben werden. Auch die Legionärsfrage ist nicht gelöst: "Wir haben drei Legionäre, wenn es stimmt, dass die Grenze sechs Monate zubleibt, werden sie nicht mitspielen können." In jeder Krise gibt es aber auch eine Chance, die Bernd Zinser anspricht: "In unserem Verein gilt: kein Aufwand, keine Aufwandsentschädigung, es zieht die ganze Mannschaft mit und der Zusammenhalt ist groß. Alle hoffen, dass man gut die Zeit übersteht und wieder ein normales Leben hat, es könnte aber ein Umdenken geben. Vielleicht versucht man auf die Legionäre zu verzichten und forciert wieder den eigenen Jungendbereich. Es gibt Vereine, die fünf, sechs Legionäre haben und die trifft es natürlich noch schlimmer, möglicherweise zieht diese schwere Zeit aber etwas positives nach sich."

 

 

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