Vereinsbetreuer werden

FC Marchfeld Donauauen II als Ausbildungsstätte

In der Reihe der Ligaportal-Interviews ist dieses Mal Michael Gleixner, Sportlicher Leiter des FC Marchfeld Donauauen II, an der Reihe. Seine Mannschaft überwintert in der Gebietsliga Nord/Nord-West nach acht Siegen, einem Remis und vier Niederlagen mit 25 Punkten auf Rang vier. Dabei geht es in der Tabelle äußerst knapp zur Sache: Die ersten fünf Mannschaften liegen nur einen Zähler auseinander. Für Spannung ist im Frühjahr also reichlich gesorgt.

Ligaportal: Wie zufrieden sind Sie mit der Herbstsaison bzw. wie fällt der Rückblick aus?

Michael Gleixner: "Grundsätzlich kann man zufrieden sein, da wir schlussendlich nur einen Punkt hinter dem Herbstmeister liegen. Wir hatten einen sehr guten Start mit vier Siegen in Folge, dann aber eine bittere Niederlage daheim gegen Wullersdorf. Zwar kamen wir danach wieder auf die Siegerstraße zurück, jedoch gab es leider Niederlagen gegen die direkten Titelkandidaten. Auch die Niederlage daheim gegen Lassee schmerzt noch sehr. Anstatt den Punktepolster zu den Verfolgern zu erhöhen, schob sich die obere Tabellenhälfte zusammen und wir fielen auf den vierten Platz zurück."

Ligaportal: Wie ist die Stimmung im Verein allgemein?

Gleixner: "Anfangs positiv, nach den bitteren Niederlagen und dem vierten Platz im Herbst nicht mehr. Man kann aber trotzdem positiv erwähnen, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft stets gut war. Trotz des geringen Punkterückstandes im Herbst mussten wir handeln. Es kam dann mit dem Jahresende zum Trainerwechsel. Mit Andreas Fading konnten wir einen Ex-Profi und Top-Trainer, der die Umgebung kennt, gewinnen. Zur Seite steht ihm Rudolf Nowak, der den Verein schon ewig kennt und die U18 über hatte. Die Philosophie des Vereins ist in der zweiten Mannschaft junge Spieler weiterzuentwickeln und vorzubereiten für höhere Aufgaben wie die Kampfmannschaft 1."

Zahlreiche Zu- und Abgänge

Ligaportal: Gibt es bereits fixe Zu- bzw. Abgänge? Auf welchen Positionen sehen Sie für das Frühjahr Handlungsbedarf?

Gleixner: "Wir haben mit Trainer Andreas Fading von Würmla und Co-Trainer Rudolf Nowak von unserer U18 ein neues Betreuer-Team. Weitere Zugänge sind Reinhard Schlossinger (Würmla), Sylvester Heuberger (Schattendorf), Ufuk-Cem Ucar, Tobias Üblbacher (beide Stadlau) und Ugur Sezen (Donau). Abgänge sind Trainer Philip Haubner, Stephan Hlinka, Manfred Romstorfer, Sascha Mark und Paul Urmann (alle zu Deutsch-Wagram), Lukas Kellner (Rohrbach), Clemens Noll (Kreuttal), Alexander Thaller (Lassee) sowie Calvin Hitter (Klausen-Leopoldsdorf)."

Ligaportal: Gab es in der Herbstsaison Verletzungsprobleme oder Erkrankungen und wie geht es den Spielern jetzt?

Gleixner: "Clemens Noll fiel fast die ganze Herbstsaison aus und auch Stephan Hlinka war nach seinem Knöchelbruch die letzten Spiele nicht mehr dabei. Beide genannten Spieler haben den Verein aber im Winter verlassen."

Ligaportal: Wie sieht die Zielsetzung für die Frühjahrssaison aus?

Gleixner: "Vorrangiges Ziel für das neue Trainerteam ist es jetzt die neuen Spieler rasch zu integrieren. Unser Ziel für die Frühjahrsaison ist oben mitzuspielen, aber primär den einen oder anderen jungen Spieler in die Kampfmannschaft 1 zu bringen."

Ligaportal: Rechnen Sie damit, dass im Frühjahr wieder gespielt werden kann oder wird die Saison erneut abgebrochen?

Gleixner: "Wir hoffen natürlich alle, dass die Spiele wie gewohnt stattfinden werden. Im Herbst konnten alle Vereine beweisen, wie gut es mit einem sehr guten Präventionskonzept auf den Sportplätzen funktioniert hat. Man muss den Hut vor allen Vereinsverantwortlichen ziehen. Einfach ist das alles nicht, wenn permanent neue Gesetze bzw. neue Maßnahmen in Kraft treten."

Ligaportal: Wer sind für Sie die Titelkandidaten und wer macht am Ende das Rennen um den Meistertitel?

Gleixner: "Natürlich wissen wir, dass Hohenau mit aller Gewalt aufsteigen will. Aber auch Neudorf möchte so lange wie möglich, um den Titel mitspielen. Ich glaube persönlich, dass es sehr eng wird und dass es auf die direkten Duelle ankommen wird."