SV Sieghartskirchen will sich nach durchwachsenem Herbst rehabilitieren

Eine Herbstsaison deutlich unter den eigenen Erwartungen hat der SV Sieghartskirchen in der Gebietsliga Nord/Nordwest hingelegt, entsprechend vorhanden ist die Enttäuschung. Wie im exklusiven Gespräch mit dem Cheftrainer Peter Obritzberger deutlich wird, ist der Blick in Sieghartskirchen aber nach vorne gerichtet.

 

Nach einer starken Vorsaison zeigte für den SV Sieghartskirchen in der Hinrunde der Pfeil nach unten. Man überwintert als Elfter, nur zwei Punkte vor dem Vorletzten Tulln, von einem einstelligen Tabellenplatz ist man aktuell sieben Zähler entfernt. Die Gründe für den durchwachsenen Herbst sind mannigfaltig. „Wir sind weit unter den Erwartungen geblieben, auch hinter meinen persönlichen. Wir hatten natürlich sehr viel Pech mit einer Krankheit, die im Verein grassiert ist. Das war nicht Corona, sondern eine bakterielle Lungenentzündung, mit der drei Spieler schwer angeschlagen waren. So etwas kann man in diesem Bereich natürlich nicht auffangen, wir sind nicht doppelt besetzt, haben nicht den großen Kader“, sagt Trainer Peter Obritzberger, der ergänzt: „Dann haben wir uns noch durch verschiedene Undiszipliniertheiten geschwächt, sind daher weit unter unseren Erwartungen geblieben, das Resümee fällt dahingehend aus, dass wir sehr enttäuscht sind.“

"Halten am Stamm fest"

Am Transfermarkt möchte man zwar etwas tun, aber in überschaubarem Ausmaß. „Wir halten an dem Stamm fest, der dieses Schiff dorthin geführt hat, wo es ist, die sollen es auch wieder hinausmanövrieren, die Mannschaft ist gut genug dafür.“ Berufsbedingt verlassen hat den Verein Fabian Keiblinger, ihn möchte Obritzberger ersetzen. „Ansonsten kommen die Verletzten wieder retour, wir hatten eigentlich einen 18-Mann-Kader, planen aber trotzdem noch zwei Verstärkungen, die jedoch noch nicht spruchreif sind.“

Der Umstand, dass man doch recht spät noch am Transfermarkt tätig ist, ist in einer Neuaufstellung des Vereinsvorstands infolge eines Todesfalls begründet. „Bis dahin waren die sportliche Leitung und ich als Trainer zum Warten verdammt, so sind natürlich schon viele gute Spieler über den Tisch gegangen“, ist Obritzberger realistisch.

Der Start als Kriterium

Der Sieghartskirchner Trainer, der ob der hohen Kosten und den mittlerweile auch in diesen Breiten günstigen Witterungsbedingungen im Winter auf ein Trainingslager verzichtet, hat seiner Mannschaft seit Weihnachten einmal pro Woche ein freiwilliges Training angeboten, von Heimläufen hält der Übungsleiter nicht allzu viel. „Ich bin kein Fan vom Läufe schicken, wo dann genauso die Gattin, der Sohn oder der Hund gelaufen sein kann. Wir haben eine neunwöchige Vorbereitung, da schaffen wir es schon, dass wir dort hinkommen, wo wir hinwollen.“

Wo man tabellarisch hin möchte, ist ebenfalls klar. „Wir wollen so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben, aber das kommt natürlich auf den Start an. Die Liga ist unglaublich stark und dicht, innerhalb von drei bis vier Wochen kannst du ganz hinten, aber auch gleich wieder Fünfter oder Sechster sein“, so Obritzberger.