SC Leopoldsdorf/Marchfeld will sich nach schwierigem Jahr wieder aufrichten

Vor einem Dreivierteljahr spielte der SC Leopoldsdorf Marchfeld noch in der 2. Landesliga. Im Herbst konnte man nach dem Abstieg in die Gebietsliga Nord/Nordwest noch nicht so wirklich aus der Talfahrt ausbrechen. Wir haben uns mit Trainer Horst Winkler ausführlich über die spezielle Situation unterhalten.

 

In Negativspirale geraten

Gefragt nach seinem Resümee zum abgelaufenen Herbst drückt sich der Leopoldsdorfer Trainer, Horst Winkler, wie folgt aus: „Wir haben nicht das erreicht, was wir uns vorgestellt hatten. Wir hätten eigentlich gedacht, dass wir eher im gesicherten Mittelfeld bzw. oberen Tabellendrittel mitspielen könnten, das war nicht der Fall. Wir sind aus der 2. Landesliga abgestiegen, ich als neuer Trainer habe die Liga nicht gekannt, die Mannschaft nicht gekannt, da haben ein paar Dinge zusammengespielt. Man hat das, glaube ich, etwas unterschätzt. Man dachte, wir sind Absteiger aus der 2. Landesliga, das wird schon gehen, dem war aber nicht so. Man kommt dann in einen Flow, in unserem Fall war das ein Negativ-Flow“, so Winkler, der aber auch klar festhält: „Wir hatten nichtsdestotrotz immer eine positive Stimmung im Verein, wir haben gut trainiert und zum Schluss hin auch körperlich aufgeholt, dann haben wir auch Punkte eingefahren. Als Absteiger ist die Situation, denke ich, keine einfache. Das ist auch eine mentale Geschichte, wenn du eine Liga weiter oben nur wenige Punkte gemacht hast, fehlt das Selbstvertrauen, das ist dann einfach nicht vorhanden. Wenn du dann in den ersten zwei, drei Partien nicht gut spielst, kommst du dorthin. Wir haben aber auch sehr gute Partien absolviert und sehr unglücklich verloren, das kommt dann auch noch dazu.“

Verstärkungen sollen bei Trendumkehr helfen

In der Winterpause hat man sich in Leopoldsdorf auf der Torwartposition (Matthias Zsovinecz kam aus Mannsdorf), im Sturm (Nikola Todorovic von Wolkersdorf) und mit einem echten Allrounder und Rückkehrer, Babak Farokhi, verstärkt. Zu letzterem Spieler meint Winkler: „Der ist eine Maschine, der kann alles spielen.“

Der SC Leopoldsdorf Marchfeld wird im Winter kein Trainingslager absolvieren, am kommenden Wochenende begeht man gemeinsam einen Skitag am Semmering. „Wir müssen körperlich topfit sein, spielen um den Abstieg mit, das muss man klar ansprechen. Es muss sich jeder des Umstands bewusst sein, dass die körperlichen Voraussetzungen stimmen müssen. Fußballerisch und technisch sind wir eine sehr gute Mannschaft, wir müssen aber körperlich zulegen. Wenn wir das schaffen, bin ich guter Dinge, dass wir von da unten auch wegkommen“, so Winkler, der es trotz schwieriger Auslosung für wichtig hält, gleich zu Beginn Punkte zu sammeln, um entsprechendes Selbstvertrauen generieren zu können.