Langenlois peilt das obere Tabellendrittel an

Der USV Langenlois war im Vorlauf zur neuen Saison in Transferlaune. Sechs neue Spieler wurden verpflichtet, fünf Mann verlassen den USV im Gegenzug. Mit Michael Holzer kehrt ein "verlorener Sohn" wieder heim, Tobias Lind soll den Abgang von Dominic Gottsmann kompensieren. Außerdem holte man mit Jan Kosak und Jan Leligdon zwei neue Legionäre. In der kommenden Spielzeit will man ein Stück weiter vorne landen als zuletzt: Das Saisonziel ist ein Platz im oberen Tabellendrittel der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel

 

"Die Auswirkungen der Coronakrise bekommen natürlich auch wir zu spüren", so der Sportliche Leiter Thomas Korbel. "Unser Pfingstfest sowie die Ball-Rallye fallen der Pandemie zum Opfer, was sehr schade ist", erklärt er. "Im August haben wir ein Nachwuchs-Turnier mit 50 Teams geplant, aber derzeit sieht es eher danach aus, dass wir dieses absagen", so Korbel weiter. Man habe zwar "corona-technisch" alle Vorbereitungen getroffen, am Ende sei man sich ob der aktuellen Entwicklungen rund um Covid19 aber ziemlich unsicher. 

Auf dem Sponsorensektor sehe es "derzeit zwar stabil aus, aber es ist schwer zu sagen, was noch kommt", betont Korbel, der damit rechnet, dass sich wirtschaftliche Folgen vielfach erst später zeigen werden. Nächstes Jahr feiert der USV sein 100-jähriges Bestehen. "Wir würden uns wünschen, dass die Lage bis dahin soweit stabil ist, dass wir dieses auch würdig begehen können", hofft der Sportliche Leiter.   

"Verlorener Sohn" kehrt nach neun Jahren zurück zum USV

Im Vorfeld zur anstehenden Saison warf man in Langenlois das Transferkarussell an: Fünf Mann gehen von Bord, sechs Spieler stoßen dafür neu zu Team von Gerhard Wildpert. Angreifer Patrik Ruzicka zieht es nach Pregarten, Fezulla Sali wechselt nach Bergern. Schmerzlich vermissen wird man wohl auch Stammgoalie Dominic Gottsmann, der künftig für Wieselburg auflaufen wird. "Es ist natürlich sehr schade, so einen Spieler zu verlieren", so Korbel. "In Wieselburg hat er aber Top-Bedingungen und bei jeder Einheit einen Torwart-Trainer, deshalb wollten wir ihm hier keine Steine in den Weg legen", wünscht er dem 22-Jährigen alles Gute. Außerdem verlassen auch David Steiner (Ziersdorf) und Pascal Zinner (Krumau) den Verein. 

Ersatz holt man in Person von Tobias Lind (21), der Gottsmann beerben soll. Er wechselt aus Melk zum USV. Als Backup verpflichtete man Routinier Kurt Gerstmayr von Arnsdorf. Für die linke Seite sicherte man sich die Dienste von Clemens Laschober (Schweiggers). Zudem holte man sich zwei neue Legionäre in den Kader: Jan Kosak und Jan Leligdon kommen von Rohrbach/Berg und sollen die Offensive beleben. Besonders freuen darf man sich über die Rückkehr von Michael Holzer (Grafenwörth). Nach neun Jahren kehrt der gebürtige Langenloiser zu seinem Jugendklub zurück. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Michael einen Einheimischen heimholen konnten. Das stärkt auch die Identifikation der Bevölkerung mit dem Klub", zeigt sich Thomas Korbel glücklich. 

Als Saisonziel gibt Korbel einen Platz im oberen Tabellendrittel aus. Die Meisterfrage beantwortet er wie folgt: "Die Favoriten sind sicher wieder die 'üblichen Verdächtigen' wie Grafenwörth, Raabs und Gmünd", zählt er seine Titelaspiranten auf. "Auch Großweikersdorf ist nach dem Transfer von Nemanja Marinkovic nicht zu unterschätzen", betont Korbel abschließend.

 

Zugänge: 

Michael Holzer (Grafenwörth), Tobias Lind (Melk), Clemens Laschober (Schweiggers), Jan Kosak, Jan Leligdon (Rohrbach/Berg), Kurt Gerstmayr (Arnsdorf)

Abgänge:

Fezulla Sali (Bergern), Dominic Gottsmann (Wieselburg), Patrik Ruzicka (Pregarten), David Steiner (Ziersdorf), Pascal Zinner (Krumau)

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