Perchtoldsdorf steckt mitten im Umbruch

Neuer perchtoldsdorf uscTrainer, neues System, veränderte Aufstellung: Gebietsligist SC Perchtoldsdorf bekam in jüngster Zeit an mehreren Fronten ein neues Gesicht verpasst. Ein  Veränderungsprozess, der Zeit in Anspruch nimmt und wo es noch Schwachstellen auszumerzen gibt. Deutlich sichtbar am vergangenen Wochenende: Das 4:4 beim Vorletzten Weissenbach bot Abwechslung auf der Anzeigetafel.

 Auf ein derart turbulentes Spiel hätte der Klubobmann gerne verzichtet: „Mit dem Spiel und dem Ergebnis konnten wir nicht zufrieden sein“, sprach Peter Kluhs Klartext. Er weiß aber auch, dass die Umstellung nicht von heute auf morgen klappen kann: „Wir haben mit Renato Gligoroski einen neuen Trainer, der andere Vorstellungen vom Fußball als seine Vorgänger hat.“

Suche nach der Ideal-Elf

Perchtolsdorf ist nun wesentlich flexibler aufgestellt und orientiert sich viel mehr in Richtung Offensive: „Da bedarf es eines Umdenkens bei einigen Akteuren, die es in den vergangenen Jahren gewohnt waren, hinten dicht zu machen und wenig Tore zuzulassen.“ Gligoroski ist noch auf der Suche nach der idealen Elf für sein System, nimmt immer wieder personelle Umstellungen vor. Kluhs: „Der Trainer ist davon überzeugt, dass das System greifen wird. Wir sind wiederum davon überzeugt, dass dieser neue Weg der Mannschaft gut tut. Nächste Saison möchten wir vorne mitspielen.“
Davon ist der Klub derzeit noch ein Stück entfernt, nimmt in der Gruppe Süd/Südost den zehnten Platz ein. „Das erklärte Saisonziel ist Rang sechs“, erwartet Kluhs noch eine ordentliche Verbesserung. Ohne Martin Koller, der im Winter den Klub verließ und auch ohne Kapitän und Viererkette-Fixbestandteil Sebastian Ripka, der aus Studiengründen eine Auszeit vom Kick nimmt.

Nächster Gegner: Leader Traiskirchen

Mit dem 34-jährigen Gligoroski – seine Eltern stammen aus Montenegro – ist ein alter Bekannter in Perchtolsdorf am Werk. „Er spielte schon in jungen Jahren beim Verein bis hinauf zur Kampfmannschaft, später in der 2. Bundesliga in Mödling unter Hans Krankl und auch in der Regionalliga. Ein talentierter Spieler mit reichlich Grips“, beschreibt ihn sein Obmann.
Das Grips wird UEFA-Lizenz-Trainer Gligoroski auch am Wochenende einsetzen müssen, um die passende Taktik parat zu haben: Denn niemand Geringerer als Tabellenführer Traiskirchen reist am Samstag (Beginn 15 Uhr) an, mit dem Ziel, voll zu punkten. „Wir müssen sattelfester stehen, sonst kann es furchtbar ins Auge gehen“, weiß Kluhs. Verteidiger Hans-Peter Ernstberger (5. Gelbe Karte) ist gesperrt. Kapitän Daniel Heiss feiert sein Comeback, Alexander Wittich seine Premiere vor Heim-Publikum.

Christian Reichel

 

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