Hainburg: Die Endplatzierung ist nun sekundär

„Meistertitel hainburg fkade“ hieß es für den FK Hainburg bereits in der Winterpause: Auch der Titelfavorit war dem Sturmlauf von Leader Traiskirchen (12 Siege, 2 Remis) nicht  gewachsen und gab daher w.o. Was bedeutete: Die Mannschaft präsentiert sich im Frühjahr nach einigen Abgängen rundum erneuert und zeigt ihr neues Gesicht auch am Samstag beim Gastspiel in Gloggnitz (15 Uhr).

 

Im neuen Gewand trat Hainburg in der Meisterschaft erstmals vergangene Woche auf, rang Kirchschlag mit 1:0 nieder. „Ein hart erkämpfter und glücklicher Sieg gegen den Tabellen-Neunten“, verweist Obmann Gerhard Gruber auf Thomas Luttenbergers erfolgreich verwandelten Elfmeter in der 92. Minute. „Doch wir nehmen die drei Punkte natürlich gerne mit.“

Die Titel-Latte liegt bereits zu hoch

Als Zweiter der Gebietsliga Süd/Südost fehlen Hainburg auf Traiskirchen sieben Punkte, der Tabellenführer hat außerdem ein Spiel weniger ausgetragen. „Den Titel können wir uns abschminken, diese Latte liegt bereits zu hoch“, ist sich Gruber im Klaren. Daher wurde nach Ende der Hinrunde abgespeckt. „Ich habe den Geldhahn etwas zurückgedreht, wir gehen kein finanzielles Abenteuer ein. Wobei ich mich nicht erinnern kann, dass in den vergangenen Jahren ein Team so dominant aufgetreten wäre wie diesmal Traiskirchen.“
Nicht mehr im Hainburg-Dress zu sehen sind im Frühjahr die einstigen Stammspieler Christopher Kaydi (Tormann), Markus Holemar (Regisseur) und Johannes Szladits. Letzterer erzielte mit elf Toren die klubinterne Top-Quote, möchte anstelle von Hainburg nun Himberg zum Meistertitel schießen. Eine Klasse tiefer, in der 1. Klasse Ost. Im ersten Match gegen Kleinleutgeben (4:1) stellte sich Szladits gleich mit zwei Toren ein. Kein Thema mehr sind in Hainburg außerdem Szilard Nemeth und  Mark
Dobrounig, den es nach New York verschlug. Neu ist der Slowake Juraj Adlen.

Sascha Palla neuer Einser-Goalie

Außer Diskussion steht der Trainer: „Jozef Valachovic traf am schlechten Abschneiden die geringste Schuld“, betont Gruber, der dem weiteren Saisonverlauf keine besondere Bedeutung schenkt: „Ob wir jetzt Zweiter bleiben oder am Ende Fünfter werden, ist mir egal. Ich will in erster Linie sehen, dass nun unsere jungen Leute zum Zug kommen.“ Wie etwa Sascha Palla, der zwischen den Pfosten steht. „Sein Vorgänger Kaydi beging im Herbst einige schwere Schnitzer.“
Über die  nächste Saison macht sich der Obmann noch keine Gedanken: „Warten wir mal den Verlauf des Frühjahrs ab. Dann werden wir uns zusammensetzen und beraten, ob wir einen erneuten Anlauf in Richtung Aufstieg wagen.“

Offenes Match in Gloggnitz

Die Gegenwart lautet vorerst Gloggnitz: Beim Tabellen-Vierten ist morgen Hainburg in der zweiten Frühjahrsrunde zu Gast, Anpfiff ist um 15 Uhr. „Eine härtere Nuss als Kirchschlag“, glaubt der Obmann. Vom Ausgang her scheint alles möglich: Gloggnitz hat drei seiner bisherigen sieben  Heimspiele verloren, Hainburg sich auswärts noch nicht mit Ruhm bekleckert: Acht Punkte aus sechs Spielen sind eine magere Ausbeute.

Christian Reichel

 

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