Vladimir Janocko bleibt Leopoldsdorf-Wien treu!

Josef leopoldsdorf-wien scMichorl, Neo-Coach des SC Leopoldsdorf-Wien, bat sein Team am Montag zum Trainingsauftakt. Sechs Spieler verließen in der Sommerpause den Gebietsligisten, im Gegenzug vermeldete Michorl acht Neuzugänge und überraschend die Weiter-Verpflichtung von Vladimir Janocko: Der 35-Jährige setzt seine Karriere nun doch in Leopoldsdorf fort. Michorl betritt Neuland, strotzt wie seine Mannschaft nur so vor Tatendrang.

 

Nach dem Rücktritt von Ex-Coach Peter Fürst hatte Leopoldsdorf rasch Ersatz parat, sicherte sich die Dienste eines echten Fachmanns: Josef Michorl arbeitete zuletzt zehn Jahre bei Austria Wien: vier Saisonen zunächst als Coach der Austria-Amateure, von 2006 bis Dezember 2011 als Co-Trainer des Bundesliga-Teams. "Grundsätzlich gibt es viele Parallelen", zieht er einen ersten Vergleich zwischen Profi- und Amateurfußball.

 

Diplomatie & Geduld sind gefragt

Seine Vorgaben hat er klar definiert: "Mein Ziel ist es nun, mehr Professionalität reinzukriegen, vieles in die richtigen Bahnen zu lenken. Da wird auch Diplomatie und Geduld gefragt sein", weiß der 46-Jährige, der nur einen Steinwurf vom Platz entfernt wohnt: "Zu Fuß bin ich in fünf Minuten am Sportplatz, auch das ist eine angenehme Seite meiner neuen sporltichen Tätigkeit", schmunzelt er.

Michorl gewann einen sehr positiven ersten Eindruck von seinem neuen Team: "Sie sind alle sehr wissbegierig. Je mehr man ihnen anbietet, desto mehr nehmen sie in Anspruch. Ich sehe meine Trainer-Tätigkeit in Leopoldsdorf als eine längerfristige Geschichte, möchte hier etwas aufbauen. Doch im Fußball kansnt eine Karriere so oder so nicht planen."  Vorrangig steht beim gebürtigen Kärntner die Weiterentwicklung der Mannschaft im Vordergrund: "Wir bieten jungen Spielern eine Plattform, sich im Erwachsenen-Fußball zu etablieren. Vielleicht empfiehlt sich der eine oder andere früher oder später für ene höhere Liga." Engagement und Ehrgeiz seien das Um und Auf: Ich hasse es, wenn jemand sagt, das geht nicht. Das sind Dinge, die ich nie verstehen werde."

 

Reinhard Schefcik einziger "Oldie" unter den Neuerwerbungen

Alexander Kienhofer (Kottingbrunn), Robert Mottl, Dominic Hentschl (beide Maria Lanzendorf) und Patrick Rubey (Mannswörth) standen bereits als Neuzugänge fest. Hinzu kommen nun noch Reinhard Schefcik (Ostbahn XI), Martin Enenkel (Kottingbrunn), Fabian Wlcek (FavAC) und Marcel Hribernik (Admira U18). Die Liste der Abgänge umfasst Oliver Lederer (Pfaffstätten), Daniel Poukar (Traiskirchen), Alexander Gogic (Maria Lanzendorf), Mario Hellar (Velm), Harald Suchard und Lukas Lampl.

Zum Verbleib von Janocko meinte Michorl: "Natürlich war es mein Wunsch, dass er bleibt. Wenn sich die Möglichkeit bietet, einen Führungsspieler seiner Klasse im Team zu haben, dann muss man zugreifen. Doch vorrangig werde ich junge Spieler forcieren." Dies wird auch bei der Auswahl der Neuerwerbungen sichtbar: "Schefcik ist 31 Jahre, der Rest um die 20 Jahre alt." Es gilt, den Spagat zu schaffen: "Ergtebnisse und Erfolge dürfen natürlich nicht unter dem neu einzuschlagenden Weg leiden. Schließlich verfolgt auch der Verein eine Erwartungshaltung, die erfüllt werden muss."

 

Christian Reichel

 

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