Jürgen Eidler nicht mehr Trainer von Casino Baden - Die Gründe für seinen Rückritt

In der Winterpause der Saison 2018/19 übernahm Jürgen Eidler den Trainerposten bei AC Casino Baden, der Verein stand zu diesem Zeitpunkt mit elf Punkten an der 12. Stelle der Gebietsliga Süd/Südost. In einem nervenaufreibenden Abstiegskampf im Frühjahr konnte Baden in letzter Sekunde die Liga halten, mit einem positiven Gefühl ging man in die laufende Meisterschaft. Zur Halbzeit liegt der Verein allerdings mit neun Punkten an der letzten Stelle, der Trainer zog nun die Reißleine und gab Anfang der Woche den Rücktritt von seinem Posten bekannt.

"Mir fehlte die sportliche Perspektive"

"Ich habe vor einem Jahr als Trainer in Baden angefangen, wir konnten uns in der letzten Runde retten und den Klassenerhalt bewerkstelligen. Im Sommer war die Aussicht nach den getätigten Transfers positiv, die Verletzung von wichtigen Spielern war dann ein Schlag in die Magengrube. Wir konnten drei Siege gegen Felixdorf, Kaltenleutgeben und Marienthal feiern, der Knackpunkt war sicher das 1:7 gegen Trumau und die darauffolgenden Niederlagen gegen die beiden Amateur-Teams. Ich habe das letzte Spiel abgewartet, da mir die Mannschaft ans Herz gewachsen ist, am Wochenende habe ich mir die Zeit genommen um abzuwägen und zu Beginn dieser Woche habe ich dem Verein meine Entscheidung bekannt gegeben, dass ich zurücktrete", blickt Jürgen Eidler auf die vergangenen Monate zurück.

Auf die Frage nach den Gründen für seinen Rücktritt meint der scheidende Coach. "Es war eine Summe von negativen Ereignissen in den letzten Monaten, aus diversen Umständen waren nur acht bis zehn Spieler beim Training und ich war mehr Motivator und Psychologe als Trainer. Es fehlte mit die sportliche Perspektive, um mein Engagement noch weiter durchziehen zu können. Ich hatte zu den meisten verbliebenen Spielern eine super Verhältnis und auch der Obmann war bis zuletzt ein Rückhalt, ich habe mich aber dazu entschlossen, einen Schlussstrich zu ziehen."

Offen für neue Herausforderung

Angesprochen auf die persönliche sportliche Zukunft meint Jürgen Eidler abschließend: "Für die Vereine geht es jetzt in die Winterpause, ich kann jetzt Kräfte sammeln und mich der Familie widmen, die zuletzt zu kurz gekommen ist. Ich bin aber jederzeit interessiert eine neue Herausforderung als Coach anzunehmen,wenn sich etwas interessantes ergibt. Ohne ein Trainerdasein geht es bei bei mir nicht, es muss aber nicht unbedingt gleich im Winter sein und ich werde sehen, was auf mich zukommt und welche Angebote gemacht werden."

 

 

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