Kirchschlag will dem Verletzungspech trotzen und im Mittelfeld landen

Der USC Kirchschlag ist vor dem Start in die neue Saison der Gebietsliga Süd/Südost nicht zu beneiden. In den vergangenen Monaten wütete der Verletzungsteufel im Kader von Trainer Josef Kirnbauer. Neben den Langzeitverletzten Matthias Schwarz (Riss der Achillessehne) und Simon Capellmann (Kreuzband), hat es nun auch die Neuzugänge Fabio Gaitzenauer (Muskelriss) und Lukas Novotny (Nasenbeinbruch) erwischt. Den Umständen zum Trotz blickt man dennoch optimistisch in die Zukunft.

 

"Ich weiß auch nicht was da bei uns los ist", zeigt sich Sektionsleiter Alexander Kainz ratlos. Nachdem sich Leistungsträger Matthias Schwarz im Frühjahr einen Achillessehnenriss zuzog und der wegen eines Kreuzbandrisses noch im Aufbau befindliche Simon Capellmann noch am Comeback feilte, musste man reagieren. Deshalb verpflichtete man Fabio Gaitzenauer aus Weikersdorf und Lukas Novotny aus Gloggnitz. Doch auch diese beiden sollte bei ihrem neuen Verein rasch das Verletzungspech einholen: Gaitzenauer zog sich in der Vorbereitung einen Muskelriss zu und fällt bis zu zehn Wochen aus. Novotny brach sich im ersten Testspiel das Nasenbein. Immerhin blieben die beiden weiteren Nezugänge Adhurim Hasi (Neunkirchen) und Martin Bartucz (Pilgersdorf) von Verletzungen verschont.

Über Hasi verliert Kainz positive Worte: "Er passt gut in die Mannschaft und zeigt sich sehr engagiert." Vom neuen Abwehrmann Bartucz erwartet man viel, wie der Sektionsleiter wissen lässt. "Er hat eine gute Übersicht, spielt gute tödliche Pässe, wir erwarten uns einiges von ihm", so Kainz.

Zwei Urgesteine beenden ihre Laufbahn

Außer den beiden Langzeitverletzen muss man heuer auch noch zwei Routiniers ersetzen: Thomas Trimmel und Mario Kager beendeten ihre Karrieren. Mit Jürgen Hanke gibt es einen weiteren Abgang zu verzeichnen. Ihn zieht es zu Nachbar Krumbach. "Er baut aktuell ein Haus und kann daher nicht so oft trainieren", erläutert Sektionsleiter Kainz die Gründe.

Die Vorbereitung laufe bisher gut, betont er. "Woran wir noch arbeiten können, sind die frühen Rückstände, in die wir in den Testspielen häufig geraten sind", nennt Kainz Verbesserungspotential. Das Ziel für die anstehende Spielzeit ist ein Platz im Mittelfeld. "Aufgrund der vielen Verletzten muss man realistisch sein. Zum Glück haben wir viele gute Jungkicker und mit Josef Kirnbauer auch den dazu passenden Trainer. Bei ihm bekommen sie ihre Chancen", hält Kainz fest. Als Favoriten auf den Titel nennt er neben Bad Fischau auch den ASK Ebreichsdorf. "Die beiden werden sich das ausmachen", so der Sektionsleiter.

Auf dem Vereinsgelände war man in der Coronapause ebenso aktiv: Die alten Holzkabinen auf dem Trainingsplatz wurden abgerissen und durch neu aufgestellte Container ersetzt.

 

Zugänge:

Fabio Gaitzenauer (Weikersdorf), Lukas Novotny (Gloggnitz), Adhurim Hasi (Neunkirchen), Martin Bartucz (Pilgersdorf)

Abgänge:

Jürgen Hanke (Krumbach), Thomas Trimmel, Mario Kager (beide Karriereende)