Statzendorfs Obmann Herbert Stöger: "Allen Vereinen wird man es nicht recht machen können"

Als die ersten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus bekanntgegeben wurden, reagierten die Verantwortlichen von ASV Statzendorf prompt und stellten zunächst den Betrieb im Nachwuchs ein. Am damaligen Donnerstag trainierte die Kampfmannschaft ein letztes Mal zusammen, einen Tag später wurde alles abgesagt und bis auf weiteres ausgesetzt. "Die Verordnungen sind richtig und wichtig, wir haben alles umgesetzt und es gibt derzeit wichtigeres als Fußball", erklärt Obmann Herbert Stöger. Die Spieler des Tabellenneunten der Gebietsliga West halten sich nun individuell fit. "Unser Trainer Walter Brandstätter hat für die Spieler ein abwechslungsreiches Programm ausgegeben, auch der zuständige Physiotherapeut kann von den Akteuren kontaktiert werden und beim Heimprogramm unterstützen."

"Es wird keine finanziellen Trubel für uns geben"

Für Stöger wird es in den kommenden Wochen und Monaten interessant, wie es weitergeht, er kann sich persönlich nicht vorstellen, dass eine Frühjahresmeisterschaft gespielt wird. Er meint, dass es besonders für Vereine, die Meister werden können oder um den Abstieg spielen spannend wird, wie die Entscheidung bei einem Stopp der Meisterschaft aussieht. "Wir sind in diesen Gruppen nicht dabei und nehmen die Entscheidung, egal wie sie ausfällt, an. Allen Vereinen wird man es in dieser außergewöhnlichen Situation nicht recht machen können", so Statzendorfs Obmann. "Dieses Thema ist natürlich für Mannschaften wie Getzersdorf ein Wahnsinn, sie könnten es dieses Jahr schaffen und es schaut gut aus. Logischerweise wäre man nicht erfreut, wenn die Saison annulliert wird."

Herbert Stöger denkt schon weiter und fragt sich, wie man im österreichischen Fußball umgeht, wenn es im Sommer unterschiedliche Übertrittszeiten geben würde, er glaubt, dass es viel Aspekte gibt, die die ganze Situation in der kommenden Zeit etwas chaotisch gestalten könnten. Eine Problemstelle sieht der Obmann des Tabellenneunten im finanziellen Bereich, vor allem Teams in höheren Ligen, die ein Fixum bezahlen, könnten Schwierigkeiten bekommen. "Wir haben das nicht und ich sehe finanziell keine Trubel für uns. Ein Punkt sind auch die Sponsoren, die Firmen könnten finanzielle Engpässe haben. Wir sind bei den Sponsoren breit aufgestellt und können es daher besser abfedern."

Statzendorfs Obmann sieht in dieser herausfordernden Zeit aber auch eine Chance: "Falls die Frühjahresmeisterschaft doch noch gestartet wird, bräuchte man sicher 14 Tage, bis es wirklich losgehen kann. Die Frage ist auch, ob man dann ohne Legionäre spielt, da man ja aus vielen Ländern nicht ausreisen darf. Es wäre vielleicht sogar zu wünschen, da dann ein Umdenken im Fußball stattfinden könnte."

 

 

 

 

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