Heimprogramm ersetzt kein Mannschaftstraining - Mauers Coach Vitalis Stankevicius hofft auf konkrete Entscheidung bis Anfang Mai

Vor mehr als zwei Wochen starteten in Österreich die einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus, diese betrafen auch den Sport und die Fußballvereine. Verordnungen wurden Schritt für Schritt übermittelt, der Spielbetrieb im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich bis auf weiteres ausgesetzt und die Sportanlagen gesperrt. Die Ausgangsbeschränkungen wurden von der Regierung mittlerweile bis zum 13. April verlängert, nun warten die Fußballvereine, wie und ob es in der Frühjahresmeisterschaft weitergeht. "Jeder ist derzeit in der gleichen Lage, egal ob Wirtschaft oder Sport hängt alles davon ab, was die Politik in den nächsten Wochen entscheidet", erklärt SVU Mauer-Öhlings Trainer Vitalis Stankevicius.

"Entscheidung muss konkret werden"

"Die Spieler von uns absolvieren seit zwei Wochen ein Heimprogramm, je länger die Situation andauert, desto weniger bringt dies natürlich. Fußball ist ein Teamsport und du brauchst einen Ball, jetzt können nur Grundlagen gemacht werden. Mit individuellem Training kannst du das Vorbereitungsniveau nicht halten. Wir haben zwar eine gute Vorbereitung gehabt, aber das bringt jetzt nichts und man fängt wieder bei Null an", so der Coach des Tabellensechsten nach der Hinrunde der Gebietsliga West.

Stankevicius ergänzt zu der derzeitigen Situation. "Es sind alle in de gleichen, sowohl erfahrene als auch junge Akteure. Gewisse Spieler brauchen aber den Rhythmus und gemeinsames Training, um auch spielerisch in Form zu kommen. Es sollte daher bis 1. Mai eine Entscheidung getroffen werden, wie es weitergeht. Dann kannst du den Spielern sagen: trainieren wir noch weiter oder gehen wir sozusagen in den Urlaub und spielen im Juli weiter."

Der österreichische Fußball, die Vereine und Spieler befinden sich derzeit in Warteposition, keines weiß genau, ob noch eine Meisterschaft im Frühjahr möglich ist. Mauers Coach meint zu diesem Umstand: "Ich glaube nicht, dass die Rückrunde noch gespielt wird. Ich kann mir vorstellen, dass die 1. und 2. Bundesliga noch durchgezogen werden, von der Regionalliga runter wird aber nicht mehr weitergehen. Für die Vereine ist es derzeit sehr schwer etwas zu planen, es sollte daher vom Verband konkret eine Entscheidung Ende April oder Anfang Mai geben. Ich denke, es wird alles auf Null gesetzt, dies ist für Klubs wie Hofstetten, Hainfeld oder Lilienfeld natürlich problematisch, weil sie viel investiert haben. Eine Weiterführung birgt aber zu großes Verletzungsrisiko und als Trainer könnte man bei einem negativen Start nicht die Verantwortung übernehmen, da man davor kein längeres Mannschaftstraining geleitet hat."

 

 

 

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