Spielberichte

Die Antwort von Oed/Zeillern auf den Kantersieg von Ybbs: 7:0 gegen Gottsdorf

Das zweitstärkste Team der Gebietsliga West, USV Oed/Zeillern, forderte die Nummer neun, SV Gottsdorf. Erst am Tag zuvor zerlegte ASK Ybbs den SC Hainfeld in alle Einzelteile und mit 7:1. Dem wollte der erste Verfolger um nichts nachstehen.

 

Christian Walsberger, der Verantwortliche des Tabellen-13, SPU Hofstetten, verriet, dass er seinem Arbeitskollegen bei der ÖBB, Markus Baumgartner, in der Mittagspause helfen werde, eine Taktik gegen Oed zurechtzulegen. Die Auslosung erlaubt es Walsberger, dem Trainer von SV Gottsdorf einen Ratschlag zu geben. In der Woche zuvor war Hofstetten knapp mit 1:3 gegen den Liga-Zweiten unterlegen. Die wertvollen Tipps unter Trainerkollegen dürften aber nicht gefruchtet haben. Deshalb sagte Rudolf Lang, der siegreiche Chefcoach süffisant und mit Augenzwinkern: „Da hat die Walsberger-Taktik nichts gebracht, aber Spaß beiseite.“

Elfmeterfoul brachte die Vorentscheidung

Zu lachen hatte Gottsdorf nichts: bereits nach fünf Minuten stellte Wolfgang Kastenhofer auf 1:0 für die favorisierten Hausherren. Dann stoppte der Einser-Goalie Patrick Stummer Jiří Mašek. Der Torraub nach 38 Minuten wurde mit einem Ausschluss und einem Strafstoß von Referee Mevludin Zendeli bestraft – gerecht wie Baumgartner befand. „Die Rote Karte war verdient.“ Weil Gottsdorf der zweite Tormann fehlte, weil er eine Vorlesung auf seiner Fachhochschule absolvieren musste, rückte der dritte Keeper in den Kasten. „Mit dem Torraub war das Spiel erledigt“, skizzierte Lang das Geschehen. „Wir haben es aber gut konzentriert zu Ende gespielt.“

Eine Lang’sche Untertreibung. Den Penalty verwertete Klemens Pesek nach 38 Minuten. Eine Torflut brach über zehn Gottsdorfer herein, böse Zungen sprachen gar von einem Tsunami. Es folgten fünf weitere Treffer. Zwei per Kopf noch vor der Pause. Radek Mynar und Fabian Preuer setzten sich jeweils in ihren Luftduellen durch. „Gottsdorf kann dankbar sein, nur mit 0:7 verloren zu haben“, wurde Lang konkreter, gestand den Gästen aber auch zu, nicht in Topbesetzung angetreten zu sein.

Ausfälle dienen nicht als Ausrede, sondern zur Veranschaulichung der Höhe des Debakels

Michal Pacholik, Daniel Schimatschek, David Jaunecker, Mathias Eder, Milan Bednar um nur einige zu nennen, fehlten gesperrt oder verletzt. Einer musste sogar in seinem Brotberuf als Polizist kurzfristig zu einem Einsatz nach Schwechat abrücken. „Da verwundert es nicht, dass wir beim Tabellenzweiten so eine Tätschen bekommen haben“, gab Baumgartner unumwunden zu. „Wir müssen uns damit abfinden, dass Oed einfach eine Klasse besser ist als wir.“

„Vielleicht ist die saftige Watschen aber zur rechten Zeit gekommen“, ergänzte Baumgartner, „jetzt wissen die Burschen wie schnell es im Abstiegskampf gehen kann.“ Euratsfeld ist nach Verlustpunkten Vorletzter, der Vorsprung auf das Tabellenende schrumpft. Oed übertrumpfte Ybbs, die „nur“ mit 7:1 gewinnen konnten. Es hat aber keine Relevanz mehr für den Liga-Zweiten, der schon in Karlstetten mit 6:0 gewann. „Wir haben bis zum Ende probiert den Zuschauern etwas zu bieten, haben nicht versucht unsere Spieler für die nächste Runde zu schonen. Denn der Meisterschaftszug ist bereits abgefahren. Das hat sich für uns erledigt“, so Lang, der mit seiner Equipe zwölf Zähler Rückstand hat.

 

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