ESV Wels: "Haben Probleme mit der Stammspielerregelung"

Im Sommer krönte sich der ESV Wels zum Meister der 2. Klasse Mitte-Ost, einen Stock höher tun sich die Messestädter bis heute aber schwer und zieren in der 1. Klasse Mitte-West mit nur sieben Punkten am Konto das Ende der Tabelle. "Die Mannschaft ist stark, aber sehr jung. Zudem haben wir aufgrund des Neubeginns vor zwei Jahren Probleme mit der Stammspielerregelung. Auch wenn der Herbst nicht nach Wunsch verlaufen ist und auf den Strich sechs Punkte fehlen, ist der Klassenerhalt durchaus möglich", krempelt Sedin Hidic, der in der Meistersaison über weite Strecken die Verantwortung getragen hatte und seit dem Rücktritt von Nedzad Zukic wieder das Trainerzepter schwingt, die Ärmel hoch.

 

Nur ein Sieg, aber jede Menge Gegentore

Den bislang einzigen Sieg feierte der Aufsteiger im Derby gegen Blaue-Elf, in den übrigen zwölf Spielen teilten die "Eisenbahner" mit dem Gegner vier Mal die Punkte und mussten acht Niederlagen einstecken. "Wir verfügen über einige vielversprechende U17-Spieler, die Talente benötigen aber noch etwas Zeit und sind noch nicht so weit. Dennoch war die Mannschaft in vielen Spielen gut dabei, hat daraus aber kein entsprechendes Kapital schlagen können und ist unter Wert geschlagen worden", so Hibic. Zwei Mannschaften durften weniger Treffer bejubeln, mit 35 Gegentoren stellen die Welser gemeinsam mit den Kickern aus Offenhausen die schwächste Defensive der Liga. "Den Abgang von Goalgetter Muris Midzic, der im Sommer zu OÖ-Ligist Grieskirchen gewechselt war, konnten wir nicht kompensieren. Wir haben uns zahlreiche Chancen erarbeitet, an deren Verwertung haperte es jedoch. Zudem hat auch das nöltige Glück gefehlt. So haben wir gegen Herbstmeister Taufkirchen in der 94. Minute den Ausgleich kassiert und waren beim Unentschieden gegen Krenglbach die bessere Mannschaft", trauert der Trainer liegengelassenen Punkten nach. Den einzigen "Dreier" fuhr das Schlusslicht auf eigenem Platz ein, in der Fremde warten die Messestädter aber noch immer auf einen Sieg.

 

Keine Transfers

Trotz der prekären Tabellensituation wird sich in Wels der Kader in der Winterpause vermutlich kaum oder gar nicht verändern. "Wir sind nicht auf der Suche nach neuen Spielern und auch Abgänge sind keine zu erwarten. Transfers sind auch nicht zwingend notwendig, da die Mannschaft, wenn alles passt, jeden Gegner schlagen kann", ist Sedin Hibic vom Potenzial seines Teams überzeugt. Im Winter stehen Lauf-Einheiten auf dem Programm, zudem wird in der Halle gekickt, ehe in der letzten Jänner-Woche die Vorbereitung beginnt.

 

"Der Klassenerhalt ist ein realistisches Ziel"

Auch wenn den Messestädtern der sofortige Abstieg droht, sehen die "Eisenbahner" der entscheidenden Phase der Meisterschaft zuversichtlich entgegen. "Ich denke, dass der Klassenerhalt ein realistisches Ziel ist, auch wenn der Rückstand groß ist. Aber sollten wir im neuen Jahr rasch in die Gänge kommen und Anschluss ans untere Mittelfeld der Tabelle finden, ist viel möglich, zumal die Mannschaften eng beisammenliegen. Sollten wir weitgehend verletzungsfrei bleiben und die Spieler ihr Potenzial abrufen, können wir über den Strich klettern und das rettende Ufer erreichen", nimmt der Coach das Wort Abstieg nicht in den Mund.

 

Transferliste

 

Günter Schlenkrich

 

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