SV Eberschwang: "Im Amateur-Bereich ist ein Saisonstart nur mit Zuschauer möglich"

Nach dem letztjährigen Aufstieg präsentierte sich der SV Eberschwang auch einen Stock höher von seiner besten Seite, kam in der 1. Klasse Mitte-West gut durch den Herbst und klopfte als Sechster am oberen Drittel der Tabelle an. Die Koplarovics-Elf nahm sich auch für das Frühjahr viel vor und wollte weiterhin eine gute Rolle spielen, aufgrund der Corona-Pandemie fand die Saison für die Innviertler jedoch ein jähes Ende. Sportchef Roland Brandstätter nahm sich für Ligaportal Zeit für ein Interview und beantwortete aktuell interessante Fragen.

 

Herr Brandstätter, wie beurteilen Sie den bisherigen Verlauf der Corona-Pandemie und wie erwarten Sie die weitere Entwicklung?

"Weder im Bekanntenkreis, noch in unserer Gemeinde ist mir ein einziger Fall bekannt und wurde mit diesem Thema bislang nicht konfrontiert. Beruflich hingegen war ich aufgrund meiner Tätigkeit im Home Office eingeschränkt. Auch wenn ich mich über die Krise nur sporadisch informiere, glaube ich, dass es nun vorwärtsgeht". 

Das ÖFB-Präsidium hat beschlossen, die Saison zu beenden und nicht zu werten. Können Sie diese Entscheidung nachvollziehen oder hätten Sie eine andere Option gewählt?

"Da wir uns im Mittelfeld der Tabelle bewegt haben, spielt der ÖFB-Beschluss für uns eigentlich keine Rolle. Auch wenn man eine Halbsaison nicht werten kann, glaube ich, dass die Entscheidung nicht hundertprozentig fair war. Meiner Ansicht nach wäre die Punktemitnahme in die nächste Saison für nahezu alle Mannschaften die fairste Lösung gewesen. Aber die Vereine hat bekanntlich niemand gefragt".

Die Sportplätze wurden wieder geöffnet, ist der Trainingsbetrieb inzwischen wieder angelaufen?

"Wir haben nicht lange gewartet und am vergangenen Freitag den Trainingsbetrieb - von den Bambinis bis zur Kampfmannschaft - wieder aufgenommen. In einer Besprechung haben wir beschlossen, eine wöchentliche Einheit anzusetzen. Der sportliche Wert ist fraglich, aber in dieser Situation geht es vor allem darum, die Kontakte zu pflegen, zudem ist das Training eine Bewegunstherapie".

Ist die Personalplanung für die nächste Saison schon angelaufen bzw. gibt es bereits Veränderungen?

"Die Planung ist im vollen Gange, bislang gibt es aber noch keine Veränderungen. Wir sind bestrebt, den Kader und Trainer Bela Koplarovics zu halten. Da einige Spieler von anderen Vereinen umworben werden, sind Abgänge nicht auszuschließen, dennoch sind aus heutiger Sicht keine Zugänge zu erwarten".

Ist ein Saisonstart im Herbst realistisch?

"Die positiven Signale werden zusehends deutlicher, demnach sollte ein Start im Herbst möglich sein. Im Amateur-Bereich ist ein Saisonstart aber nur mit Zuschauer möglich, alles andere ist für uns undenkbar. Denn ohne Zuschauer-Einnahmen können wir einen Meisterschaftsbetrieb nicht finanzieren". 

Wie beurteilen Sie die verfrühten Mannschaftstrainings des LASK bzw. erwarten Sie Sanktionen von der Bundesliga, wenn ja welche?

"Ich denke, dass man für die Bundesligavereine die Hand nicht ins Feuer legen sollte, auch wenn, mit dem LASK, nur einer erwischt wurde. Die Linzer sind nun der Sündenbock und müssen für dieses Vergehen bestraft werden. Neben einem Punkteabzug ist auch eine Geldstrafe naheliegend".

Wie bewerten Sie die ersten Geisterspiele in der deutschen Bundesliga?

"Auch wenn ich mich damit nicht befasst habe und mit meinen Gedanken vor allem beim eigenen Verein sowie meiner beruflichen Tätigkeit bin, sind Geisterspiele besser als gar keine Matches und zudem für den Fußball das wichtige Signal, dass es endlich wieder losgeht". 

 

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