Union Rainbach/I.: "Die Entscheidung war abzusehen, es hätte jedoch fairere Optionen gegeben"

Die Union Rainbach/I. absolvierte eine starke Hinrunde, belegte den vierten Rang, war in der 1. Klasse Nord-West vom möglichen Relegationsplatz nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz getrennt. Die Linseder-Elf nahm den zweiten Platz ins Visier und wollte im Frühjahr angreifen, aufgrund des Beschlusses des ÖFB-Präsidiums müssen aber auch die Rainbacher zurück an den Start. "Aufgrund der aktuellen Situation war die Entscheidung abzusehen, es hätte jedoch fairere Optionen gegeben", erklärt Trainer Manuel Linseder.

 

Unverständnis auch in Rainbach

In Rainbach ist man enttäuscht, in den Aufstiegskampf nicht einfgreifen zu können. "Aufgrund der Corona-Krise ist es fast nicht möglich, die Meisterschaft fortzusetzen und zu beenden, deshalb verstehen auch fast alle, dass die Saison abgebrochen wurde. Allerdings ist den Funktionären und Vereinen unverständlich, warum der Verband nicht in der Lage ist, seine Statuten zu ändern bzw. der aktuellen Situation anzupassen. Die Annullierung der Saison ist grundsätzlich in Ordnung, bei der Entscheidungsfindung hätte man aber die Fairness berücksichtigen müssen. Nicht nur unser Verein, fast jeder Klub hätte eine Mitnahme der Punkte begrüßt. Denn bei dieser Option hätte jede Mannschaft die Chance, innerhalb eines Jahres die Ziele zu verwirklichen - das trifft auf den Herbstmeister ebenso zu, wie auf den Tabellenletzten", so Linseder. "Auch wenn der ÖFB die Vereine nicht nach ihren Wünschen befragt und die Klubs vor vollendete Tatsachen gestellt hat, haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Landesverbände diese Entscheidung revidieren".

 

"Training in kleinen Gruppen sollte möglich sein"

In Rainbach hat man die Entscheidung vorerst zur Kenntnis genommen, die Union hofft aber, ehestmöglich den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen zu können. "Während andere Sportarten demnächst wieder ausgeübt werden dürfen und man bei Profis ohnehin eine Ausnahme macht, wird im Fußball die Geduld der Amateurvereine strapaziert. Da die Maßnahmen sukzessive gelockert werden, sollte ein Training unter Einschränkungen bzw. in kleinen Gruppen möglich sein. Denn so lange nicht trainiert werden darf, ist die nächste Saison in weiter Ferne", meint der Coach. "Auch wenn die Kicker heiß sind auf ein Training mit dem Ball, geht es aber auch darum, mit entsprechenden Einheiten zur nötigen Fitness zu gelangen, um künftig das Verletzungsrisiko zu minieren".

 

Schwierige Kaderplanung

Die Saison 2019/20 ist seit vergangenem Mittwoch Geschichte, weshalb die Union Rainbach den Fokus bereits auf die nächste Meisterschaft richtet. "Wir haben schon mit der Kaderplanung begonnen. Die ist nicht einfach, zumal unsere beiden Legionäre aufgrund der derzeit geltenden Bestimmungen bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen. Deshalb ist es noch zu früh, über mögliche Transfers zu sprechen.", so Linseder. "Ebenso wie andere Vereine müssen auch wir die finanzielle Situation im Auge behalten. So ist ein Zeltfest für jeden Klub ein wichtiger Budgetposten. Bei uns ist das nicht anders und mussten unser traditionelles Fest aufgrund des aktuellen Veranstaltungsverbotes vorerst auf September verschieben".

 

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