1. Klasse Nord

Reichenthal: Sechs "Big Points" binnen sechs Tagen

In der 1. Klasse Nord kam es am Karsamstag zu einem richtungsweisenden Spiel. Dabei empfing die seit zehn Runden sieglose Union Arnreit den Tabellennachbarn Union Reichenthal. Beide Mannschaften befinden sich in der Abstiegszone, weshalb in diesem Duell nur ein Sieg entscheidend helfen konnte. Nach 16 Runden blickten die Gäste dem Abstiegsgespenst bereits tief in die Augen, ehe die Reichenthaler mit einem fulminanten 7:0-Schützenfest gegen Schlusslicht Niederwaldkirchen in der Vorwoche wieder Hoffnung schöpften. Und auch auf dem Sportplatz in Arnreit behielt die Mannschaft von Trainer Rudolf Riepl die Oberhand und ist - ebenso wie die Bachmaier-Elf - zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt.

0:1 ein Zufallsprodukt
Gegen den Tabellennachbarn aus Reichenthal wollte die Bachmaier-Elf unbedingt einen Weg aus der Krise finden, stimmten die letzten Begegnungen - abgesehen vom Ausgang - durchaus positiv. Beinahe glückte der Heimelf auch der Idealstart, als nach einer guten Minute ein Reichenthaler Abwehrspieler eine Flanke von der linken Seite fast im eigenen Tor versenkte. Arnreit drängte die Gäste in den ersten Minuten weit zurück, hatte Eckball um Eckball, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen.  Anders die Gäste, die mit der ersten "Chance" im Spiel in Führung gehen. Doch es war mehr ein Zufallsprodukt, als ein gewollter abschluss: Ein weiter Ball von Evzen Vohak, den Miroslav Kolacek nicht richtig annehmen konnte, sprang über den herauseilenden Arnreiter Schlussmann Thomas Karl hinweg zum 0:1 ins Tor.

Wie schon in den letzten Spielen musste die Bachmaier-Elf einem Rückstand nachlaufen. Und wieder waren dire Heimischen knapp am Ausgleich dran, doch Patrick und Kevin Aiglstorfer brachten bei guten Chancen das Runde nicht ins Eckige. Zudem gab es Elfmeteralarm im Strafraum der Gäste. als Patrick Aiglstorfer von einem Gegenspieler an den Beinen getroffen wurde, die Pfeife von Schiedsrichter Öfferlbauer aber stumm blieb. So blieb der frühe Treffer der einzige in den ersten 45 Minuten.

Arnreit gibt auch in Unterzahl nicht auf
In der zweiten Halbzeit konnte sich Arnreit nicht mehr so oft in eine gute Schussposition bringen wie im ersten Durchgang, doch auch von den Gästen kam zu Beginn relativ wenig. Erst in Minute 60 nahm die Partie wieder Fahrt auf. Als Arnreits Dominik Kneidinger mit der Ampelkarte frühzeitig duschen geschickt wurde, übernahmen die dezimierten Gastgeber mehr und mehr das Kommando. Reichenthal verlegte sich aufs Kontern. Die größte Ausgleichschance vergab Tobias Koblmüller, der - wie in den letzten Begegnungen - oft nicht zu halten war, zwei Abwehrspieler umkurvte, aus kurzer Distanz jedoch das Tor nicht traf.

Die Gäste zeigten sich wesentlich effektiver: Nach einem Konter klatschte der Ball zunächst die Stange, wenig später traf Vohak mit einem verdeckten Schuss ins linke Eck zur Vorentscheidung (82.). Doch Arnreit gab nicht auf, drückt auf den Anschlusstreffer und konnte in Minute 87 einen Elfmeter durch Patrick Aiglstorfer zum 1:2 verwerten. In der vierminütigen Nachspielzeit lag dann noch der Ausgleich in der Luft. Zuerst konnte Gästegoalie Daniel Preinfalk einen Kopfball von Josef Hofer mit den Füßen abwehren, und kurz vor Spielende verfehlt Kapitän Manfred Gahleitner mit einem Halbvolley das Tor.

Reichenthal im Hoch - Arnreit mit Rücken zur Wand
Danach war Schluss, konnte die Union Reichenthal mit einem 2:1-Erfolg binnen sechs Tagen zwei "Sechs-Punkte-Spiele" gewinnen, während die Union Arnreit nach elf sieglosen Spielen derzeit am Boden ist. Trotz einer tollen kämpferischen Leistung - 30 Minuten in Unterzahl - reichte es nicht zu einem Punktgewinn. Langsam aber sicher wird in Arnreit die Luft immer dünner, steht man am kommenden Sonntag im Derby in St. Peter/Wimberg  schon mit dem Rücken zur Wand. Die Bachmaier-Elf muss jetzt dringend punkten, will sie nicht vorzeitig den Anschluss ans hintere Tabellenmittelfeld verpassen. Nach zwei Siegen in Folge empfängt die Riepl-Elf aus Reichenthal den SV Gramastetten.


Bericht und Fotos: Manfred Lindorfer

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