Union St. Marien: Mit neuem Coach auf Trainingslager

Im Vorjahr war die Union St. Marien in der Gruppe Mitte aktiv, kam nach einer schwachen Rückrunde nur als Elfer ins Ziel und war vom Relegationsplatz lediglich durch drei Punkte gertrennt. Nach einem Gruppenwechsel schwebt die Union auch in der angestammten Liga in Abstiegsgefahr, beendete die Hinrudne am neunten Rang und ist vom "Strich" erneut nur drei Zähler entfernt. "Nicht zuletzt aufgrund der Derbies war die Freude über die Rückkehr in die 1. Klasse Ost groß, hätten aber gehofft, in unserer Liga eine bessere Rolle spielen zu können und sind mit dem Abschneiden nicht zufrieden", erklärt Sektionsleiter Markus Kessler, der nach dem überraschenden Rücktritt von Rolald Dolzer am vergangenen Wochenende einen neuen Trainer verpflichtete.

 

Nach Auftaktsieg mit langer Durststrecke

Nach einem Auftaktsieg in Haidershofen tat sich die Dolzer-Elf schwer, konnte in den nächsten acht Spielen keinen "Dreier" nachlegen, ergatterte lediglich vier Punkte und stand zu diesem Zeitpunkt in der Abstiegszone. Auf der Zielgeraden fand die Union wieder in die Spur und feierte in den letzten vier Runden zwei Siege. "Es soll keine Ausrede sein, aber aufgrund von vielen Verletzungen kamen im Herbst nicht weniger als 27 Spieler zum Einsatz. Unser Kader verfügt über eine gewisse Qualität, ist aber nicht der größte, weshalb wir die zahlreichen Ausfälle schwer kompensieren konnten. Aber in den unteren Klassen geht es anderen Vereinen vermutlich ähnlich", so Kessler.

 

Probleme in der Offensive - nur ein Heim-"Dreier"

Nur vier Mannschaften kassierten weniger Gegentore, aber lediglich drei Teams durften weniger Treffer bejubeln. "Hinten hat es ganz gut geklappt, vorne hatten wir aber große Probleme. Die mangelnde Trefferausbeute war vor allem den Verletzungen von Richard Remplbauer und Toni Mestrovic geschuldet und mussten unsere beiden Stürmer nahezu im gesamten Herbst vorgeben", weiß der Sektionsleiter. Kapitän Florian Dangl und Co. feierten zwei Auswärtssiege, konnten von sieben Heimspielen aber nur ein einziges gewinnen. "Vor rund einem Jahr ist uns die Heimstärke abhanden gekommen und wussten in der Hinrunde den eigenen, kleinen Platz nicht wirklich zu nutzen", meint Markus Kessler. "Wir haben die Meisterschaft mit einem Sieg begonnen, konnten in den nächsten acht Runden aber nicht nachlegen, sind ins Hintertreffen geraten und nicht vom Fleck gekommen. Zum einen haben uns die Unentschieden nicht weitergeholfen, und zum anderen haben wir einige Partien knapp verloren".

 

Nicht geplanter Trainerwechsel

Mitten in der Vorbereitung trat Roland Dolzer zurück. Auf der Suche nach einem Nachfolger ist der Verein am vergangenen Wochenende fündig geworden, trägt nun mit Ivan Lekic ein Trainer die Verantwortung, der im Herbst im Nachwuchs von OÖ-Ligist Pregarten gearbeitet hat und zuvor beim LASK-Nachwuchs in der Akademie Linz tätig wart. "Während der Vorbereitung einen neuen Trainer zu engagieren ist nicht einfach, mit der Verpflichtung von Lekic haben wir jedoch einen guten Griff getan. Denn er kann mit jungen Spielern ausgezeichnet umgehen und soll unsere Talente entwickeln", so Kessler, der ansonsten das Geschehen am Transfermarkt lediglich als interessierter Beobacher verfolgte. "Wir waren nicht auf der Suche nach Verstärkungen und haben demnach keine neuen Spieler geholt."

 

Trainingslager in Kroatien - Zuversicht in St. Marien

Der Tabellenneunte wartet 2020 noch auf einen Sieg und bilanziert nach vier Testspielen negativ: 0:0 gegen Ternberg, 0:4 gegen Ansfelden, 1:11 gegen Amateure Steyr und 1:4 gegen Wilhering. "Natürlich müssen wir wachsam sein, die negativen Ergebnissen bereiten uns aber keine großen Sorgen, zumal in den Testspielen viele Akteure gefehlt haben. Wir sind zuversichtlich, dass unser neuer Coach für frischen Wind sorgt und neues Feuer entfacht. Es spricht für die Einstellung und Professionalität von Lekic, dass er drei Tage nach der Vereinbarung der Zusammenearbeit es sich nicht hat nehmen lassen, seine neue Mannschaft während des Traininglsagers zu betreuen", sagt der Sektionsleiter. "Aufgrund der aktuellen Tabellensituation müssen wir nach unten schauen, dennoch gehen wir nicht davon aus, dass der Hut brennen wird und wollen uns mit einem guten Rückrundenstart rasch von der gefährlichen Zone entfernen".

 

Zugang:
Ivan Lekic, Trainer (zuletzt SPG Pregarten Nachwuchs)

Abgang:
Roland Dolzer, Trainer (?)

Transferliste OÖ 1. Klasse Ost

Bisherige Testspiele:
  0:0 gegen UFC Ternberg (2O)
  0:4 gegen Union Ansfelden (BLO)
1:11 gegen SK Amateure Steyr (BLO)
  1:4 gegen SPG Wilhering/Mühlbach (1M)

Testspiele-Übersicht OÖ 1. Klasse Ost

 

Günter Schlenkrich 

 

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