"Das ständige umdisponieren wird mit der Zeit langweilig." - Florian Fröhlich, Sektionsleiter des SV Molln im Interview

Für den SV Molln verlief der vergangene Herbst in der 1. Klasse Ost nicht unbedingt nach Wunsch. Mit lediglich zehn Punkten aus zehn Spielen belegt man im Klassement zum Jahreswechsel auch nur Rang zehn, obwohl sich die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wagenleitner eine  Platzierung weiter oben erwartet und erhofft hatte. Ligaportal.at sprach mit Florian Fröhlich, dem Sektionsleiter des SV Molln, über die vergangenen Monate.

Ligaportal: Die Herbstmeisterschaft liegt nun schon etwas zurück. Wie fällt ein Fazit aus sportlicher Sicht aus?

Fröhlich: „Der Herbst ist jetzt nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt oder erwartet hatten. Wir haben einfach zu viele Punkte liegen gelassen. Vor allem in der Defensive haben wir über die Halbserie gesehen einfach zu viele Fehler gemacht, daraus resultieren dann viele blöde und unnötige Gegentore, die uns die Situation zusätzlich erschwert haben. Leider mussten wir auch immer wieder wichtige Führungsspieler aufgrund von Verletzungen vorgeben. Hier ist es uns nicht so gelungen, diese Ausfälle zu kompensieren. Im Vorfeld der Saison war uns zwar klar, dass Windischgarsten wahrscheinlich wieder die Topmannschaft sein wird, an der es kein vorbeikommen geben wird, wir hätten uns aber eigentlich mit vier, fünf anderen Mannschaften, wie etwa Kematen, dahinter gesehen und wollten schon an den Top fünf kratzen.“

Ligaportal: Soll deswegen im Winter personell auch nachgebessert werden?

Fröhlich: „Aktuell gibt es keine Zugänge zu vermelden. Mit David Mondovics verlässt uns aber leider ein Spieler aus persönlichen Gründen in Richtung Steiermark. Wohin er genau wechseln wird, ist aber noch unklar. Mich haben zwar schon einige Vereine kontaktiert, fixiert ist aber noch nichts.“

Ligaportal: Wie schwer oder wie leicht gelingt es in dieser ungewissen Zeit die Motivation der Spieler hochzuhalten?

Fröhlich: „Per WhatsApp schicken wir Übungen beziehungsweise das Trainingsprogramm aus. Die Spieler sind da sehr diszipliniert und engagiert, gehen ständig laufen und arbeiten vorbildlich daran, sich weiter fit zu halten. Somit sind wir momentan in der Vorbereitung eigentlich „nach Plan“ unterwegs. Anfang Februar hätten wir normal wieder unser Trainingswochenende abhalten wollten, das ist jetzt natürlich sehr schade, dass wir dies nicht wahrnehmen können. Auch die Nachtragsspiele Anfang März sind mittlerweile ja schon abgesagt, somit blicken wir weiter in eine ungewisse Zukunft. Deswegen machen wir uns jetzt nicht zu viele Gedanken, wie es mit dem Fußball weitergeht und sind aber froh, dass unsere Spieler so engagiert individuell trainieren.“

Ligaportal: Mittlerweile kursieren mehrere mögliche Szenarien, wie die Saison beendet werden könnte. Worauf wird es aus Ihrer Sicht wohl hinauslaufen?

Fröhlich: „Aus realistischer Sicht wird es wahrscheinlich schwer, die Rückrunde beziehungsweise die Saison im ganzen zu Ende zu spielen. Wir gehen daher davon aus, dass im Frühjahr die verbleibenden Partien aus dem Herbst fertig gespielt werden und dann im Sommer erst wieder normal gestartet wird.“

Ligaportal: Wie seid ihr im Herbst mit den diversen Auflagen und Maßnahmen zurecht gekommen? Wie schwer war es, Trainings oder Heimspiele abzuwickeln?

Fröhlich: „Ohne Zuschauer oder auch ohne der Ausschank ist der Unterhaus-Fußball einfach nicht möglich. Man hat laufende Kosten, verzeichnet aber dann nicht einmal bei den Heimspielen Einnahmen. So bringt man die Vereine mit der Zeit um und ist es auf diese Weise ohnehin uninteressant. Darum hätte man vielleicht sogar etwas früher schon unterbrechen können. Ich glaube, dass wir die Regeln und Auflagen sehr gut einhalten konnten und haben sicher das Beste rausgeholt. Aber das ständige umdisponieren und die Ungewissheit werden mit der Zeit sehr langweilig. Ich möchte mich aber auch auf diesem Weg noch bei allen Fans und Sponsoren bedanken, die uns weiter die Treue gehalten haben. Ebenso bedanke ich mich bei allen Spieler, dem Trainerteam und allen, die zuletzt mitgeholfen haben, den Herbst so noch über die Bühne zu bringen.“

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