"Schlechtes Klima im Verein" - Sektionsleiter Wolfgang Feichtenschlager über die Trennung von Trainer Falk und die momentane Lage der Union Neukirchen/Enknach

Bei der Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach läuft die Saison bisher alles andere als perfekt. Mit lediglich zehn Punkten aus neun Spielen steht man nur unweit der Abstiegszone auf Platz elf. Die Mannschaft führt zwar die Stammspieler-Tabelle an, innerhalb der Mannschaft kriselt es aber gewaltig, wie uns Sektionsleiter Wolfgang Feichtenschlager im Interview verraten hat. Erste Konsequenz des negativen Saisonverlaufes ist die Trennung von Trainer Wolfgang Falk, der nun in Salzburg bei Berndorf die Reservemannschaft unter seine Fittiche nimmt. Bei der Union schwingt ab sofort der bisherige Co-Trainer Christian Aigner das Zepter, in der Winterpause will man sich über die weitere Vorgehensweise einigen.

 

Ligaportal.at: Wolfgang Falk ist mittlerweile nicht mehr Trainer in Neukirchen, von welcher Seite kam der entscheidende Schritt zur Trennung?

Feichtenschlager: "Die endgültige Entscheidung ist von Vereinsseite gekommen. Wolfgang hat aber schon von sich aus gesagt, dass er spätestens im Winter sein Amt niederlegen wird, deshalb würde ich schon sagen, dass es eine Entscheidung von beiden Seiten war."

Ligaportal.at: Hatte der Verein schon länger mit dem Gedanken gespielt?

Feichtenschlager: "Er ist im Winter gekommen und hat die Vorbereitung gemacht, da hat es ganz gut hingehauen. Dann kam Corona, das war ein Störfaktor. Heuer im Sommer sind wir nicht so richtig in Fahrt gekommen. Wir wollten ihm natürlich die Chance geben, es im Herbst noch zu probieren. Wir verkaufen uns bisher aber deutlich unter unseren Wert, daher ist der Gedanke natürlich laut geworden."

Ligaportal.at: Die Saison lief bisher sicher nicht wie erwartet, war der Trainer möglicherweise ein Grund dafür?

Feichtenschlager: "Er war sicher nicht der alleinige Grund, das möchte ich Wolfgang auf keinen Fall so nachtragen. Es gibt schon auch einige Gründe innerhalb der Mannschaft. Wegen Corona entstand ein sehr schlechtes Klima im Verein, weil sich jeder fragt, wie lange es dauert, bis wieder abgebrochen wird. Daher ist es schwer manche Spieler richtig zu motivieren. Zusätzlich haben wir einige verletze und angeschlagene Spieler, die aber trotzdem spielen müssen. Es sind ein paar Faktoren, der Trainer hat sicher auch seinen Teil zu dieser Situation beigetragen, aber er ist wie gesagt sicher nicht der alleinige Grund."

Ligaportal.at: Konnte man schon einen Nachfolger ausmachen?

Feichtenschlager: "Aktuell hat unser Co-Trainer, Christian Aigner, übernommen und führt die Mannschaft mal bis zum Winter. Dann sitzen wir uns zusammen und schauen wie es weitergeht. Es besteht die Möglichkeit, dass Christian die Sache weitermacht, dass intern jemand das Amt übernimmt, oder natürlich, dass wir uns extern jemanden suchen. Wir haben vor zwei oder drei Wochen beschlossen, so bis Winter weiterzumachen und dann zu schauen, wie es weiter geht."

Ligaportal.at: Welche Ziele haben nun bis zum Winter Priorität?

Feichtenschlager: "Das oberste Ziel ist es von hinten wegzukommen. Wir haben noch Lochen, wo wir uns planmäßig nicht viel ausrechnen. Aber gegen Laab, Obernberg und Burgkirchen müssen wir unbedingt punkten. Ich kann keine genaue Punktvorgabe machen, diese Spiele dürfen wir aber keinesfalls verlieren, wenn wir uns endlich vom Tabellenende lösen wollen."


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