Packender Schlager in Weng bleibt ohne Sieger

Der Bezeichnung Spitzenspiel vollauf gerecht wird das Duell Dritter gegen Zweiter in der 1. Klasse Süd-West powered by Teamsport Hofbauer. Obwohl beim Spiel zwischen dem SV Hargassner Weng und dem UFC Lasco Lochen sechs Tore fallen, kristallisiert sich kein Sieger heraus, trennen sich die Teams mit einem 3:3-Unentschieden. Die rassige, temporeiche Begegnung kippt mehrmals, durch die Punkteteilung bleiben die Lochener vorerst auf Rang zwei. 

Schon nach wenigen Sekunden bekommen die Anhänger den ersten Vorgeschmack auf ein ereignisreiches, hochklassiges Schlagerspiel. Die Hausherren treten einen Freistoß in den Sechzehner, Petr Vesely kommt zum Kopfball - 1:0 (1.). Ein Traumstart für den Aufsteiger, der mit den 210 Zuschauern im Rücken loslegt wie die Feuerwehr. Die Partie ist geprägt von zwei bärenstarken Offensivabteilungen, die die jeweiligen Abwehrreihen vor massive Probleme stellen. Beide Mannschaften gehen ein enormes Tempo, Chancen gibt es hüben wie drüben. Der nächste Treffer gehört aber erneut den Wengern. Nach einem Angriff über die Seite, steht abermals Petr Vesely in der Mitte goldrichtig - 2:0 (13.). 

Lochen findet Anschluss

Das lassen die Gäste nicht lange auf sich sitzen. Die Bischof-Elf will mit allen Mitteln verhindern, dass die Wenger punktemäßig aufschließen. Dementsprechend lässt man sich nicht aus dem Konzept bringen, drückt ordentlich aufs Gaspedal. Ein herrlicher Freistoß von Benjamin Weidenthaler bringt den UFC nach exakt einer Viertelstunde zurück ins Spiel. Aus etwas mehr als 16 Metern lässt er Goalie Dominik Friedl keine Chance. Danach entwickelt sich ein völlig offener Schlagabtausch. Beide Truppen unterstreichen, zurecht im Spitzenfeld der Liga zu finden zu sein. Die Zuschauer werden mit einer intensiv geführten Begegnung bestens unterhalten.

Reschreiter-Doppelpack lässt Partie kippen

Nach 33 Minuten ist die Wenger Führung Geschichte: Einen Fehler im Spielaufbau machen sich die Lochener zunutze. Kapitän Manuel Kainz bedient Florian Reschreiter, der zum 2:2 einschießt. Mit demselben Resultat geht es in die Kabine. Nach dem Wiederanpfiff erleben die Gäste beinahe ein Déjà-vu. Wie in Hälfte eins erwischen die Wenger einen optimalen Start, finden in den ersten beiden Minuten zwei aussichtsreiche Gelegenheiten vor. Anders als im ersten Abschnitt bleiben diese aber ungenützt. Während sich die Heimischen danach eine kleine Verschnaufpause gönnen, werden die Bischof-Mannen immer stärker. Und gehen in dieser Phase nicht ganz unverdient mit 3:2 in Führung. Ein neuerlicher Ballverlust im Mittelfeld ermöglicht Reschreiter sein zweites Tor des Tages (63.). 

Weng kämpft sich zurück

Allerdings bekommen die Lochener rasch zu spüren, auf einen mental gefestigten Gegner zu treffen. Denn der erstmalige Rückstand stellt für den SVW keineswegs ein unüberwindbares Hindernis dar. Vielmehr wirkt der Gegentreffer als Motivationsspritze. Die Schreiber-Elf legt wieder einen Zahn zu, kämpft sich in die Partie zurück. Und wird nach 71 Minuten belohnt: Martin Vesely scheitert mit einem Schussversuch an Goalie Murat Dinc, den Abpraller verwertet er mühelos - 3:3. Der ausgeglichene Spielstand verspricht eine hochbrisante Schlussphase. Die Zuschauer erleben ein Hin und Her, beide Teams drängen auf den Sieg. Der Lucky-Punch gelingt aber keiner Truppe mehr, weshalb die Wenger am Ende mit dem vierten Remis in Folge dastehen, Lochen Platz zwei behauptet. 

 

Gerhard Schreiber (Trainer SV Hargassner Weng):
"Ein spannendes Spiel mit beidseitig starken Offensiven. Im Endeffekt war das Ergebnis so, dass beide damit leben konnten und es auch gerecht war. Speziell in der ersten Hälfte war es vom Tempo her ein Spiel auf hohem Niveau. Natürlich wäre es schön gewesen, das Spiel zu gewinnen. Wichtig war aber, einen Rückstand wettgemacht zu haben. Lochen ist wieder vollzählig, da ist die Qualität schon eine ganz andere. Unsere Tore haben wir vielleicht ein bisschen zu leicht bekommen. Diese Fehler bestrafen solche Mannschaften eiskalt."

 

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