"Enfant terrible" fasst 30-Spiele-Sperre aus

Zum Rückrundenauftakt der 1. Klasse Süd feierte die ASKÖ Steyrermühl gegen den ATSV Rüstorf einen 2:1-Heimerfolg. Der neunte Saisonsieg der Pürstinger-Elf hatte jedoch ein Nachspiel. Ervin Ramakic, der in diesem Match auf der Steyrrmühler Ersatzbank gesessen hatte und nicht zum Einsatz gekommen war, sah nach Kritik bzw. Unsportlichkeit Gelb-Rot. Nach der Ampelkarte beleidigte der 46-Jährige den Unparteiischen, weshalb Schiedsrichter Hoffmann um eine Anzeige nicht umhinkam. Am Donnerstag befasste sich der OÖFV mit der "Causa Ramakic" und sprach gegen das "Enfant terrible" eine empfindliche Strafe aus.

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26 Spiele für Entgleisung, zudem wird bedingte Sperre schlagend

Mit der gelben Karte für seinen Sohn, Mujo, war Ervin Ramakic nicht einverstanden, weshalb der einstige Blau-Weiß-Linz-Kicker nach dem Pausenpfiff den Referee kritisierte und dafür Gelb sah. In Minute 85 schoss Mujo Ramakic den Steyrermühler Siegtreffer, in der Folge eilte Ervin Ramakic zur Rüstorfer Ersatzbank und lieferte sich mit den Gästen ein intensives Wortgefecht. Aufgrund dieser Unsportlichkeit zückte Schiedsrichter Hoffmann erneut Gelb, was die Ampelkarte zur Folge hatte. Danach war Ramakic nicht zu beruhigen und beleidigte den Unparteiischen mit schlimmen Worten. Der Referee setzte das Spiel fort und beendete es wenig später auch. Die Beleidungungen hatten eine Anzeige zur Folge, die am Donnerstag behandelt wurde. Die Entgleisung wurde mit einer Sperre von 26 Spielen bestraft. Dazu kommt ein Match aufgrund der Ampelkarte. Zudem wurde eine bedingte Drei-Spiele-Sperre aus dem Zipf-Spiel schlagend, weshalb Ramakic in den nächsten 30 Partien zusehen muss.

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Horst Hoffmann, Schiedsrichter des Spiels:
"Nach dem Pausenpfiff kritisierte Ervin Ramakic die gelbe Karte für seinen Sohn, weshalb ich ihn verwarnen musste. Nach dem Tor zum 2:1 habe ich rund um die Rüstorfer Ersatzbank einen lautstarken Tumult wahrgenommen und Ramakic aufgrund einer Unsportlichkeit erneut Gelb und somit Gelb-Rot gezeigt. Danach war Ramakic nicht zu beruhigen und hat mich auf das Schlimmste beleidigt. Die Wörter, die er verwendet hat, möchte ich nicht wiedergeben. Trainer Pürstinger und die Steyrermühler Spieler haben sich vorbildlich verhalten. Hätten sie Ramakic nicht zurückgehalten, wäre die Situation eskaliert. Das Spiel stand vor dem Abbruch, ich habe mich aber entschieden, es fortzusetzen und zu beenden."

Josef Pürstinger, Trainer ASKÖ Steyrermühl:
"Auch wenn die Ampelkarte natürlich in Ordnung war, hätte man das Spiel vielleicht auch ohne der zweiten Verwarnung fortsetzen können - dann hätte sich die Situatiun vermutlich beruhigt. Grundsätzlich war die empfindliche Sperre absehbar, da Ervin qasi ein Wiederholungstäter ist".

Johannes Kronberger, Obmann ATSV Rüstorf und Gruppenobmann 1. Klasse Süd:
"Es steht mir nicht zu, das Strafmaß zu beurteilen. Im Strafausschuss sitzen jedoch erfahrene Personen, die eine Situation beurteilen können und eine für sie angemesse Strafe ausgesprochen haben. Ich hoffe, dass die ASKÖ Steyrermühl mit diesem Urteil umzugehen weiß, damit in der Liga wieder Ruhe einkehrt".

 

Günter Schlenkrich

 

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