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„Wir wollen der beste Verein Oberösterreichs ohne bezahlte Spieler sein!“ – Scharnsteins sportlicher Leiter Philipp Kuntner im Interview

In der 1. Klasse Süd überwintert der SV Wolf System Scharnstein mit sieben Siegen aus zwölf Partien auf dem vorbildhaften dritten Zwischenrang. Die Erfolgsfaktoren sind dabei vielschichtig: Die Kaderzusammensetzung ist geprägt von kontinuierlicher Arbeit und nachhaltigem Denken. Auf dem Platz punktet die Truppe zudem mit Teamgeist und automatisierten Abläufen, was primär darauf zurückzuführen ist, dass man schon seit Jahren eingespielt ist. Ligaportal.at sprach mit dem sportlichen Leiter Philipp Kuntner.

 

Ligaportal: Wie lautet eure Vereinsphilosophie?

Kuntner: „Unser Ziel ist es, der beste Verein in Oberösterreich ohne bezahlte Spieler zu sein. Da sind wir auf einem guten Weg. Die Studenten sind da ausgenommen. Sie bekommen Zuschüsse für das Hin- und Herfahren. Wenn Spieler aus der Region zu uns wollen, ist ihnen bewusst, dass sie bei uns kein Geld bekommen. Das wird aber immer mehr in letzter Zeit, weil die Spieler wissen, dass das Umfeld bei uns gut ist.“

Ligaportal: Was zeichnet die Mannschaft konkret auf dem Platz aus?

Kuntner: „Sie spielen schon seit einigen Jahren so zusammen. Aufgrund von Ausfällen durch Corona, andere Krankheiten oder Verletzungen haben viele junge Akteure gespielt. Das gelingt uns eigentlich seit Jahren gut, dass wir diese in die 1b und Kampfmannschaft integrieren. Das zeichnet uns auch aus. Im Herbst wurden in der Kampfmannschaft 27 verschiedene Spieler eingesetzt. In der 1b waren es 29.“

Ligaportal: Das Verhältnis zwischen Trainer Claudius Kuvi und der Mannschaft scheint top zu sein…

Kuntner: „Wir hatten im Frühjahr einen Trainerwechsel. Ursprünglich haben wir eigentlich gesagt, dass wir mit Heinz Pfaffenwimmer bis Sommer zusammenarbeiten. Er ist aber bereits über 70 Jahre alt und aufgrund des Saisonabbruchs haben wir gleich den Wechsel vollzogen. Claudius Kuvi war zuvor Individualtrainer bei uns und hat mit den jungen Spielern, die auf dem Sprung in den Erwachsenenfußball waren, zusammengearbeitet. Auch in Vöcklamarkt hatte er die Jugendarbeit über. Wir haben uns schnell mit ihm geeinigt und es funktioniert wirklich gut. Er hat seine Stärken im psychologischen und mentalen Bereich. Er kann gut mit jungen und älteren Spielern.“

Ligaportal: Ihr überwintert auf Platz drei. Ist der Aufstieg das Ziel?

Kuntner: „Das Ziel für den Herbst war, dass wir aus den ersten vier Spielen acht Punkte holen und am Ende in den Top-5 sind. Das haben wir beides erreicht. Im Frühjahr wollen wir uns weiter verbessern und am Ende unter den besten drei oder vier Teams sein. Das ist realistisch, weil auch verletzte Spieler wieder zurückkommen. Der Aufstieg ist kein Thema. Wenn er passiert, nehmen wir ihn natürlich gern an. Langfristig passt aber die 1. Klasse sehr gut für uns. Wenn man den Spielern nichts zahlt, ist es unrealistisch, dass man langfristig in der Bezirksliga besteht.“

Ligaportal: Die U15 der SPG Scharnstein/Grünau wurde Meister. Was sind die Eckpfeiler eurer Nachwuchsarbeit?

Kuntner: „Im Nachwuchs funktioniert momentan alles extrem gut. In den jüngeren Nachwuchsmannschaften gibt es noch keine Tabellen, aber auch da wären wir, wenn es Punkte geben würde, überall vorne dabei. Im Frühjahr werden vier Scharnsteiner Akteure dieser U15 einmal in der Woche mit der Kampfmannschaft trainieren. Im Nachwuchs haben wir über 100 Spieler. Die Trainer sind top, aber es gibt zu wenige. Der Nachwuchs muss die Zukunft sein. Ohne diesen funktioniert es nicht mehr.“

Ligaportal: Der SV Scharnstein hat gemeinsam mit dem UFC Grünau im Frühjahr eine Laufchallenge veranstaltet. Bei dieser wurden 10.000€ für den guten Zweck gesammelt. Worum ging es dabei genau?

Kuntner: „Ein Nachwuchstrainer von uns hatte diese Idee. Wir haben dann im Frühjahr fleißig Kilometer abgespult. Firmen und auch private Spender haben sich dann beteiligt. Am Ende sind 10.000€ zusammengekommen, die Patrick, der seit der Geburt an einem angeborenen Herzfehler leidet, und seiner Familie zugutekamen. Unter anderem ein Krankenbett konnte damit bezahlt werden. Patrick kommt aus Scharnstein und ist oft am Fußballplatz. Bei einem Match, in dem Eltern gegen Spieler angetreten sind, wurde der Scheck dann überreicht. Das war ein perfekter Saisonabschluss.“

 

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