Dramatik pur in Offenhausen - mit bitterem Beigeschmack

Das Aufeinandertreffen zwischen dem Sportclub Offenhausen und der SV Schlüßlberg kannte gestern Nachmittag schon im Vorfeld einen klaren Favoriten. Offenhausen hatte dieses Match in der Hinrunde bereits auswärts mit 7:1 für sich entscheiden können. Man brauchte drei Punkte, um an Prambachkirchen dran zu bleiben, wollte also keine Revanche zulassen. Die Schlüsslberger Kicker kämpften vom achten Tabellenrang aus um jeden Punkt. In einer buchstäblich von der ersten bis zur letzten Minute dramatischen Partie setzte sich schließlich der Favorit mit 2:1 durch.

 

 

Offenhausen verschläft Anfangsphase völlig - nur Goalie Heppner ist wach

Zu Spielbeginn ist die Offenhausener Abwehr allerdings mit dem Kopf noch nicht bei dem wichtigen Match - vielleicht noch beim langen Fototermin vor dem Match, wodurch man schon einige Stunden auf dem Fußballplatz war. Durch einen Abwehrfehler, den Ronald Lenhart in einer Einzelaktion eiskalt ausnützt geht die Zulic-Elf in der ersten Minute in Führung. Der später gut parierende Marcus Heppner im Offenhausener Tor ist dabei ohne Chance. Die Partie wird leidenschaftlich geführt. Drei Namen muss Schiedsrichter Bernhard Billinger schon in der ersten Halbzeit auf der gelben Karte notieren.

Schwere Verletzung, Platzverweis, Spielunterbrechung

Nach dem Seitenwechsel wird Stefan Unterberger im Strafraum gefoult. Bernd Wiesinger verwandelt den Elfmeter souverän zum 1:1 Ausgleich. In der Folge will jeder die ausgeglichene Partie gewinnen. Innerhalb von sieben Minuten gibt es vier gelbe Karten (drei davon für Schlüßlberger). Die Stimmung auf der Tribüne ist längst aufgeheizt, als in der 75. Minute direkt vor eben dieser Manuel Frank Wiesinger den jungen Schlüßlberger Jochen Breinbauer unschön von den Beinen holt. Offenhausens Trainer Mario Rak kann den Knacks bis auf die andere Seite des Spielfeldes hören - Wiesinger hatte mit dem angezogenen zweiten Bein den Standfuß von Breinbauer erwischt. Referee Billinger hat schon Gelb in der Hand, zückt aber nach einem Blick auf das offensichtlich gebrochene Bein (Schien- und Wadenbein) völlig zurecht Rot und schickt einen untröstlichen Wiesinger vom Platz, der sich das Geschehene - selbstverständlich war keine Absicht im Spiel - danach sehr zu Herzen nimmt.

Aufgeheizte Stimmung - besserer Sportclub siegt am Ende in Unterzahl

Breinbauer indes muss unter dem gut gemeinten Applaus des fairen Offenbacher Publikums mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden, die Partie für eine Stunde unterbrochen werden. Danach wird sogar über einen Abbruch der Partie beratschlagt - Offenhausener Funktionäre befürchten Ausschreitungen. Doch sowohl die vor der Aktion stärker gewordenen Sportcluber, als auch die nun in Überzahl spielenden Schlüßlberger, die allerdings in der Folge nicht mehr ins Spiel finden, wollen weiterspielen. Die befürchteten Gehässigkeiten bleiben sowohl auf dem Spielfeld, als auch abseits davon aus. Die Partie verläuft bis zur Entscheidung fair, die erst in der 90. Minute fällt. Nach einem schönen Spielzug schließt Stefan Higlsberger ins lange Eck zum 2:1 Siegtreffer ab."Das Foul wäre nicht nötig gewesen.", weiß Sportclub-Coach Rak. "Es tut ihm (Wiesinger) und uns allen sehr leid, was passiert ist. Für uns sind es wichtige drei Punkte - aber mit einem sehr bitteren Beigeschmack."

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