Zöhrdorf Linz mit erneutem Neubeginn

Die Talfahrt der jüngsten Vergangenheit erreichte bei der ASKÖ Zöhrdorf Linz in der letzten Saison ihren Höhepunkt. Aufgrund akuten Personalmangels bzw. Undiszipliniertheiten  kam ein Spiel nicht zur Austragung und mussten zwei weitere abgebrochen werden. Nach einem Punkteabzug im Herbst beendeten die Linzer die Meisterschaft der 2. Klasse Mitte mit einem einzigen Zähler - und 138 Gegentoren - auf dem Konto auf dem letzten Platz. Nachdem ein Neubeginn nicht die gewünschte Wirkung zeigte, wurde vor wenigen Wochen der nächste Versuch gestartet, eine solide Basis zu schaffen, um in den kommenden Jahren auch wieder sportlichen Erfolg anstreben zu können.

Der unter dem damaligen Obmann Raimund Ferlitz und Ex-Spielertrainer Mario Verlende versuchte Neubeginn war nicht von Erfolg gekrönt, war es "In der Gruab`m" fünf vor Zwölf, drohte dem Verein das Aus. Als des Ende des Klubs fast schon beschlossene Sache war, nahmen mit Gründungsmitglied Gustav Brossmann und Ernst Hubich, bis zum Vorjahr langjähriger Sektionsleiter im Vereins, zwei "Urgesteine" das Steuerrad in die Hand. "Zunächst müssen Kameradschaft und Disziplin Einzug halten, um die Talfahrt endgültig zu stoppen. Die ersten Resultate sind überaus positiv. So wurden nach der Saison fünf Trainingseinheiten absolviert, damit sich die aktuellen und neuen Spieler kennenlernen. Dabei haben die Spieler Charakter gezeigt und auch die notwendige Disziplin an den Tag gelegt", freut sich Neo-Sektionsleiter Ernst Hubich über ein erstes zart sprießendes Pflänzchen Hoffnung.

"In dieser Phase müssen kleine Schritte gesetzt werden, um eine solide Basis zu schaffen. Der sportliche Erfolg wird natürlich angestrebt, ist derzeit jedoch zweitrangig. Zunächst muss wieder ein intaktes Vereinsleben entstehen und der Klub wieder auf gesunden Füßen stehen. Sollte uns das gelingen, werden wir ins in nicht allzu ferner Zeit auch wieder über sportliche Erfolge freuen können", meint Hubich.

"Nach dem Personalengpass in der vergangenen Saison mussten wir im Sommer einen Kader zusammenstellen, um einen ordentlich Spielbetrieb garantieren zu können",  weiß Ernst Hubich. Neo-Trainer Manfred Leitner, der heute aus den USA vom Urlaub zurückkehrt, wird am Dienstag die Vorbereitung anpfeifen. Dabei wird der Coach zumindest zehn neue Spieler begrüßen können: Andreas Krajinovic, Haydar Yildirim und Veysel Dogru (alle Chemie Linz), Alexander Leitner, Jürgen Maureder und Vedad Dogru (alle Aschach/Steyr), Senol Rakipi (BW Linz 1b), Alexander Jovic (Babenberg Linz), sowie der zuletzt vereinslose Joseph Dawodu und der Türke Ugur Aslan.

"Jetzt ist Trainer Leitner gefordert, muss der neue Coach den neuen Kader, der rund 16 Spieler umfasst, unter einen Hut bringen und eine Mannschaft formen. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen, weshalb wir das Ziel auch nicht an einem Tabellenplatz festmachen - aber Letzter wollen wir nicht werden", sagt der Sektionsleiter. "Sollte mich der erste Eindruck nicht täuschen, denke ich, dass wir auf einem guten, wenn auch langen und steinigen Weg sind."


Günter Schlenkrich

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