Zöhrdorf Linz: Sieben Tore und fünf Rote bei "Krisengipfel"

Nach weit über einem Jahr konnte die ASKÖ Ebelsberg Linz beim Saisonauftakt der 2. Klasse Mitte mit einem 1:1-Unentschieden wieder einen Punkt einfahren. Im Auswärtsspiel gegen die ASKÖ Zöhrdorf Linz, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat, rechnete sich die Mannschaft von Neo-Trainer Patrice M`bock unsgeheim einen Sieg aus. Die Ebelsberger waren lange Zeit auch auf der Siegerstraße, ehe sich in den Schlussminuten die Ereignisse überschlugen und die Heimelf von Trainer Manfred Leitner das Spiel noch drehen und den "Krisengipfel" mit 4:3 gewinnen konnte.

Bereits in der Anfangsphase war in der "Gruab`m" einiges los. Den raschen Führungstreffer der Gäste durch Mladen Cotra konnte Manfred Gerstl nur fünf Minuten später ausgleichen. Wieder nur fünf Minuten darauf die erneute Führung der Ebelsberger durch einen Diszanzschuss von Thomas Ritter. Dabei machte Zöhrdorf-Goalie Joseph Dawodu ebenso wenig eine gute Figur, wie beim 1:3 durch ein Kopftor von Alexander Schauer. "Unser neuer Torwart hat sich eine Adduktorenverletzung zugezogen, war nicht in Vollbesitz seiner Kräfte und musste deshalb noch vor der Pause durch Joachim Aigner ersetzt werden", erklärt Zöhrdorfs alter und neuer Sektionsleiter Ernst Hubich.

Unmittelbar nach dem Wechsel witterten die Heimischen nach dem Anschlusstreffer von Alexander Leitner wieder Morgenluft. Die Hausherren nahmen dann auch das Heft in die Hand und wollten die Niederlage unbedingt abwenden. In den Schlussminuten wurden die Bemühungen auch belohnt. Nachdem Ebelsbergs Dejan Preradovic mit der Ampelkarte vom Platz geflogen war, gelang Zöhrdorf durch Gerstl der Ausgleich. In der Nachspielzeit durften die heimischen Fans sogar noch den Siegtreffer bejubeln: Nach einem Foul an Vedat Dogru verwandelte Gerstl den fälligen Elfmeter zu seinem dritten Treffer in diesem Spiel und sicherte Zöhrdorf Linz einen 4:3-Erfolg.

Nach der Strafstoßentscheidung von Schiedsrichter Pfanzeltner-Enzinger gingen den Gästen die Nerven durch, flogen mit Alexander Schauer, Patrick Wall und Kevin Kopecky drei weitere Ebelsberger mit Gelb-Rot vom Platz. Nach dem Schlusspfiff sah auch noch Mladen Cotra wegen Schiedsrichterbeleidigung Rot. Auch die Gäste-Fans kamen mit der Last-Minute-Niederlage nicht klar und belagerten die Kabine des Unparteiischen.

Ernst Hubich (Sektionsleiter ASKÖ Zöhrdorf Linz): "Schon bei der 2:5-Niederlage gegen Union Leonding haben wir eine ansprechende Leistung geboten. Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft, dass sie nach dem 1:3-Rückstand Moral und Charakter gezeigt hat und das Spiel noch drehen konnte. Ganz besonders freut mich das überaus disziplinierte Auftreten, das an diesem Tag letztendlich auch der Schlüssel zum Erfolg war. Wir freuen uns über den guten Saisonstart, wissen aber, dass noch ein harter und steiniger Weg vor uns liegt."

Daniel Mühlbauer (Sektionsleiter ASKÖ Ebelsberg Linz): "Nach dem lange ersehnten Punktgewinn gegen Traun wollten wir gegen Zöhrdorf unbedingt gewinnen. Und es hat nach den ersten 45 Minuten auch sehr gut ausgehen. Wie sich die Mannschaft dann in der zweiten Halbzeit präsentiert hat, war weniger schön. Neben der Niederlage schmerzen vor allem die fünf Roten Karten, sind den Spielerrn die Nerven durchgegangen. Diese erneuten Disziplinlosigkeiten können und werden wir nicht dulden, hat es mit den betroffenen Spielern bereits eine Aussprache gegeben."


Günter Schlenkrich

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