SV Franckviertel Linz: "Derzeit geht es um die Gesundheit, nicht um Meistertitel"

Der SV Franckviertel Linz ist seit Jahren in der unteren Tabellenregion präsent. Auch im Herbst konnte die Bachmaier-Elf das Ruder nicht herumreißen, sammelte in der Hinrunde der 2. Klasse Mitte lediglich drei Punkte und kam als Letzter ins Ziel. Der Nachzügler wollte im Frühjahr in die Spur finden, aufgrund der Corona-Pandemie und dem daraus resultierenden Abbruch der Saison wurden die Linzer die "Rote Laterne" aber kampflos los.

 

"Auch dem Verband sind die Hände gebunden"

"In einer außergewöhnlichen Situation hat die Regierung entsprechende Maßnahmen gesetzt. Da die Gesundheit im Vordergrund steht ist der Abbruch der Saison nachvollziehbar. Meiner Ansicht nach hätte es keinen Sinn gemacht, zuzuwarten. Zum einen weiß niemand, wann ein Spielbetrieb wieder möglich ist, und zum anderen müssen Regeln und Vorschriften eingehalten werden, darf eine Meisterschaft nicht unbegrenzt gespielt werden. Ich bin kein Freund des Verbandes, doch diese Situation ist für alle neu, weshalb auch dem Verband die Hände gebunden sind", erklärt Obmann Manfred Rigler. "Auch von jener Option halte ich wenig, wonach die Punkte in die nächste Saison mitgenommen werden sollen. Im Amateurbereich gehen die Kicker ihrem Hobby nach. Zudem geht es derzeit einzig und alleine um die Gesundheit, nicht um Meistertitel."

 

"Es tut dem Fußball gut, wenn die faulen Äpfel aus dem Korb verschwinden"

Obwohl ab 15. Mai der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden darf, werden im Franckviertrel vorerst keine Einheiten angesetzt. "Wir warten die Entwicklung ab und sehen uns an, was die Vereine machen. Grundsätzlich haben wir vor, erst im Juni wieder zu trainieren. Im Kampfmannschaftsbereich ist ein Training unter den aktuellen Bestimmungen durchführbar, im Nachwuchs aber gänzlich unmöglich", so Rigler, der aufgrund der finanziellen Probleme vieler Vereine im Fußball eine Selbstreinigung erwartet. "Jene Vereine werden jetzt bestraft bzw. die Krise nicht überstehen, die mit Geld seit Jahren um sich werfen. Es tut dem Fußball gut, wenn die faulen Äpfel aus dem Korb verschwinden", meint der Obmann und ist der Ansicht, dass die Pause vermutlich länger dauern wird. "So lange kein Impfstoff bzw. keine Medizin gefunden wird, müssen wir mit Beschränkungen leben. Vermutlich ist der Fußball die letzte Sportart, die wie gewohnt wieder ausgeübt werden darf. Ich wünsche mir, dass es im Herbst wieder losgeht, glaube aber, dass der Ball frühestens im nächsten Frühjahr wieder rollen wird".

 

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