Oedt erfüllt „Pflicht“, ohne dabei zu glänzen

altaltDie ASKÖ Oedt ging als ganz klarer Favorit in die Begegnung mit dem SV Chemie Linz hinein. Für viele stellte sich bereits vor dem Anpfiff daher nur noch die Frage, wie hoch der Sieg des Titelanwärters Nummer eins ausfallen würde. Die „Chemiker“ mussten bereits zum Auftakt gegen Mühlbach fünf Gegentore hinnehmen, weshalb die Quoten auf eine zumindest ähnlich hohe Niederlage vor dem Spiel wohl äußerst niedrig gewesen wären. Mit viel Kampf und Leidenschaft sollte es der krasse Außenseiter aber dann doch schaffen, sich mit sehr viel Anstand aus der Affäre zu ziehen.

Frühe Entscheidung

Die Partie begann zunächst erwartungsgemäß, so übernahmen die zu favorisierenden Gäste sofort das Kommando und gingen auch bereits in der 3. Spielminute durch einen herrlichen Weitschuss von Bozo Kovacevic in Führung. Als dann nur weitere vier Minuten später Dominik Hager aus einem Geplänkel im Strafraum heraus das 0:2 erzielte, rechneten viele bereits mit einem Schützenfest der Oedter. In Minute 23 trug sich auch noch Pascal Katteneder in die Torschützenliste ein. Oedts Nummer 12 hatte keine Probleme damit eine Flanke von Amer Secibovic, welche Robert Wagner im Tor der Heim-Mannschaft nicht fangen sondern nur ablenken konnte, zu verwerten.

Duell der Schlussmänner

Kurz darauf hatten die Gäste per Elfmeter die große Chance auf ihren vierten Treffer an diesem Tag. Das Duell vom Punkt sollte ein ungewöhnliches werden, standen sich doch die beiden Torhüter in dieser Szene gegenüber. Diego Rougier, der sich als Schütze versuchte, scheiterte an seinem Gegenüber Robert Wagner, der den Strafstoss sicher parieren konnte. Im Anschluss schien der Faden im Spiel der Oedter plötzlich gerissen zu sein. Ein erstes Indiz dafür war auch, dass es ohne weitere Treffer in die Kabinen ging.

Flaute im Spiel des Favoriten

In der zweiten Hälfte sollten die Mannen von Amir Topalovic genau dort fortsetzen, wo sie am Ende der ersten aufgehört hatten. Zwar dominierten die Gäste weiterhin das Geschehen auf dem Platz, in der Offensive lief aber nicht mehr allzu viel zusammen. Dem SV Chemie Linz gelang es mit viel Einsatz und Härte, was sieben gelbe Karten auf Seiten der Hausherrn auch unterstreichen, dem Favoriten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ab und zu gelang es der Heimelf sogar, sich die eine oder andere Gelegenheit herauszuspielen, wobei ein Ehrentreffer den „Chemikern“ in diesem Spiel aber nicht vergönnt war. In der 76. Minute erhielt Werner Holzinger dann noch eine der oben bereits erwähnten unzähligen gelben Karten. Da es für ihn persönlich seine zweite war, musste er den Gang in die Kabine vorzeitig antreten. Am Ausgang der Begegnung sollte dieser Ausschluss nichts mehr ändern. So feierte Oedt zwar den erwartet ungefährdeten Sieg, in der zweiten Halbzeit wusste der Ligakrösus aber nicht mehr zu überzeugen.


Amir Topalovic (Trainer der ASKÖ Oedt):

„Ich gratuliere meinem Team zu den drei Punkten und der damit erfüllten „Pflicht“. Mit der Leistung meiner Spieler war ich in dieser Begegnung aber nicht zufrieden. Vor allem die zweite Halbzeit war weit weg von dem, was ich mir erwarte und was unsere Ansprüche sind. Nach der Pause war unser Auftritt einfach lethargisch. So mancher hat wohl geglaubt, dass man ohne viel tun zu müssen, dennoch zum Torerfolg kommt. Für das nächste Spiel sollten uns diese zweiten 45 Minuten eine Warnung sein.“


von Michael Obrecht

 

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