SPG LASK 1b/ASKÖ Zöhrdorf gelingt die "perfekte" Herbstsaison

In der vergangenen Saison gab es in der 2. Klasse Mitte powered by HDI mit der ASKÖ Oedt eine Mannschaft, welche die gesamte Liga nahezu nach Belieben dominierte. Das von Franz Grad finanzierte Starensemble holte sich schließlich, wie zu erwarten, in eindrucksvoller Manier den Titel, wobei man bis zum Schluss ungeschlagen blieb. Was die Oedter jedoch weder im Herbst noch im Frühjahr schafften, war es sämtliche Gegner in einer Meisterschaftshälfte zu bezwingen. In der letztjährigen Hinrunde wurde ihnen die Union Mühlbach diesbezüglich zum Verhängnis. Ein Jahr später hatten die Mühlbacher im Duell mit der SPG LASK 1b/ASKÖ Zöhrdorf erneut die Möglichkeit, einem Team die „perfekte“ Herbstsaison zu vermasseln.

Geburtstagskind beschenkt sich selbst

Der aktuelle Tabellenführer sollte nicht lange brauchen, um in dieser Begegnung seine Favoritenrolle zu untermauern. Nach gerade einmal 120 Sekunden kam Attila Varga nach einem langen Zuspiel an den Ball. Der vom Namen her wahrscheinlich bekannteste Akteur am Feld setzte sich in der Folge gegen seinen Gegenspieler durch und schlenzte den Ball vom 16er aus ins lange Eck. Gestärkt durch die rasche Führung dominierte die SPG, wie zu erwarten, in der Folge das Geschehen. Mühlbach versuchte durch konsequente Defensivarbeit, dieses ungleiche Duell so lange wie möglich weitestgehend offen zu halten. Bis kurz vor dem Ende des ersten Abschnittes sollte dies den Mannen von Coach Mario Sipura auch tatsächlich gelingen, wobei die Gäste dabei auch etwas von der Verspieltheit des 1b-Teams des LASK profitierten. Die SPG hatte zudem von Beginn an Mühe damit, ihr Kombinationsspiel auf dem nicht gerade „englischen Rasen“ aufzuziehen. „Der Zustand des Platzes, der durch das Vorspiel der Reserven nochmals zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen wurde, war aus meiner Sicht schon ein Grenzfall. Die Bälle haben sich oft versprungen, wodurch wir uns sehr schwer getan haben.“, so LASK-Co-Trainer Christoph Muezell. Ein probates Mittel waren demnach Weitschüsse. Genau mit einem solchen gelang abermals Varga, der an diesem Tag übrigens seinen 22. Geburtstag feierte, das 2:0 in Minute 35. Eine Minute vor dem Pausenpfiff baute dann Bojan Mustecic mit einem ansatzlosen Abschluss aus der Drehung den Vorsprung des Favoriten weiter aus.

Sensation bleibt dieses Mal aus

Nach Wiederbeginn änderte sich nur wenig am Spielverlauf. Die Nachwuchshoffnungen des LASK dominierten das Geschehen und die Mühlbacher versuchten so gut es ging dagegenzuhalten, wobei es ihnen nur selten gelang wirklich in die Zweikämpfe zu kommen. In der 57. Minute beschenkte sich dann das Geburtstagskind auf Seiten der Hausherrn erneut selbst mit einem weiteren Treffer. So lupfte Attila Varga einen langen Ball gekonnt über Mühlbach-Keeper Mario Gruber hinweg ins Tor. Elf Minuten später trug sich dann auch noch Beniamin Chiorean in die Schützenliste ein. Für den Schlusspunkt in einer doch sehr einseitigen Begegnung sorgte schließlich Niklas Fuchs. Der erst wenige Augenblicke zuvor eingewechselte Nachwuchsspieler war nach einer Standardsituation zur Stelle, um auf 6:0 zu erhöhen. Den Mühlbachern, die im zweiten Abschnitt beim Versuch den Ehrentreffer zu erzielen mit einem Pfostenschuss von David Umbauer Pech hatten, gelang somit keine Wiederholung der Sensation des Vorjahres. Die SPG LASK 1b/ASKÖ Zöhrdorf brachte demnach das Kunststück zusammen alle 12 Partien im Herbst für sich zu entscheiden.

Meistertitel als Ziel

LASK-Co-Trainer Christoph Muezell konnte alleine schon deshalb zur Saisonhälfte eine positive Bilanz ziehen: „Ich denke sportlich gibt es derzeit weder bei uns, noch bei der Regionalligamannschaft etwas auszusetzen. Wie sich alles andere abseits des Rasens in den nächsten Wochen entwickeln wird, muss man erst einmal abwarten. Besonders gefreut hat mich in der Hinrunde, welche Entwicklung der eine oder andere junge Spieler durchlaufen hat. Natürlich gibt es auf aufgrund der fehlenden Routine noch so manche Leistungsschwankungen, nichtsdestotrotz hat man bei einigen Akteuren, die eben erst von der U16 in die U18 aufgestiegen sind, Ansätze gesehen, die auf mehr hoffen lassen. Gerade diese Talente wollen wir natürlich auch im Frühjahr weiterhin fordern und fördern. Dass wir mit einer „blütenreinen Weste“ überwintern, ist aus meiner Sicht absolut verdient. Obwohl eigentlich jeder Gegner gegen uns sehr tief gestanden ist, haben wir fast immer deutlich gewonnen. Nur zweimal mussten wir etwas um unsere Serie zittern, wobei vor allem der knappe Erfolg über Kirchberg-Thening mit zwei Mann weniger auf dem Platz gezeigt hat, dass auch die Moral in der Mannschaft absolut stimmt. Unser Ziel im Frühjahr ist ganz klar sowohl in der Kampfmannschaft, als auch in der Reserve der Meistertitel.“

 

von Michael Obrecht

 

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