SC Kirchberg-Thening hatte gegen ASKÖ Dionysen den etwas längeren Atem

ASKÖ SC Kirchberg-Thening
ASKÖ Dionysen

In der 2. Klasse Mitte presented by HDI trafen mit der ASKÖ SC Kirchberg-Thening und der ASKÖ Dionysen in der zweiten Runde zwei Mannschaften aufeinander, die in den vergangenen beiden Saisonen leistungsmäßig so ziemlich auf ein und demselben Niveau agierten. So trennte die beiden Vereine vor 2 Jahren in der Tabelle nach 24 Spieltagen lediglich ein Punkt voneinander, in der abgelaufenen Meisterschaft hatten die Kirchberg-Theninger sogar nur aufgrund des besseren Torverhältnisses die Nase vorne. Man durfte sich also auf ein spannendes Duell zweier Teams auf Augenhöhe gefasst machen. Tatsächlich schien es lange so, als würde man sich die Punkte teilen, ehe die ASKÖ SC Kirchberg-Thening dann das Kräftemessen, dank eines Elfmetertores von Manfred Isak (84.) und einem sehenswerten Schlenzers von Routinier Michael Meisczuk (90.), doch noch mit 3:1 für sich entscheiden konnte.

 

Entgegen dem Spielverlauf

Beide Vereine zählten schon in den letzten zwei Spielzeiten stets zu den Top-5 in der Liga. Auch heuer wieder ist die Erwartungshaltung sowohl bei den Kirchberg-Theningern, als auch bei den Traunern relativ groß. Zum Meisterschaftsauftakt am vergangenen Wochenende hatten sich beide Teams aber ungemein schwer getan und nur recht glücklich noch einen Punkt geholt. Auch im direkten Duell, soviel sei schon einmal verraten, konnte weder die Höretseder-Elf noch die ASKÖ Dionysen ihr wahres Leistungsvermögen zur Gänze abrufen. Vor allem die Kirchberg-Theninger hatten bei ihrem ersten Heimspiel in der noch so jungen Saison Probleme so richtig in die Partie hineinzukommen. Die Gäste aus Traun machten die Sache da schon etwas besser und erarbeiteten sich, indem sie die Hausherrn immer wieder beim Herausspielen unter Druck setzten, ein klares Plus in puncto Spielanteilen. Die Führung der Trauner durch Daniel Novakovic in der 33. Minute war demnach auch keineswegs unverdient. Nach einem schönen Pass von Aleksandar Rajcevic überspielte der Torjäger der Trauner Kirchberg-Thenings Schlussmann Manfred Rader gekonnt, worauf er den Ball nur noch lässig ins Tor schieben musste. Die Heim-Mannschaft war in der ersten Hälfte eigentlich nur aus Standardsituationen gefährlich und genau aus einer solchen gelang ihr auch kurz vor der Pause der Ausgleich. Nach einem Eckball von der rechten Seite kam Nico Oboril in der Mitte auf Höhe des Fünfers relativ frei zum Kopfball. Diese Chance ließ sich Kirchberg-Thenings Nummer neun nicht entgehen und so stand es zur Pause etwas entgegen dem Spielverlauf 1:1.

Entscheidung per Elfmeter

Während sich die Gastgeber nach dem Seitenwechsel etwas steigern konnten, fielen die Trauner hingegen mit Fortdauer der zweiten Hälfte mehr und mehr zurück. „Wir haben in der zweiten Hälfte aufgehört Fußball zu spielen. Erschwerend kommt hinzu, dass wir viel zu viele Chancen leichtfertig vergeben haben, indem wir entweder aus fünf Metern drüber schossen oder einfach zu umständlich vor dem gegnerischen Tor agierten, anstelle den direkten Abschluss zu suchen.“, so ASKÖ Dionysens Sektionsleiter Michael Carhaun. So sollten die Gäste die Zügel tatsächlich noch aus der Hand geben. Die Kirchberg-Theninger kamen in der Schlussphase plötzlich zu Chancen und in der 84. Minute auch zum 2:1. Wieder einmal war es Alexander Mittermeir, der mit einem energischen Vorstoß das Blatt zugunsten der Höretseder-Elf wendete. Der Torjäger holte im Eins-gegen-Eins-Duell mit Torhüter Stephan Leitner einen Elfmeter heraus, welchen Manfred Isak im Anschluss sicher verwertete. Die ASKÖ Dionysen warf in den letzten Minuten gezwungenermaßen noch einmal alles nach vorne und handelte sich so in der letzten Minute der regulären Spielzeit auch noch einen dritten Gegentreffer ein. Kirchberg-Thenings großer Routinier Michael Meisczuk zeigte mit einem Schlenzer über den gegnerischen Torwart hinweg, dass er auch mit 38 Jahren immer noch über das nötige Ballgefühl verfügt.

ASKÖ Dionysen-Sektionsleiter Michael Carhaun sprach nach dem Abpfiff von einer aus seiner Sicht unnötigen Niederlage: „Die Kirchberg-Theninger waren an diesem Tag nicht so stark, vor allem in der ersten Hälfte sind sie kaum einmal über die Mittellinie gekommen. Im Prinzip haben sie die Bälle oft nur blind nach vorne gedroschen. Wir haben es aber selbst verabsäumt den Sack zuzumachen und dann bekommt man halt auch noch aus zwei Standards zwei Gegentore, wobei der letztlich entscheidende Elfmeter aus meiner Sicht nicht zu geben gewesen wäre. Den Saisonstart mit nur einem Punkt aus zwei Spielen hätten wir uns natürlich anders vorgestellt.“ Verständlicherweise zufrieden mit dem Sieg, jedoch nicht mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich Kirchberg-Thenings Trainer Anton Höretseder: „Nach einem Erfolg über einen starken Gegner sollte man sicher nicht alles schlecht reden. Man darf aber auch nicht die Augen davor verschließen, dass bei uns vieles noch nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. So wollten wir etwa in dieser Partie gleich von Anfang an aggressiv und vor allem im Block den Gegner attackieren, was in der ersten Hälfte überhaupt nicht geklappt hat. Erst im zweiten Durchgang sind wir dann dank mehr Laufbereitschaft besser ins Spiel gekommen. Vor der Saison waren vier Punkte aus den ersten beiden Spielen unser Ziel und das haben wir auch erreicht. Mit Edelweiß 1b wartet in der kommenden Woche aber nun schon der nächste schwere Gegner auf uns. Die schwierigen Partien sind mir persönlich aber ohnedies lieber, als die vermeintlich leichten, die dann oft gar nicht so einfach sind, wie man sich das im Vorhinein vorstellt.

 

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