Abbruch! "Kracher der Runde" findet trauriges Ende

Am Pfingstmontag fand im Pichlinger Sportpark das Spitzenspiel der 23. Runde in der 2. Klasse Mitte zwischen dem FC Stahl Linz und dem ESV Westbahn Linz statt. Im vergangenen Jahr hatten die Vereine eine Spielgemeinschaft gebildet, deren Ende Spuren hinterlassen hat. Beide Mannschaften standen nach einer starken Saison kurz davor, die Meisterschaft auf dem zweiten Tabellenplatz zu beenden. Am Ende fand das Spiel jedoch keinen Sieger, da Schiedsrichter Fragner die Partie nach 87 Minuten bei einem Stand von 4:2 für den FC Stahl abbrechen musste.

 

Westbahn mit Schwierigkeiten

Zu Beginn traute sich keines der beiden Teams, das Zepter in die Hand zu nehmen. Nach wenigen Minuten brachte Besir Rushiti die Heimmannschaft jedoch in Führung und läutete eine rassige Begegnung ein. Nachdem sich die Gäste dem ungewohnt kleinen Platz besser anpassen konnten, gelang kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Raschid Azek der Ausgleich.

Stahl mit drei Blitztoren

Auch die zweite Halbzeit wurde Großteils von Stahl dominiert. Nach 59 Minuten hatte die Schmoll-Elf den "Eisenbahnern" bereits durch George Dfeta und einem Doppelpack von Alexandru Ionut drei weitere Tore eingeschenkt und die Partie schien so gut wie entschieden. Zehn Minuten vor Schluss verkürzten die Gäste durch Patrick Gerstel zwar noch auf 4:2, der Treffer fiel jedoch zu spät. In der 87. Spielminute sah sich Schiedsrichter Fragner gezwungen, die Partie abzubrechen, nachdem einige Zuschauer den Platz gestürmt hatten. Da zum jetzigen Zeitpunkt nicht feststeht, wie die Partie gewertet wird, ist der große Sieger aktuell die ASKÖ Neue Heimat, welche nach dem Abbruch den Relegationsplatz innehat.

Stimmen zum Spiel bzw. Abbruch:

Endrico Schmoll, Trainer FC Stahl Linz:
"Wir haben gut gespielt und 4:2 geführt. In der 87. Minute sind dann Zuschauer von der Westbahner Seite aufs Spielfeld gerannt, aber unsere Ordner haben sofort reagiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das unsere Fans waren, da wir in Führung lagen und die bessere Mannschaft gewesen sind. Nach dem Abbruch war dann wieder alles in Ordnung.“

Josef Madlmayr, Trainer ESV Westbahn Linz:
„Die Unruhen begannen nach einem harmlosen Foul an der Mittellinie. Es kam zu einem Tumult unter den Spielern und plötzlich wurde der Platz von Anhängern des FC Stahl gestürmt. Es kam auch zu Handgreiflichkeiten. Was für mich unvorstellbar ist, dass Ordner und Zuschauer das Feld stürmen und zu rangeln beginnen. Spieler und Schiedsrichter hatten keinen Schutz mehr, weshalb an ein Weiterspielen nicht  zu denken war. Ich finde es sehr traurig, dass sich Kinder, welche sich ein Fußballspiel anschauen möchten, so etwas mitansehen müssen. Das hat mit Fußball nichts zu tun und ich finde es erschreckend. Von uns ist kein einziger aufs Feld gelaufen“

 

Rainhard Grabner

 

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