Union Adlwang: "Was war, ist vorbei, entscheidend ist, was kommt"

Die Union Adlwang kam exzellent durch den Herbst, blieb als einziges Team der 2. Klasse Ost in der Hinrunde ungeschlagen und hatte als Dritter nur zwei Punkte weniger am Konto als Herbstmeister Ternberg. Die Huemer-Elf wollte sich auch im Frühjahr von ihrer besten Seite zeigen und im Aufstiegskampf an vorderster Front mitmischen, aufgrund des vorzeitigen Abbruches der Saison müssen die "Kirtag-Kicker" aber zurück an den Start.

 

Große Enttäuschung

"Nach einer längeren Durststrecke haben wir eine ausgezeichnete Hinrunde gespielt, waren auf einem guten Weg und wollten nach einem gelungenen Trainingslager mit der nötigen Euphorie in die Rückrunde gehen, doch leider ist uns die Corona-Krise in die Quere gekommen. Nach der Annullierung der Saison ist die Enttäuschung über die genommene Aufstiegschance riesengroß. Der Abbruch war vermutlich nicht zu verhindern, bei der Entscheidungsfindung hat es sich der ÖFB aber relativ einfach gemacht, auch wenn aufgrund der aktuellen Statuten vermutlich nichts anderes möglich war", erklärt Obmann Christian Großholzner. "Um nicht die Falschen zu bestrafen hätte zum Beispiel die Option der Punktemitnahme einen fairen Ansatz gehabt. Über die Umsetzung hätte man diskutieren können, so wären Bonus-Punkte ebenso denkbar gewesen, wie die Halbierung der Punkte".

 

"Die Folgen wären dramatisch"

Auch im Traunviertel betrachtet man die Zukunft des Amateurfußballs mit großer Sorge. "Was war, ist vorbei, entscheidend ist, was kommt. Aus diesem Grund müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, die neue Saison im Herbst zu starten, auch wenn die Meisterschaft unter Umständen erst im September beginnen kann. Wenn es im Herbst wieder losgeht, werden vermutlich die meisten Vereine überleben. Ich möchte aber gar nicht daran denken, wenn in diesem Jahr nicht mehr gespielt werden kann, die Folgen wären dramatisch", spricht der Obmann von einem möglichen Horror-Szenario. "Dabei geht es nicht nur um die Kampfmannschaft. Denn vor allem die Reserve ist für das Vereinsleben von enormer Wichtigkeit. Dazu kommt noch der Nachwuchs. Wenn die Buben jetzt Tennis spielen, gehen sie dem Fußball vermutlich verloren".

 

Mögliche Kaderveränderung

Die positiven Signale in den vergangenen Tagen hat man auch in Adlwang mit Freude zur Kenntnis genommen. "Vor zwei Wochen war an einen Start im Herbst noch nicht zu denken, inzwischen lebt die Hoffnung wieder. Viel hängt auch davon ab, ob die Bundesliga die Saison ordnungsgemäß über die Bühne bringt. Wichtig ist zudem, dass die Sportplätze wieder geöffnet wurden und wieder trainiert werden kann. Auch wir nehmen in absehbarer Zeit den Trainingsbetrieb wieder auf", meint Christian Großholzner, der im Sommer eine Kaderveränderung erwartet. "Die Personalplanung ist noch nicht wirklich angelaufen, demnach ist es zu früh, über mögliche Transfers zu sprechen. Aus beruflichen Gründen müssen wir aber mit dem einen oder anderen Abgang rechnen. Sollten Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen, werden wir entsprechend reagieren müssen".

 

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