„Die Entwicklung und Integration unserer Nachwuchsspieler steht an erster Stelle!“ – Union Sipbachzells Sportlicher Leiter Martin Mühlgrabner im Interview

Trotz des Abbruchs im vergangenen Jahr startete die Union Sipbachzell in einer neuen Liga in die aktuelle Saison, wechselte die Mannschaft von Trainer Jürgen Graf von der 2. Klasse Mitte-Ost in die Ost-Liga. Nach Schwierigkeiten zum Start hat sich der vormalige Vize-Herbstmeister aber mittlerweile in der 2. Klasse Ost etablieren können und steht am Ende auf Rang drei liegend nur knapp hinter dem Relegationsplatz. Ligaportal.at sprach mit Martin Mühlgrabner, dem Sportlichen Leiter der Union Sipbachzell.

Ligaportal: Wie zufrieden seid ihr mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Mühlgrabner: „Grundsätzlich sind wir mit dem Abschneiden bislang durchaus zufrieden. Zu Beginn der Saison hatten wir leider etwas Schwierigkeiten und haben vor allem auswärts oft leichtfertig Punkte hergeschenkt. Über den dritten Platz freuen wir uns aber dennoch sehr, zumal wir vorwiegend mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs antreten. Im Herbst hatten wir oft drei, vier U17 Spieler als Fixstarter dabei. Dass diese jungen Burschen natürlich auch etwas Zeit brauchen, um im Erwachsenenfußball richtig anzukommen ist klar, wir sind aber von ihnen beziehungsweise unserer Philosophie sehr überzeugt und wollen weiter diesen Weg gehen. Somit sind wir vor allem mit der Entwicklung über den vergangenen Zeitraum sehr zufrieden.“

Ligaportal: Anfang November kam dann die Unterbrechung. Aus Ihrer Sicht nachvollziehbar? Wie seid ihr durch diese Zeit gekommen?

Mühlgrabner: „Natürlich hätten wir die Saison gerne fertig gespielt, am Ende war es aber vernünftig, die Saison zu unterbrechen. Schon in der letzten Runde vor dem Abbruch konnten wir ja nicht spielen, da es kurzfristig einige positive Fälle bei unserem Gegner gab. Da waren wir klarerweise dankbar, dass die positiven Ergebnisse im Vorhinein schon vorlagen, das Spiel abgesagt wurde und wir uns die Quarantäne ersparen konnten. Wir blieben von Corona Gott sei Dank verschont, gab es innerhalb unserer Mannschaft lediglich einen Verdachtsfall, der sich allerdings später als negativ herausstellen sollte. Somit musste nur der betreffende Spieler in Quarantäne und nicht die gesamte Mannschaft.“

Ligaportal: Wird im März wieder gespielt und in welcher Form wird die Meisterschaft aus Ihrer Sicht zu Ende gehen?

Mühlgrabner: „ Die fehlenden Partien aus dem Herbst werden sicher nachgetragen, da bin ich mir sicher. Ich glaube auch, dass es möglich sein kann, die Rückrunde auszutragen. Schwierig wird es insofern aber, dass es auch Teams gibt, die nicht wie wir zwei Spiele nachtragen müssen, sondern gar vier oder fünf. Da bin ich gespannt, wie dieses Problem gelöst werden würde. Von “Geisterspielen“ halte ich wenig und sind sie für die Vereine sinnlos. Wir haben natürlich auch ein Auge auf den Nachwuchsfußball, besteht durchaus die Gefahr, dass man die jungen Spieler verlieren könnte, sollte der Fußball noch länger ruhen. Wir sind aber trotzdem zuversichtlich.“

Ligaportal: Wie sieht die Zielsetzung für eine mögliche Rückrunde aus? Wird es Transfers geben?

Mühlgrabner: „Eine direkte Vorgabe gibt es nicht. Die Entwicklung unserer Nachwuchsspieler steht an erster Stelle. Wenn wir dann am Ende Zweiter werden ist es sicher eine super Sache, genauso freuen wir uns aber, sollten wir uns in den Top fünf halten können. Grundsätzlich wird es keine Veränderungen geben, sollen alle Spieler und auch der Trainer erhalten bleiben. Sollte jetzt ein Spieler kommen, der unbedingt bei uns spielen möchte, werden wir uns das anschauen, aber geplant ist vorerst nichts.“

Ligaportal: Viele Vereine klagen in dieser Zeit über finanzielle Probleme. Wie geht es der Union Sipbachzell?

Mühlgrabner: „Wir haben im Vorhinein schon mit den Spielern ausgemacht, dass es im Herbst keine Entschädigungen geben wird. Die Spieler waren damit einverstanden, was uns sicher vieles erleichtert hat. Die Förderung vom Bund konnten wir auch ganz gut ausnutzen und haben somit unsere Fixkosten weitgehend gedeckt. Große Sprünge wird es zwar nicht geben, das wollen wir auch nicht, dennoch geht es uns finanziell doch recht gut.“


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