"Mein Vorbild ist die SV Ried"

altMit zwölf Punkten steht die ASKÖ Ebensee auf Rang zehn der 2. Klasse Süd, ein für die Verantwortlichen zufriedenstellendes Ergebnis. "Wir müssen am Boden bleiben. Letzten Herbst hatten wir neun Punkte, jetzt haben wir immerhin zwölf", ist Trainer Christian Binder zufrieden, zugleich aber auch etwas enttäuscht, denn "es hätten auch 20 sein können." Binder verfolgt allerdings langfristige Ziele, möchte den gesamten Verein auf Vordermann bringen und legt dabei sein Augenmerk vor allem auf die Jugend.

 

Rang neun war und ist das Ziel

Viele Jahre lang gab die ASKÖ Ebensee das Schlusslicht der 2. Klasse Süd Oberösterreich ab, kämpfte dann sogar um die eigene Existenz. Nun steht der Verein wieder auf gesunden Beinen und hat mit Christian Binder einen Trainer gefunden, der etwas bewegt hat. Längst nimmt das Team keiner mehr auf die leichte Schulter, im Herbst konnte Ebensee sogar Herbstmeister ATSV Lenzing besiegen. "Wir hatten drei Top-Spiele, drei schlechte und beim Rest konnten wir gut dagegenhalten. Dass es dann nur zwölf Punkte geworden sind, lag an Ausfällen, die es eigentlich in jeder Runde gab, oder aber an Undiszipliniertheiten, die zu einigen Ausschlüssen und Sperren führten", weiß Binder, dass sein Team den letzten Rang in der Fairplay-Tabelle belegt. "Es ist aber ein Fortschritt zu sehen, das wird mir auch von den Zuschauern bestätigt, wir sind spielerisch stärker geworden. Es wäre schön gewesen, wenn wir Rang neun erreicht hätten, jetzt nehmen wir uns das für das Frühjahr vor. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre eine tolle Sache", sagt der Ebensee-Coach.

"Kleiner Haufen" um eine Person geschrumpft

Wie schnell der Fussball bedeutungslos werden kann, hat Binder aber erst kürzlich erfahren, als der langjährige Kantinier Jochen Hainzl im Alter von 62 Jahren verstarb. "Ich konnte es nicht fassen, denn er hat mich immer unterstützt seitdem ich hier war. Wir sind oft zusammengesessen und haben uns über die Mannschaft unterhalten. Es fällt mir wirklich schwer, wenn ich nach Ebensee anreise und er nicht mehr da ist. Das ist so ein toller kleiner Haufen, der zusammenhält, wenn da einer nicht mehr da ist, fällt das gleich schwer ins Gewicht", sagt Binder, der nicht daran denkt, den Verein in naher Zukunft zu verlassen. "Ich bin hierher gekommen, um zu helfen. Und solange ich Fortschritte sehe, werde ich auch bleiben."

Zusammenarbeit mit SV Ebensee gescheitert

Besonders wichtig ist Binder dabei die Entwicklung des eigenen Nachwuchses, aber auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen in der Umgebung. "Wir arbeiten bereits mit Traunkirchen und Neukirchen/Altmünster zusammen, was auch notwendig ist, denn die Nachwuchsspieler werden immer weniger. Kürzlich haben sich auch Verantwortliche der beiden Ebenseer Vereine mit dem Gemeinderat zusammengesetzt, um einen Versuch zu starten, eine gemeinsame U10 oder U13 zu starten. Leider ist das nicht zustande gekommen, da es beim SV Ebensee jemanden gibt, der sich querlegt, und das nicht zum ersten Mal", bedauert der ASKÖ-Coach, denn "mein Vorbild ist die SV Ried. Ich möchte auch mit wenigen Mitteln das Bestmögliche herausholen, und dabei die Spieler aus der Umgebung fördern. Das wäre mein Ziel."

 

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