UFC Riegerting: "Die aktuelle Situation ist für alle Vereine eine enorme finanzielle Herausforderung"

Der UFC Riegerting absolvierte eine solide Hinrunde und überwinterte als Vierter im oberen Tabellendrittel der 2. Klasse West. Die Huber-Elf wollte sich auch im Frühjahr anständig präsentieren und liebäugelte mit einem Mitmischen im Aufstiegskampf, aufgrund der Corona-Pandemie und des Abbruches der Saison müssen aber auch die Riegertinger unfreiwillig pausieren. Sportchef Norbert Stieglbauer nahm sich für Ligaportal Zeit für ein Interview und beantwortete aktuell interessante Fragen.

 

Herr Stieglbauer, in der vergangenen Woche hat das ÖFB-Präsidium beschlossen, die Saison mit sofortiger Wirkung zu beenden und nicht zu werten. Können Sie diese Entscheidung nachvollziehen oder hätten Sie eine andere Option gewählt?

"Da die Situation nicht planbar ist und niemand weiß, wann es wieder weitergeht, ist die Entscheidung nachvollziehbar. Auch wenn es für die Aufstiegsaspiranten, somit auch für uns, bitter ist, war der ÖFB-Beschluss alternativlos".

Haben Sie das Gefühl, dass der OÖFV die Vereine in der ungemein schwierigen Situation begleitet und unterstützt, oder lässt der Verband die Klubs im Regen stehen?

"Ich denke nicht, dass die Vereine im Regen stehen, denn meiner Ansicht nach hat der Verband rasch gehandelt und die Klubs entsprechend informiert. Aber ebenso wir eine Firma hat die Corona-Pandemie auch den OÖFV bzw. alle Menschen unvorbereitet getroffen, demnach ist es für alle nicht einfach, mit der außergewöhnlichen Situation umzugehen".".

Sind Sie der Meinung, dass die derzeitige Krise für den ÖFB der richtige Zeitpunkt wäre, seine Statuten zu durchforsten und sie der aktuellen Situation anzupassen – bzw. Strukturen zu ändern und realitätsnah zu gestalten?

"Ich glaube schon, dass der ÖFB diese Situation nutzen sollte, einiges zu überdenken und gegebenfalls zu rändern, um für mögliche künftige Szenarien gerüstet zu sein".

Wann glauben Sie, darf das Training wieder aufgenommen werden bzw. wann wird wieder um Meisterschaftspunkte gekämpft?

"Diese Frage kann heute wohl niemand beantworten. Nach einer langen Winterpause waren alle heiß auf die Rückrunde, demzufolge hoffen wir, dass es in absehbarer Zeit wieder losgeht. Ich bin zuversichtlich, dass das Training spätestens im Juli wieder aufgenommen und die neue Saison im Herbst gestartet werden kann".

Wird der Amateurfußball nach einer längeren Pause so sein, wie wir ihn kennen?

"Die aktuelle Situation ist für alle Vereine eine enorme finanzielle Herausforderung. Während gewisse Fixkosten weiterlaufen, fehlen seit geraumer Zeit jegliche Einnahmen. Aus diesem Grund ist zu befürchten, dass sich der Amateufußball nach einer langen Pause erheblich verändern wird. Was Sponsoren betrifft, ist unser Verein breit aufgestellt, weshalb wir keine Existenzangst verspüren".

Wie ist die aktuelle Situation in Ihrem Verein? Gibt es ein Trainingsprogramm, ist die Kaderplanung für die nächste Saison schon angelaufen bzw. gibt es bereits Veränderungen?

"Auch in Riegerting absolvieren die Spieler ein individuelles Heim-Programm und halten sich selbständig fit. Aufgrund der fehlenden Perspektive leidet jedoch zusehends die Motivation. Eine seriöse Kaderplanung ist derzeit nicht möglich, aber wir waren und sind kein Transfer-Kaiser, demnach wird sich der Kader auch in diesem Sommer nicht großartig verändern".

 

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