„Den meisten Druck macht man sich selbst!“ – Ottensheims Trainer Tomislav Proleta im Interview

Ein Herbst ohne einen einzigen vollen Erfolg, dazu satte neun Pleiten. Mit lediglich drei Punkten aus zwölf Partien schlitterte der Tabellennachzügler der Bezirksliga Nord TSV Ottensheim in die schlimmste Krise der jüngeren Vergangenheit. Aus eben jener will Coach Tomislav Proleta gestärkt herausgehen. Dazu muss sie aber erst einmal überstanden werden. Reflexion, Ursachenforschung und das ständige Hinterfragen des eingeschlagenen Weges sind hierfür unabdingbar. Ligaportal.at sprach mit dem Übungsleiter.

 

Ligaportal: Wo liegen die Gründe für diese bescheidene Hinserie?

Proleta: „Auch wir haben uns mehr erwartet als drei Punkte aus zwölf Spielen. Wir hatten mit ungünstigen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Schlüsselspieler waren lange verletzt. Im Sommer haben wir auf eine sehr junge Mannschaft gesetzt. Wir hatten durch die Ausfälle dann aber nicht die Breite im Kader. Zudem sind knappe Spiele gegen uns gelaufen. Oftmals haben wir späte Gegentore kassiert.“

Ligaportal: Der mangelnden Breite des Kaders versuchte man durch die Transfers von Stjepan Kovacevic, Dario Bjelobrk, Stefan Maslac und Dominik Ritzberger entgegenzuwirken. Was verspricht man sich von den Neuen?

Proleta: „Dadurch haben wir mehr Stabilität für die junge Mannschaft. Mit Dominik gab es im Sommer schon Gespräche. Das ist ein junger, sehr talentierter Spieler. Bei Stefan hat sich der Kontakt zufällig ergeben. Er hatte in Traun weniger Perspektiven. Stjepan und Dario sind zwei junge Spieler, die bei den Blau-Weiß Linz Amateuren waren. Der neue Trainer setzt dort aber eher auf arrivierte Akteure. Es ist ein Glück, dass wir die beiden bekommen haben. Das Ziel dieser Transferphase war, insbesondere der Abwehr mehr Stabilität zu verleihen. Das war unsere größte Baustelle.“

Ligaportal: Haben Sie während des schwierigen Herbstes Druck von der Vereinsführung verspürt?

Proleta: „Druck ist immer da. Den meisten macht man sich selbst. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird. Vor drei Jahren haben wir schon einen Umbruch eingeleitet und vermehrt auf junge, eigene Spieler gesetzt. Natürlich gibt es regelmäßig Gespräche mit der Vereinsführung, ob der Trainer weiterhin das Maximum aus der Mannschaft herausholt. Bislang waren diese Gespräche immer positiv. Die Vereinsführung steht zu 100% hinter der Arbeit und unserem Weg.“

Ligaportal: Wie verläuft das Heimtraining bei euch? Wie motiviert sind die Spieler noch?

Proleta: „Die Motivation war da. Mittlerweile ist es schwierig. Bislang haben wir immer versucht, das Programm so zu gestalten, dass die Motivation hoch bleibt. Zwei Mal in der Woche machen wir ein Online-Krafttraining. Die Laufeinheiten absolviert jeder individuell. Wir haben aber kein fixes Ziel, auf das wir hinarbeiten. In Sachen Belastungssteuerung ist das problematisch.“

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