Bezirksliga Süd

Lambach: 9:0 - Jeder Schuss ein Treffer

Mit nur einem einzigen Punkt aus den ersten drei Runden ist der SK Sparkasse Rot-Weiß Lambach denkbar schlecht in die Frühjahrssaison der Bezirksliga Süd gestartet. Im Heimspiel gegen die Union VAZ Mayr Sipbachzell schoss sich die Mannschaft von Trainer Heinz Pfaffenwimmer den Frust von der Seele. Nachdem Schiedsrichter Öfferlbauer das Spiel anpfiff, wurden rund 150 Besucher in den folgenden 90 Minuten Zeugen einer Partie der ganz besonderen Art.

Gäste klar überlegen
Die Gäste aus Sipbachzell, die ohne einige Stammspieler in den Stiftsort angereist waren, begannen trotz dieses Handicaps, recht forsch und setzen die Lambacher Abwehr ein ums andere Mal gehörig unter Druck. Mit dem langzeitverletzten Christoph Hautzinger und dem Gelb-Rot-gesperrten Jürgen Wiesinger fehlten auch den Stifts-Kickern wichtige Spieler. Sehr ambitioniert und zielstrebig wurden die Angriffsbemühungen der Gästeelf rund um Spielertrainer Thomas Rumpl auf das Lambacher Gehäuse vorgetragen. Die erste halbe Stunde des Spiels gehörte klar den Gästen. Das einzige Manko aus deren Sicht, es wurden klare Torchancen nicht verwertet.

Plötzlich führt Lambach 2:0
Und das sollte sich an diesem Tag bitter rächen. In der 30. Spielminute hielt der Lambacher Lukas Altenhofer mitten aufs Tor drauf und zur Verwunderung der Gästekicker und Zuschauer, zappelte sein Schuss im Netz. Die bis dahin mit Defensivaufgaben beschäftigten Hausherren führten plötzlich.  Dieses Tor dürfte der Weckruf für die Rot-Weißen gewesen sein. Die Pfaffenwimmer-Elf begann ab diesem Zeitpunkt nach vorne zu arbeiten und aus einer wunderschönen Aktion entstand nur drei Minuten später das 2:0: Der junge Manuel Zavaczki zog vom Sechzehner ab und sein Schuss landete unhaltbar für Gästegoalie Christian Huemer in dessen Kasten. Eine Führung, die bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht ganz dem Spielverlauf entsprach. Kurz vor der Pause noch eine Riesenchance der Sipbachzeller, die jedoch erneut vergeben wurde. So ging es mit einer glücklichen Führung der Lambacher in die Pause.

Ampelkarte für Thomas Rumpl
Es waren sechs Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, als Zavaczki abermals seine Visitenkarte beim Sipbachzeller Schlussmann abgab: Der Jung-Stürmer erkämpfte sich einen bereits verloren geglaubten Ball und drückte diesen zum 3:0 über die Linie. Vier Minuten später Freistoß für Lambach. Kapitän Mario Haider schnappte sich das Leder, legte sich das Spielgerät auf dem holprigen Rasen zurecht und schlenzte den Ball an Freund und Feind vorbei zum vielumjubelten 4:0 für die Paffenwimmer Elf ins Tor - jeder Schuss ein Treffer. Als nur Minuten später Sipbachzells  Thomas Rumpl den in den Strafraum eindringenden Zavaczki mit einem Foul von den Beinen holte, zeigte der Referee auf den Elfmeterpunkt und dem verdutzten Rumpl die gelbe Karte. Nachdem es für den Spielertrainer der Gäste bereits die Zweite im Spiel war, konnte er sich ab diesem Zeitpunkt das Spiel von außen ansehen. Was er aber da zu sehen bekam, war schon etwas grausam. Levente Kresz verwandelte den Strafstoß eiskalt zum 5:0.

Bei Sipbachzell brechen alle Dämme
Ab diesem Zeitpunkt brachen bei den Gästen alle Dämme. Lambach erspielte sich nun Chancen im Minutentakt und so kam es zu einem regelrechten Scheibenschießen. Die Heimischen erzielen aus einem Freistoß von Bernhard Quirimayr in der 67. Minute das 6:0. In Minute 75 erhöhte Kresz auf 7:0. Damit war aber immer noch nicht Schluss am Rot-Weiß-Platz in Lambach. Die Treffer acht und neun in der 87. und 90. Spielminute, steuerte Thomas Gasperlmair bei. Eine überaus bittere 0:9-Schlappe für die Gäste aus Sipbachzell, die zwar das erste Drittel des Spiels bestimmten, sich dann aber Tor um Tor einfingen und mit einer Klatsche nach Hause geschickt wurden. Nach dem holprigen Saisonstart fand der SK Lambach in überzeugender Manier wieder auf die Siegerstraße zurück und konnte zudem den Rückstand auf Tabellenführer Stadl-Paura auf nunmehr vier Punkte verringern.


Gilbert Fellner

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