Zuversicht in Schlierbach: "Bis auf das Punktekonto passt alles"

Im Vorjahr präsentierte sich die Union Schlierbach über weite Strecken von ihrer besten Seite und kam als Sechster ins Ziel. In der zweiten Saison nach dem Aufstieg in die Bezirksliga Süd zeigt der Pfeil seit geraumer Zeit jedoch in die falsche Richtung. Die Mannschaft von Trainer Haris Bukva, der seit letzten Sommer die Verantwortung trägt, sammelte in der Hinrunde lediglich zwölf Punkte und überwintert als Elfer in Abstiegsgefahr. "Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, da wir mit den vielen Eigenbauspielern bzw. ohne Verstärkungen an unsere Grenzen stoßen. Dennoch hätten wir geglaubt, im Herbst 15 bis 17 Zähler sammeln zu können. Es sind aber nur zwölf geworden, weshalb der Strich nicht weit entfernt ist. Auch wenn die Situation schwierig ist, passt - bis auf das Punktekonto - eigentlich alles", erklärt Sportchef Ewald Hollinger.

 

Heimschwäche und zu viele Gegentore

Die Union kam gut aus den Startblöcken, sammelte in den ersten fünf Runden immerhin acht Punkte und zog nur einmal den Kürzeren. Damit hatten die Schlierbacher ihr Pulver aber fast schon verschossen, standen in den übrigen acht Spielen einem Sieg gleich sechs Niederlagen gegenüber. "Wir sind gut gestartet, haben in der Folge aber zum Teil unglücklich agiert und hatten zudem mit Verletzungen zu kämpfen. Coach Bukva leistet ausgezeichnete Arbeit, kannte bei seinem Amtsantritt aber keinen einzigen Spieler. Wir sind von seinen Qualitäten überzeugt und geben ihm die Zeit, die er braucht", stärkt der Sportchef dem Trainer den Rücken. Die Bukva-Elf feierte zwei Auswärtssiege, zog in sieben Heimspielen aber nicht weniger als fünf Mal den Kürzeren. "Die einstige Heimstärke ist uns abhanden gekommen, müssen sie aber so rasch wie möglich wiederfinden, zumal im Frühjahr fast alle direkten Konkurrenten in Schlierbach zu Gast sind", weiß Ewald Hollinger. Während vier Mannschaften weniger Treffer bejubeln durften, kassierten lediglich zwei Teams mehr Gegentore. "Neben der Heimschwäche ist die fehlende Stabilität in der Defensive unsere zweite Baustelle. Wir wissen, was zu tun ist, und werden versuchen die Mängel auszumerzen", so Hollinger.

 

Ohne Verstärkung in die Rückrunde

Bis auf Marcel Gösweiner, der Ergänzungsspieler kehrt nach Pettenbach zurück, wird Coach Bukva beim Trainingsauftakt die "üblichen Verdächtigen" begrüßen können. "Trotz der prekären Tabellensituation bleiben wir unserer Philosophie treu, arbeiten weiterhin vorwiegend mit den eigenen Spielern und tätigen auch in diesem Winter keine Transfers", beobachtet der Sportchef das Geschehen am Transfermarkt lediglich als interessierter Beobachter. Am nächsten Dienstag wird in Schlierbach die Vorbereitung in Angriff genommen und am 27. Januar gegen Kremsmünster das erste Testspiel bestritten. "In der achtwöchigen Vorbereitung kann Trainer Bukva mit der Mannschaft intensiv arbeiten. Heuer steht kein Trainingslager auf dem Programm, dafür trainieren wir drei Mal wöchentlich am Kunstrasen in der Welser Huber Arena", spricht Josef Hollinger von einer langen und intensiven Aufbauzeit. 

 

"Müssen ähnlich gut starten wie im Herbst, dürfen dann aber nicht nachlassen"

Obwohl der "Strich" nur einen Punkt entfernt ist, sieht man in Schlierbach der entscheidenden Phase der Meisterschaft zuversichtlich entgegen. "Wir kennen die Baustellen und arbeiten daran, die Probleme zu beheben. Die Abstiegsgefahr ist uns bewusst, aufgrund der aktuellen Tabellensituation kann es aber auch rasch nach oben gehen. Zudem haben wir im Frühjahr die Chance, 39 Punkte zu sammeln. So viele werden wir nicht holen, aber 18 werden es vermutlich sein müssen, um die Klasse zu halten", so Hollinger. "Wir müssen ähnlich gut starten wie im Herbst., dürfen dann aber nicht nachlassen. Sollte uns das gelingen, werden wir zum einen den Ligaverbleib sichern, und zum anderen die jungen Spieler Erfahrung sammeln können".

 

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Günter Schlenkrich

 

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