"Für mich ist das ein Kasperltheater" - Union Buchkirchens sportlicher Leiter Michael Milich im Interview

Nicht nach Wunsch verlief die bisherige Herbstmeisterschaft in der Bezirksliga-Süd für die Union Buchkirchen. Insbesondere die Offensive ließ in dieser Spielzeit häufig vielversprechende Möglichkeiten ungenutzt, auch die hinterste Reihe der Union präsentierte sich des Öfteren alles andere wie sattelfest. Ein noch größeres Manko stellt allerdings die Auswärtsbilanz dar, konnte die Elf von Übungsleiter Thomas Stranzinger doch in allen sechs Partien in der Fremde keinen einzigen Zähler ergattern. Ein Abstiegsrang ist zudem nur einen Punkt entfernt. Umstände, die man in Buchkirchen im Frühjahr umgehend ins Positive ändern möchte. Ligaportal.at sprach nun mit dem sportlichen Leiter der Union, Michael Milich.

 

Ligaportal.at: Die Hinrunde der Meisterschaft verlief nicht optimal. Welches Fazit ziehen Sie?

Milich: „Mit der erreichten Punkteanzahl können wir nicht zufrieden sein. Da haben wir uns im Vorhinein schon mehr erhofft. Wir haben einfach viele Spiele unglücklich und sehr spät in der Nachspielzeit verloren, aber das ist Fußball. Unsere Fehler sind in dieser Saison oftmals eiskalt bestraft worden.“

Ligaportal.at: Wie ist man mit der doch ungewohnten Situation durch die Pandemie umgegangen?

Milich: „Nach dem Abbruch der Saison im März waren viele Spieler sehr enttäuscht. Dennoch haben sie in dieser Zeit dann die Aufgaben des Trainerteams super erfüllt und stets konsequent weiter an ihrer Fitness gearbeitet. Zum Saisonstart im Frühling waren dann alle Spieler in einem guten Zustand. Da hat es jedem auch wieder richtig Spaß gemacht, das kann man sich in einem Verein eigentlich nur wünschen. Auch die Maßnahmen wurden vorbildhaft von allen Beteiligten umgesetzt. Die Jungs sind beispielsweise in der Vorbereitung stets bereits umgezogen beim Training erschienen, auch im weiteren Verlauf haben wir immer beim Training vier Kabinen benützt, um einfach das Ansteckungsrisiko weitestgehend zu minimieren.“

Ligaportal.at: Konnten Sie den Abbruch des Fußball-Unterhauses Anfang November nachvollziehen?

Milich: „Für mich ist das alles ein Kasperltheater, auch von der Regierung. Sobald sich ein Fußballer körperlich nicht fit fühlt, trainiert und spielt er sowieso nicht. Dementsprechend sehe ich da auch keinerlei Gefahr für Ansteckungen, das Virus hat sich durch den Fußball bis auf seltenste Fälle nicht verbreitet. Ich habe den Abbruch sehr schade gefunden und befürchte auch, dass die Rückrunde auch nicht gespielt wird. Wenn das so weitergeht, werden viele Spieler die Fußballschuhe an den Nagel hängen. Aber man kann die Situation nicht ändern und muss sie so hinnehmen.“

Ligaportal.at: Haben Sie im Winter Handlungsbedarf für Transfers?

Milich: „Ja, wir werden sicher den einen oder anderen Akteur holen. Wir haben einfach auf vielen Positionen Mankos, die es im Frühjahr zu verbessern gilt. Auch die Kaderbreite soll vergrößert werden. Es werden zurzeit auch Gespräche geführt, die Situation ist aber äußerst schwierig. Nicht nur die Vereine, auch die Spieler, mit denen wir in Verbindung stehen, sind äußerst vorsichtig und wollen den weiteren Verlauf der Pandemie abwarten. Das ist zurzeit sehr schwierig.“

Ligaportal.at: Was sind die Ziele für die Frühjahrssaison, sofern auch gespielt werden kann?

Milich: „Das oberste Ziel wird sein in der Bezirksliga zu bleiben. Wir haben uns da in den letzten Jahren immer gut behauptet. Die jungen Spieler müssen auch langsam Verantwortung übernehmen und in neue Rollen schlüpfen. Die kleinen Fehler und Unkonzentriertheiten müssen auf alle Fälle abgestellt werden, dann ist sicherlich im Frühling noch vieles möglich.“

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