LT1- O.Ö. Ligist Union Elements Dorf/Pram schöpfte das Leistungspotential noch nicht voll aus!

Auch im „schwierigen“ zweiten Jahr für Aufsteigerinnen in der neuen Liga warteten die Innviertlerinnen in der höchsten Frauenspielklasse Oberösterreichs mit soliden Leistungen im Mittelfeld auf; LIGAPORTAL wollte vom scheidenden Headcoach Erich Zahrer wissen, wie er die abgelaufene Saison beurteilt:

Einige „Ausreißer“ in sportlicher und organisatorischer Hinsicht bescherte die Saison 2023/24 dem Team der U. Elements Dorf/Pram!

 

Ligaportal: Erich, inwieweit sind Deine Vorstellungen für Euer Abschneiden in der Meisterschaft in Erfüllung gegangen?

„Das zweite Jahr ist erfahrungsgemäß immer das herausforderndste. Insgesamt sind wir mit dieser Saison zufrieden. Natürlich gibt es noch Verbesserungspotenzial. Es gab Phasen, in denen wir sehr gut gespielt haben, aber leider auch Punkte liegen gelassen haben. Trotzdem hat die Mannschaft über die gesamte Saison hinweg eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt, worauf ich sehr stolz bin“.

Im Vorjahr seid Ihr als Liganeuling auf Platz 6 gelandet, heuer auf Rang 7, wäre mehr „drinnen“ gewesen?

„Wie bereits erwähnt, haben wir viele Spiele knapp oder unnötig verloren. Hätten wir in einigen dieser Spiele als Sieger den Platz verlassen, würde die Tabelle sicherlich anders aussehen. Dennoch ist die Mannschaft hochmotiviert für die neue Saison, und ich bin überzeugt, dass sie diese engen Spiele dann für sich entscheiden können“.

Was zählt zu Deinen schönsten Erinnerungen an diese Saison?

„Zu den schönsten Ereignissen gehören die ersten beiden Spiele der Saison: das Cupspiel gegen Union Weibern, das wir mit 10:0 gewonnen haben, und das erste Meisterschaftsspiel gegen Perg/Windhaag, das wir mit 5:3 für uns entscheiden konnten. In diesen Spielen haben die Mädels ihr volles Potenzial gezeigt, was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelte.

Auch das letzte Spiel der Saison gegen die SPG Ried/Antiesenhofen (2:2), das gleichzeitig mein Abschluss-Spiel war, bleibt mir in schöner Erinnerung. Die Mannschaft hat noch einmal ihren großartigen Kampfgeist bewiesen und gezeigt, dass sie jedem Gegner in der Liga Paroli bieten kann“.

Umgekehrt, worauf hättest Du gerne verzichtet?

„Diese Saison hatten wir leider viel bürokratischen Aufwand, den ich gerne vermieden hätte. Unser letztes Spiel der Herbstsaison gegen die SPG Ried/Antiesenhofen konnte aufgrund eines defekten Flutlichtmasten auf einem Platz mit nicht kommissioniertem Flutlicht nicht stattfinden. Der OÖ-Verband wertete das Spiel zu Recht mit 3:0 zu unseren Gunsten. Nach drei Monaten erfuhren wir jedoch, dass dagegen Einspruch erhoben und dieser vom OÖFV genehmigt wurde.

Aus unserer Sicht war dies völlig unverständlich, weshalb wir beim ÖFB dagegen Einspruch erhoben. Trotz des laufenden Verfahrens wurden wir vom OÖFV angewiesen, das Nachtragsspiel abzuhalten, was wir auch taten. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dieses Spiel unnötig war, da der ÖFB letztlich der Erstinstanz recht gab und das Spiel weiterhin strafverifiziert wurde“.

Den „Lokalrivalen“ SPG SV Guntamatic Ried / Antiesenhofen hättet Ihr beinahe aus ZAUNERGROUP Ladies geworfen, zählt dieses Spiel auch dazu?

„Natürlich ist es bitter so ein Spiel noch zu verlieren, wir führten bereits mit 3:0, aber aus Fehlern lernt man und ich bin mir sicher, beim nächsten Mal schauts anders aus“.

Kapitänin Julia Dürnberger hat mit 10 Volltreffern beinahe die Hälfte Eurer Meisterschaftstore erzielt, fehlt ihr nur ein „Pendant“, dass Ihr auf dem Podest landet?

„Julia ist eine hervorragende Spielerin und ein sehr wichtiger Teil unseres Erfolges. Aber jede gute Goalgetterin benötigt eine gute Mannschaft hinter sich, die sie mit Bällen versorgt. Und das ist bei uns der Fall. In Dorf kämpft Jede für Jede und dass macht diese Mannschaft so besonders“.

Auch im Pokal steuerte die Edelfußballerin 8 Tore bei, bleibt sie Euch in der nächsten Saison erhalten?

„Davon gehe ich aus. Ich selbst habe meine Trainerkarriere ja, wie vorher bereits erwähnt, mit Sommer beendet und werde die Mädels nun von der Tribüne aus unterstützten“.

Seid Ihr von schweren Verletzungen verschont geblieben?

„Leider nein. Im Laufe des Jahres hatten wir immer wieder verletzte Spielerinnen, was zu ständigen Umstellungen in der Startelf und im Kader führte. Trotz dieser kontinuierlichen Veränderungen hat die Mannschaft die Saison positiv abgeschlossen und die Klasse gehalten, was die hohe Qualität und den starken Zusammenhalt des Teams unterstreicht“.

Bleibt der gesamte Kader unverändert oder stehen umfangreichere Zugänge oder Abgänge bevor?

„Soweit mir bekannt ist, legt Marlene Zellinger gesundheitsbedingt eine Pause ein und Carmen Ennser ist aus Studiengründen nach Wien gewechselt.

Meine Tochter Sophia hat sich im Spiel gegen Nebelberg leider das Kreuzband gerissen und fällt somit auch für die Herbstsaison sicher einmal aus“.

Wie ist es um Euren Nachwuchs bestellt?

„Wir legen großen Wert darauf, junge Talente zu entdecken und zu fördern. Dass viele junge Spielerinnen bereits in der Startelf stehen durften, spricht für sich. Der Verein bemüht sich generell, die Mädchen gut im Jugendfußball zu integrieren, um so hoffentlich zukünftige Spielerinnen für die Damenmannschaft auszubilden. Im Hintergrund arbeitet da ein ganz besonders GUTES TEAM (betont es ausdrüklich), damit es so bleibt“.

Das Erreichen des Finales im O.Ö. Ladies Cups 2023 im war ein echtes „highlight“ für Headcoach Erich Zahrer (beide Fotos: Willi Grinninger, kickerin.at)

 

Lieber Erich! Für die exzellente Zusammenarbeit möchte ich mich herzlich bedanken und Dir für die Fußball-Pension (?) alles Gute wünschen, als „Edel“- Fan bleibst Du „Deinem“ Team ja erhalten!

Helmut Pichler

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