SMS Steyr fightet nach Verletzungspech um Platz 7 beim UNIQA-Bundesfinale

Nicht gerade vom Spielglück verwöhnt waren die Mädels der SMS Steyr am Montag bei ihrer „Premiere“ beim Bundesfinale der UNIQA-Mädchenfußball-Liga in Deutschlandsberg/Schwanberg. Nach drei Niederlagen mit sukzessiver Steigerung der Verletzungen bewiesen die Schützlinge von Trainer Clemens Seyr aber hohe Moral und feierten zum Abschluss einen 6:0 (3:0)-Kantersieg gegen die NMS Schwanberg und holten sich mit Rang vier in Gruppe B noch die Qualifikation für das morgige Spiel um Platz sieben überraschend gegen den entthronten Titelverteidiger BRG Polgarstraße Wien.

 

Satteins gegenüber dem Vorjahr nicht mehr wiederzuerkennen


Im ersten Spiel startete Satteins (Vorarlberg) gegen die SMS Steyr wie aus der Pistole geschossen. 1:0 nach drei Minuten, nach weiteren zwei Minuten konnten die Oberösterreicherinnen eine Ausgleichschance nicht nützen, so ging es Schlag auf Schlag, 0:2, 0:3 zur Pause. Im Vorjahr waren die jungen Fußballerinnen aus dem „Ländle“ noch auf Platz neun gelandet, heuer sind sie offenbar willens, Rang drei aus 2017 zumindest einstellen zu wollen.


Ausfall der Stütze Reininger


Nach der Pause erhöhten die „Leistungspendler“ sogar auf 5:0, ehe Helena Reininger völlig überflüssig durch einen derben Tritt einer Gegnerin am Knöchel verletzt wurde. Elisa Vorhauer scorte den Ehrentreffer zum 1:5, der Endstand lautete 1:7, Satteins hatte sich reif  für die letzten Vier präsentiert. 

Probleme  mit der Torhüterin


Im zweiten Spiel ging das Gymnasium Neusiedl mit 2:0 in Führung, Standard-Torhüterin Marlene Baumberger musste durch eine Feldspielerin ersetzt werden, Reininger stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Vorauer markierte nach dem Pausenstand von 0:2 das 1:2, allerdings gewannen die Burgenländerinnen schließlich mit 3:1. „Vorauer war meist in der Defensive beschäftigt und fehlte dann unserem Angriffsspiel“, klärte Trainer Seyr auf, der seiner Mannschaft aber zu recht Kampfgeist bis zum Schluss attestierte. Gegen das "Fritz Strobl Schulzentrum" Spittal/Drau (Kärnten) fighteten seine Mädels trotz 0:3 zur Pause unverdrossen weiter und drängten vehement auf den Anschlusstreffer, der nicht und nicht gelingen wolte. So endete  auch diese Spiel mit einer herben 0:5-Niederlage.

Geduld und vorbildliche Einstellung werden belohnt

Im letzten Gruppenspiel gingen die Oberösterreicherinnen gegen die NMS Schwanberg in Führung, womit sichtlich ein abermaliger Ruck durch das Team ging. Die Steirerinnen konnten nach einem Eigentor den 1:0-Vorsprung Steyrs nicht mehr verhindern. Elena Mayr erhöhte auf 2:0, ehe Vorauer mit einem Dreierpack den Spielstand auf 5:0 schraubte.


Schönster Treffer des Tages


Schließlich setzt sich im Finish wieder einmal Vorauer mit einem Flankenlauf bestens in Szene, ihre präzise Hereingabe verwandelte Elena Mayr mit einem Kopfball in die Kreuzecke zum schönsten Treffer des Tages nach einer Musterkombination. Wieder musste eine Spielerin der Siegerinnen wahrscheinlich mit Knöchel-Läsion ausscheiden: Steffi Fuxjäger musste zur Abklärung ins Krankenhaus abtransportiert werden, Alles Gute auf diesem Weg! „Wenn man alle Umstände berücksichtig, haben wir uns  trotzdem ganz wacker geschlagen“, resümierte Coach Seyr, „hoffentlich sind die Verletzungen nicht so arg, wie befürchtet. Die Mädels haben alles gegeben, unsere Gruppe war zusätzlich sehr stark  besetzt". 


Am Dienstag winkt als "Belohnung" ein Spiel mit Seltenheitswert

Nimmermüder Kampfgeist, ein sehenswerter Team-Spirit haben den letzten Gruppenplatz verhindert und ermöglicht, dass jetzt im Spiel um Platz sieben der siebenfache Bundessieger Polgarstraße Wien auf die SMS Steyr trfft, „ist eine der größten Sensationen, haben die Wienerinnen doch seit Einführung der UNIQA-Mädchenliga (2008) bisher jedes Jahr mindestens das Halbfinale erreicht und auch gestern in Gesprächen noch großen Optimismus ausgestrahlt“, ist der Trainer  vom heutigen (bescheidenen) vierten Gruppenrang des Titelverteidigers total überrascht und freut sich mit seiner Mannschaft auf das Spiel gegen den haushohen Favoriten, „in dem wir als toaler Außenseiter wirklich nichts verlieren können“. Vielleicht könnte eine dementsprechend  massierte Abwehr die erfolgsverwöhnte Mannschaft ein wenig verunsichern......, aber selbst der höchste Sieg bringt den Rekordsiegerinnen "nur" Platz sieben ein. 

 

Torjägerin Elisa Vorauer (2. von rechts) markierte nicht nur fünf Tore, sondern organisierte zwischendurch auch noch die Abwehr (Foto: UNIQA-facebook) 

 

Helmut Pichler 

 

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