Aufsteigerinnen aus Peuerbach visieren Rang 5 an

Als Vizemeister beendete die Frauenelf Peuerbachs im vergangenen Sommer die Meisterschaft der Frauenklasse Süd-West, wurde aber vom OÖFV im Zuge der Neu-Ordnung der O.Ö. Liga und der Landesliga eben der zweithöchsten Spielklasse Oberösterreichs zugeteilt. Im dichten Mittelfeld der Landesliga platzierten sich die Schützlinge von Cheftrainer Helmut Moser mit 14 Punkten auf Platz acht. Ligaportal holte die Stellungnahme des erfolgreiches Coaches zur aktuellen Situation seiner Mannschaft ein.

 

Helmut, wie beurteilst Du Euer Abschneiden im Herbst?


"Durchaus positiv, weil wir ja eher unfreiwillig die Klassenzugehörigkeit gewechselt haben und mit einer jungen Mannschaft gestartet sind".


Hätten Eure Talente noch mehr Zeit zur Reife benötigt?


"Für die Entwicklung ist eine längere Vorbereitungszeit auf die höhere Liga sicher kein Nachteil, das haben wir auch im Vorfeld im Vorjahr intern mit Sektionsleiterin Weinmann diskutiert, aber persönlich bin ich der Meinung, es ist besser, sich der Herausforderung zu stellen. Gegen stärkere Mannschaften kann man nur bestehen, wenn man eine komplette Mannschaftsleistung erbringt, in der unteren Spielklasse reichen möglicherweise zwei, drei herausragende Spielerinnen, um hoch zu gewinnen. Das fördert aber auch den Egoismus, was nicht im Sinne des Mannschaftssportes ist".


Wie groß ist Dein Kader, woher und warum kommen die Talente zu Euch?


"Derzeit kann ich bei einem Kader von 26 bis 28 Aktiven aus dem Vollen schöpfen, die Spielerinnen kommen größtenteils durch „Mundpropaganda“ zu uns und stammen aus unseren Nachbarorten Natternbach, Neukirchen, St. Ägidi, St. Agatha, Waizenkirchen usw. Im April kann ich ein weiteres großes Talent einsetzen, weil es die Altersgrenze von 14 Jahren erreicht hat, zwei weitere werden später folgen".

Inwieweit unterscheidet sich für Dich die Landesliga von der Frauenklasse?


"Natürlich im Tempo und im Spielniveau, beim körperbetonten Spiel stelle ich keine übertriebene Härte fest. Für mich sind Attacken von hinten genauso wenig tolerierbar wie bei den Männern, aber gesunde Härte im Zweikampfverhalten gehört zum Fußball".

 

Eure beste Torschützin Eva Kristin Dornetshuemer hat im Herbst neun Mal getroffen?


"Ja, Eva ist bei uns eine große Stütze, wir wünschen uns alle, dass ihre Treffsicherheit im Frühjahr nicht nachlässt".

Welche Resultate täuschen eigentlich über den Spielverlauf hinweg?


"Gegen den LSC Linz verloren wir auswärts als bessere Mannschaft mit 1:2, umgekehrt konnten wir drei Punkte beim 2:1- Auswärtssieg bei Dionysen/Traun holen, obwohl wir nur zwei Torchancen vorfanden und die Gastgeberinnen dominierten."


Musstet Ihr im Herbst schwere Verletzungen hinnehmen?


"Ja, schon In einem Aufbauspiel gegen Taufkirchen/Pram verletzte sich Johanna Weinmann schwer mit Kreuzbandriss, Meniskus-und Schienbeinkopf-Läsion, auch im Spiel gegen Windischgarsten wurde bei einer Spielerin eine Hüftverletzung wieder akut".


Habt Ihr an einem Hallenturnier teilgenommen?


"Einige begeisterte Hallen-Spielerinnen haben sich auf freiwilliger Basis zu einem „Rumpfteam“ zusammengefunden und sind in Altheim beim Turnier der Union Aspach/Wildenau angetreten. Dabei wurde unsere Julia (Lehner)  als „beste Torhüterin“ ausgezeichnet, sie hat sich trotz ihrer Jugend auch in der Meisterschaft schon zu einer ganz großen Stütze entwickelt".


Wie verlief Eure Vorbereitung, gab es ein Trainingslager?


"Nein, ein Camp halten wir nur im Zwei-Jahres-Rhythmus ab, im Vorjahr fand es großen Anklang. Heuer trainierten wir drei Mal in der Woche und absolvierten wöchentlich ein Testspiel, darunter gegen Weibern (2:2), Neuhofen /Krems (2:4) und Taufkirchen/Pram (0:3), da waren wir allerdings sehr stark dezimiert".


Euren Frühjahrsauftakt bestreitet Ihr am kommenden Samstag gegen Pettenbach?


"Wir starten um 14 Uhr daheim in der Sparkasse-Arena und ich hoffe auf einen Sieg. Mit meinem Trainerkollegen Florian Rauch (Pettenbach) bin ich mir aber völlig einig, dass es ein enges Spiel wird".


Deine Ziele für die Frühjahrsmeisterschaft?


"Ich möchte gerne mit dem Team um ein, zwei Plätze nach vorne rücken, meine absolute  Wunschplatzierung wäre der fünfte Rang, von diesem Platz trennen uns im Moment nur derei Punkte!"


Danke für das ausführliche Gespräch und noch viel Erfolg in Eurem "Premieren-Jahr!" 

Überraschten positiv nach ihrem Einstieg in die Landesliga: die spielfreudigen Mädels aus Peuerbach (Foto: Verein) 

 

Helmut Pichler 

 

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