Meister ASKÖ Vorchdorf gelang der „Doppelpack“!

Nach 2018 sicherte sich die Frauenmannschaft des ASKÖ Vorchdorf im Oktober zum zweiten Mal den Meistertitel in der Mädchen-Hobby-Liga (MHL) Süd. „Ligaportal“ ließ sich von „Allrounderin“ Janine Kofler die Entwicklung des Teams skizzieren und wollte auch erfahren, ob ihr Team in den Meisterschaftsbetrieb des OÖFV einsteigen möchte:

 

Janine, herzliche Gratulation zum neuerlichen Meistertitel nach 1 Jahr Unterbrechung, welcher Titel ist wertvoller?

Kofler: „Sicher der aktuelle, denn wir haben sehr intensiv dafür trainiert, hart dafür gearbeitet und uns schließlich dafür belohnt. Mit der Torschützenkönigin Lisa Steiner (10 Tore) stellen wir auch noch die Torschützenkönigin, haben also beide großen Pokale erobert“.

Was war heuer Euer schwerstes Spiel?

„Trotz des tollen 5:2- Auswärts-Sieges bei U. Elements Dorf/Pram 1b, bei unserem schärfsten Rivalen um den Gruppensieg, das 3:0 im Endspiel in Vorchdorf gegen Union Kremsmünster. Die Nervosität stieg schon Tage vorher bei uns, außerdem verfolgten zahlreiche Fans und ZuschauerInnen das spannende Finale, eine Stimmung wie sonst bei der Männer- Kampfmannschaft. Bei den Gästen wirkten 5 Spielerinnen der Landesliga-Kampfmannschaft mit, aber das ist durch das Reglement gedeckt, es lagen auch noch Sondergenehmigungen vor. Umso wertvoller ist dieser Sieg für uns, den wir durch 2 Treffer von Lisa Steiner und 1 Tor von Bianca Ohler errangen“.

Wer hat Eure Mannschaft wann gegründet?

3 Mädels, die zuvor in gemischten Burschenmannschaften gespielt haben, sind mit Trainer Baris Demir auf die Idee gekommen, noch weitere „Mitstreiterinnen“ zu suchen und ein neues Team zu bilden. Hauptsächlich wurden dann Freundschaftsspiele ausgetragen, in die Mädchen-Hobbyliga, die 2016 installiert wurde, sind wir erst 2017 eingestiegen“.

Woraus setzt sich Euer Kader hauptsächlich zusammen, welcher „Altersbogen“ ist gespannt?

„Eine bunte Schar mit Schülerinnen, Studentinnen, Lehrlingen und Berufstätigen von 14-27 Jahren,

der immer hochmotiviert an die Herausforderungen herangeht. 2 Mal wöchentlich wird trainiert und unter Trainer Peter König ist die Zahl der Teilnehmerinnen auf bis zu 15 Spielerinnen hochgeschnellt“.

Gibt es auch „Konkurrenz“ für den Fußball in der Freizeit bei den Mädchen und Frauen?

„Ja, wir haben in Vorchdorf ein reges Vereinsleben, Feuerwehr, Schützenverein, Tennis,…. usw.

Wie würdest Du Trainer Peter König und seinen Co charakterisieren?

„Extrem motiviert, an unserer hervorragenden Entwicklung im letzten Jahr ist er ganz besonders beteiligt. Für uns einfach ein idealer Coach. Schon lange vor Trainingsbeginn trifft er seine Vorbereitungen, empfängt uns dann mit einem strahlenden Lächeln und wird von Co-Trainer Ivan Michalik, dem „Ruhepol“, ideal ergänzt“.

Du bist selbst Pädagogin, Spielerin, hast Du auch als Trainerin gearbeitet?

„Ich bin an der Volksschule Vorchdorf tätig, habe auch eine Integrationsklasse, bin auch in der Freizeit für die SchülerInnen da. Früher habe ich die U 5 und U 6 Bambini trainiert, macht jetzt Lisa Hutterer,  und als Spielerin war ich bis Herbst 2016  beim damaligen SC Schwanenstadt engagiert“.

Worin liegt die besondere Stärke Eurer Mannschaft?

„Im Zusammenhalt und im Teamgeist, mit dem wir nach dem Meistertitel 2018 auch eine „trainerlose“ Zeit überwunden haben. Da wurden wir selbst aktiv, um das Training zu gestalten. Privat unternehmen wir ebenfalls sehr viel gemeinsam, das schweißt zusammen. Im sportlichen Bereich ragen noch Torjägerin Lisa Steiner und Torhüterin Vanessa Hüll heraus, die defensiv ein großer Rückhalt für uns ist“.

Im Spiel können in der MHL ja nur 8 Feldspielerinnen und 1 Torfrau eingesetzt werden?

„Da es die Möglichkeit des Rücktausches gibt und sogar Blockwechsel möglich wären, gibt es ausreichend Optionen, um möglichst den ganzen Kader einzusetzen zu können. So waren einmal in einem Spiel 18 Mädels bei uns aktiv“.

Wie steht es um die Unterstützung vom Männer Verein?

„Gerade auch durch Trainer Peter König ist unser Standing im Verein im letzten Jahr enorm angehoben worden, erst kürzlich hat uns Obmann Thomas Götschhofer mit 20 neuen Bällen überrascht. Und natürlich werden wir vom „harten Kern“ unserer Fans „gepusht“, die keine noch so schlechte Witterung von Besuch unserer Spiele, egal ob daheim oder auswärts, abhalten kann“.

Überlegt die ASKÖ Vorchdorf, in absehbarer Zeit mit den Frauen in die Meisterschaft einzusteigen?

„Der Wunsch ist vorhanden, wir wollten, schon im Frühjahr 2021 Meisterschaft spielen, aber nach Gesprächen mit dem Verband ist es nach den Statuten des ÖFB und des OÖFV nicht möglich, in eine laufende Meisterschaft einzusteigen. Deshalb werden wir, wenn dies ebenfalls möglich ist, wahrscheinlich im Frühjahr noch MHL spielen und dann ernsthafte Überlegungen Richtung Meisterschafts- Betrieb anstellen, ob es überhaupt möglich ist, weil vieles zu bedenken ist.“

Inwieweit hat Euch das Corona-Virus im heurigen Jahr fußballerisch behindert?

„Wir hatten schon für das Frühjahr 3 Freundschaftsspiele vereinbart, mussten sie dann absagen, haben uns aber privat mit Work-out, Laufen usw. jede für sich fit gehalten und sich auch intensiv im Kontakt geblieben“.

Was sind Deine und Eure größten Wünsche für die Zukunft?

„Wieder Meisterschaft spielen zu können, wäre für mich schon sehr erstrebenswert, nachdem ich noch als "Küken"  beim Meistertitel 2011/12 in der Mannschaft des SC Schwanenstadt stand. Vor allem aber wünsche ich mir für uns alle in erster Linie bestmögliche Gesundheit!“

 

 

"Doppelmeister" Vorchdorf mit:

Reihe hinten: Co-Trainer Ivan, Anna Sattler, Verena Ablinger, Lena Weber, Ella Leiss, Janine Kofler, Lisa Mittendorfer, Laura Ohler, Vici Huber, Trainer Peter König. Reihe vorne: Bianca Ohler, Leonie Rauch, Iva Praschma, Cathi Hillinger, Lisa Hutterer, Lisa Steiner, Lea Eckhardt, Anna Trcka. Ganz vorne:Vanessa Hüll (Foto: ASKÖ Vorchdorf)

 

Danke für das ausführliche Gespräch und Alles Gute!

 

Dr. Helmut Pichler

 

 

 

 

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