„Zu brave“ Elf der SPG Aschach/St. Ulrich landet unter den ersten Drei“!

In der Meisterschaft der LT1- O.Ö.-Liga reichte es für den Tabellen-Letzten trotz phasenweiser starker Leistungen noch nicht zum Punktegewinn, das ist für das Frühjahr geplant, aber in der Wertung zum Fairness-Preis landeten die Schützlinge von Cheftrainer Christian Nietrost weit vorne. Mit nur 3 „gelben“ Karten teilt sich die Spielgemeinschaft ex aequo mit Krenglbach, Nebelberg und SV Högl Taufkirchen Platz 2 hinter der SPG Schweinbach/Hagenberg und St. Oswald/Fr. (je 2). Ligaportal wollte von Nietrost wissen, wie es zu seinem Engagement im Sommer kam, ob es Gedanken an einen freiwilligen Abstieg gab und warum er trotz des Rückstandes von der Qualität seines Kaders überzeugt ist:

Christian, warum hast Du im heurigen Sommer das Szepter bei der Spielgemeinschaft übernommen?

Nietrost:„Es gibt eine längere Vorgeschichte: schon ab der Saison 2018/19 war ich jeweils Co- Trainer, die Engagements von 2 Haupt-Trainern erwies sich nicht als längerfristig und zielführend , sodass ich der neuerlichen mühsamen Trainer/Innnen-Suche ein Ende setzen wollte und selbst übernahm. Als Obmann-Stellvertreter ist mir auch das Gedeihen der Frauenmannschaft sehr wichtig“.

Von wem wirst Du dabei maßgeblich unterstützt?

"In erster Linie natürlich von der Co-Trainerin Miriam Froschauer und vom Torhüterinnen-Trainer Daniel Colognat ".

Im Nachhinein betrachtet, war es richtig, im Herbst 2018 von der Landesliga in die höchste oö Spielklasse umzusteigen?

„Es war sicherlich riskant, aber eine ganz große Chance, also: ja. Damals gab es mannschaftsintern eine Abstimmung und die Mädels haben mit großer Mehrheit zugestimmt, das Angebot anzunehmen. Es ist bedeutend schwieriger, den Meistertitel zu schaffen, um aufzusteigen, dazu muss wirklich alles passen. Im Gegensatz dazu kann sich eine Mannschaft auch mit eher durchschnittlichen Leistungen den Klassenerhalt sichern".

Dazu kam die Spielgemeinschaft von Aschach/Steyr mit St. Ulrich?

"Hat sich nach anfänglicher „Eingewöhnungsphase“ und verständlicher Skepsis sehr gut bewährt, allein die größeren Ressourcen, dazu auch mehr ZuschauerInnen, weil aus 2 Orten, sprechen eindeutig dafür".

Dein Resümee aus der Herbstmeisterschaft, ohne die fehlende letzte Runde?

„Vor dem Beginn 2020/21 wollten wir eigentlich in die Landesliga zurückkehren, weil aber die abgebrochene Meisterschaft gestrichen wurde, gab es keinen Absteiger, womit wir uns mit neuerlich mit „Lehrgeld“ und „Erfahrung sammeln“ abfinden, weil ja ringsum die Ligakonkurrenten dementsprechend aufrüsteten und nicht zuletzt auch während der Corona-Phase auch bei uns zu „fischen“ versuchten. Wir haben da hinsichtlich Verstärkungen nicht mitgemacht. Dann ist auch zu berücksichtigen, dass unser „Altersschnitt“ 20,1 Jahre beträgt. Da fehlt noch viel Routine. Ich habe deshalb in jedem Spiel wenigstens eine unserer ganz Jungen mit 14,15 Jahren schon in der Grundaufstellung berücksichtigt, um hier früh Weichen zu stellen.

Zu Deiner eigentlichen Frage zurück: In 2 Spielen hätten wir gewinnen können, ja müssen, haben oft bis zur Pause ein torloses Remis gehalten oder lagen knapp zurück. Dann,… siehe „Routine“. Manche guten Leistungen finden eben nicht ihren Niederschlag im Resultat, und es gibt auch erfreuliche „Kleinigkeiten“, Z.B. haben wir uns beim 1:8 gegen die SPV Kematen Piberbach/Rohr-Neuhofen und dem 2:9 in Krenglbach über unsere erzielten Treffer gefreut, weil sie gegen die 2 führenden Mannschaften glückten“.

Du bist nach wie vor überzeugt, dass diese Mannschaft noch sehr steigerungsfähig ist?

„Ja, ich sehe sehr viel Potential, das gilt es mit Geduld auszuloten, wir coachen gemeinsam ein super Team, das nur noch einige Zeit braucht

Da ist noch viel drinnen und herauszuholen.“

Muss man nicht auch Euren Aderlass an Leistungsträgerinnen in den letzten Jahren bei der Beurteilung bedenken?

„Ja, mit Romana Bergmayr, den Klauser-Schwestern, Alexandra Holzer usw. haben wir schon echte Stützen verloren, aber wie gesagt, wir schauen nach vorne und setzen auf die Jugend“.

Ihr seid in 9 Meisterschaftsspielen mit nur 3 „Gelben“ ausgekommen, obwohl Ihr um jeden Punkt kämpft, steht Fairness über allen Wettkampfbemühungen?

„Dass sie grobe Attacken auf jeden Fall meiden sollen, wissen meine Spielerinnen, aber ehrlich: manchmal kommen sie mir zu „brav“ vor, das muss nicht immer von Vorteil sein. Die eine oder andere „taktische“ Unterbrechung der gegnerischen Angriffe wäre manchmal einfach erforderlich“.

Wie steht es um die Unterstützung durch Eure Fans?

„Auch wenn sie noch keine Punkte bejubeln konnten, unsere Zuschauerinnen beklatschen auch gelungene Aktionen ohne Torerfolg und sind ein großer Rückhalt. Die Zahl steigt ständig, das hängt eben auch damit zusammen, dass sich in beiden Orten immer größeres Interesse am Frauenfußball zeigt. Jetzt kommen nicht nur die Eltern und die Verwandtschaft, auch andere Fans sind dabei und die früheren „Geisterspiele“ gehören der Vergangenheit an. Diese „Kulisse“ ist eine enorme Motivationsquelle für die Mannschaft“.

Welches „Standing“ hat das Frauenteam im Verein?

„Unser Zusammenhalt ist groß, beginnend vom Vorstand bis zum letzten Mitarbeiter. Das Frauenteam wird gefördert und nicht nur „geduldet“, die Mädels genießen Wertschätzung und Anerkennung“.

Deine und Eure Ziele und Wünsche für Frühjahr?

„Maximal 6 Punkte nehme ich mir vor, es kann aber auch 1 Sieg und 1 Remis sein (lacht),  Hauptsache: erstmals punkten. Außerdem wollen wir auch wieder mit einem 1 b- Team an der Mädchen-Hobby-Liga teilnehmen, wo wir zuletzt pausiert haben. Mein oberster Wunsch: dass im Frühjahr hoffentlich wieder alle bei bester Gesundheit dabei sind“.

Danke für das  Interview , beste Gesundheit für alle und alles Gute für Eure sportlichen Pläne!

 

 Wollen im Frühjahr unbedingt „anschreiben“: die ehrgeizigen Mädels der SPG Aschach/St. Ulrich (Foto: Verein)

 

Dr. Helmut Pichler

 

 

 

 

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