Union Weibern gibt sich mit dem "letzten" Podestplatz nicht zufrieden!

In der Frauenklasse Süd/West landete Union Weibern auf dem Podest und zeigte sich damit gegenüber der Vor-Halb-Saison wesentlich verbessert. Trotzdem will Headcoach Michael Detzlhofer die Defensive weiter stabilisieren, dabei die Offensiv-Qualitäten beibehalten und damit den „Vizemeister“-Titel anpeilen, wie er im Interview mit dem „Ligaportal“ verrät:

 

Herr Detzlhofer, wie fällt Ihre Bilanz über die Herbst-Saison 2020 aus?

„Wir beenden die Herbstsaison auf dem 3. Platz und können mit einigen Dingen zufrieden sein.Die Mannschaft hat den nächsten Entwicklungsschritt spielerisch sowie systemtechnisch gemacht. Wir wollten spielerische Lösungen mit einem neuen System finden, um Spiele zu gewinnen, das ist uns bereits zum Teil gelungen. Wir haben jedoch noch einiges vor, wollen unsere Qualitäten im Frühjahr noch mehr auf den Platz bringen, um unter die Top 2 zu kommen“.

Gab es „ärgerliche“ Punkteverluste, die so gar nicht dem Spielverlauf entsprachen?

„Ich denke, so etwas wird es im Fußball immer geben, aber ich sehe das als eine Lernkurve für die Mannschaft. Natürlich ist es bitter, wenn man spielbestimmend ist und gegen die Soccer Ladies Haid die Chance auf einen Sieg hat und gegen Münzkirchen mindestens ein Remis bzw. einen Sieg verdient hätte, tatsächlich jedoch verliert. Speziell diese beiden möglichen Siege hätten uns an das Top Duo herangebracht. Aber aus solchen Niederlagen lernt man und ich bin der festen Überzeugung, dass wir solche Spiele im Frühjahr zu unseren Gunsten entscheiden werden“.

War bei den beiden deutlichen Niederlagen gegen Lochen und Hochburg/Ach zu viel Respekt Ihrer Schützlinge vor dem Führungs-Duo im Spiel?

„Im ersten Spiel gegen Lochen war das meiner Meinung nach der Fall. Lochen hat eine sehr starke Truppe, die speziell defensiv sehr gut agiert. Lochen ging bald mit 2:0 in Führung, wir verpassten es leider, mit einem Elfmeter den Anschluss zu finden. Die Niederlage gegen Lochen war dann in dieser Höhe summa summarum auch verdient. Gegen Hochburg/Ach fanden wir in der ersten Halbzeit leider überhaupt nicht ins Spiel. So wollten wir das letzte Spiel nicht abschließen, sammelten uns in der Halbzeit und dominierten dann die zweite Halbzeit. Diese Spielhälfte bleibt uns in Erinnerung und wir beginnen im Frühjahr mit dieser positiven Einstellung die Jagd auf die Top 2“.

Kenner der Liga versichern mir immer wieder: Weibern spielen den technisch besten Fußball der Klasse: „verschont“ Ihre Elf die Gegnerinnen zu sehr?

„Verschonen“ würde ich es nicht nennen, wir bringen derzeit einfach noch nicht die 120 % auf den Platz, die wir uns Spiel für Spiel vornehmen. Weiters haben wir es uns in der Hinrunde durch unglückliche Gegentreffer selbst sehr schwer gemacht. Durch die „Babypause“ von Marlene Mai, einer wichtigen, routinierten Stütze in der Verteidigung mussten wir fast die gesamte Defensive umbauen, was natürlich einiger Zeit bedarf und nicht auf Anhieb funktionieren kann. Wir werden den Fokus in der Vorbereitung auf die Defensive und auf ein noch schnelleres Umschaltspiel in die Spitze legen, um eine gute Balance in unserem System zu finden“.

War der Cup- „Ausrutscher“ in Lembach auf den berühmten „schlechten Tag“, einen unnötigen „Ausrutscher“, einen „Selbst-Faller“ oder zu starken Gegnerinnen zurückzuführen?

 „Also vorerst einmal ein Kompliment an Union Lembach, die mit einer so jungen Truppe bereits einen guten Fußball spielen. Trotzdem würde ich dieses Spiel als „Ausrutscher“ bezeichnen. Wir waren im gesamten Spiel überlegen, wollten diesen Sieg unbedingt und konnten von Anfang an unser vorgenommenes extrem hohes Pressing spielen und umsetzen. Der Ball wollte einfach nicht über die Linie, Lembach nutzte dieses Defizit und konterte uns 3 Mal gnadenlos aus. Ich freue mich, dass wir am 20. März um 13.30 Uhr ein Aufbauspiel gegen Lembach auf unserer Anlage vereinbaren konnten. Das wird sicher ein tolles Spiel, in dem wir einiges gut machen wollen“.

„Vorbild, Torjägerin, Punkte-„Garantin“ oder „unverwüstlicher Evergreen“, was trifft am ehesten auf das Phänomen Romana Wiesinger zu, mit 6 Volltreffern zweitbeste Torschützin der FK Süd/West?

„Romana ist eine routinierte Akteurin, die in der Hinrunde ihre Torjägerinnenqualitäten eindrucksvoll gezeigt hat, toll eine so erfahrene Spielerin in der Mannschaft zu haben. Ich möchte jedoch die gesamte Mannschaft loben, die mit 14 Volltreffern aus 6 Spielen tolle Offensive Qualitäten gezeigt hat. Durch ein schnelles Umschaltspiel in die Spitze konnten wir immer wieder die dadurch entstandenen offenen Räume nützen und zum Torerfolg kommen. Wir haben auch hier noch Luft nach oben und wollen im Frühjahr noch mehr Volltreffer in Kombination mit einer stabilen Defensive landen“.

Wird es in der Winterpause weitere Verstärkungen für Ihren Kader geben?

 „Derzeit ist es leider aufgrund der Pandemie schwierig, den Kader zu erweitern. Mit Mitte Mai ist die Eigenbauspielerin Sarah Leitner spielberechtigt, sie wird unseren Kader verstärken. Mit Martina Meislinger kommt nach einer kurzen Auszeit eine ebenfalls sehr spielstarke, erfahrene Spielerin wieder retour. Christina Emathinger kommt nach ihrem Praktikum ebenfalls wieder zurück zum Team. Weiters hoffe ich, dass Langzeitverletzte wie Hannah Landauer und Barbara Stahrl bald wieder zu uns stoßen werden. Wir legen speziellen Wert darauf, uns mit jungen, fußballbegeisterten Mädchen aus der Region zu verstärken und verfolgen diesen Weg derzeit auch aktiv. Wir haben nach der Pandemie Zeit einiges vor“.

Welche Ziele setzen Sie sich für den Fall, dass hoffentlich die Frühjahrsmeisterschaft planmäßig gestartet werden kann?

 

„Ich hoffe, dass wir planmäßig starten dürfen, wird aber aus derzeitiger Sicht schwierig.Wir wollen unter die Top 2, die Defensive stabilisieren und die Offensive stärken.Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, werden wir dieses Ziel als Mannschaft erreichen und noch einige tolle, verdiente volle Erfolge einfahren.

Ihr persönlich größter Wunsch für die sportliche nahe Zukunft?

„Zur Normalität zurück zu kehren, endlich wieder tolle Trainings mit der Mannschaft absolvieren zu können und gemeinsame Siege feiern zu können.

Herzlichen Dank für Ihre aufschlussreichen Infos und ganz viel Glück für die Punktejagd im Frühjahr!

Möchte sich auf dem Podest noch weiter verbessern: die spielstarke Mannschaft der Union Weibern! (Foto: Verein)

Dr. Helmut Pichler

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