Erfolgstrainer Buchner: Verdanken unseren Aufstieg auch der Physis und der stärkeren Gegenwehr

Für Cheftrainer Reinhard Buchner und seinen Kader ging am vergangenen Samstag mit dem neuerlichen Sieg gegen den SV Wernberg und damit der Qualifikation für die 2. Frauen-Bundesliga ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Im Ligaportal verrät der Meistermacher einige Gründe des Erfolges:

 

Reinhard, haben sich Eure Mühen nach 4 Jahren gelohnt?

„Ja, unbedingt. Wolfgang Schwetz und ich haben daran gearbeitet und auch die großen Anstrengungen der Spielerinnen, aber auch die des gesamten Vereins wurden belohnt wobei auch unser treues Publikum nicht vergessen werden soll. Wir sind eine richtige „Familie“, aber bitte nicht falsch verstehen „(lacht).

Ihr wurdet immer wieder von schweren Verletzungen heimgesucht, Du hast sie aber nie dramatisiert?

„Innerlich haben mir diese schweren Blessuren immer weh getan, aber den übrigen Spielerinnen wollte ich unbedingt Mut machen, dass sie auf ihre Stärken vertrauen sollen“.

Mit der dezimierten Elf seid Ihr gegen völlig unbekannte Gegnerinnen ja praktisch ohne Infos gestartet?

„Durch Lea (Krinzinger) sind wir nach wenigen Minuten schon mit 1:0 in Führung gegangen und wir haben die Partie auch noch durch den Lackner-Elfer im Finish gewonnen. Von den maßgeblichen Akteurinnen der Gegnerinnen habe ich mir ein recht gutes Bild machen können“.

Wie lautete Dein Matchplan am Samstag?

„Wir wollten etwas defensiver ins Spiel gehen, weil die Kärntnerinnen über eine sehr gute Offensive verfügen. „Hinten hineinstellen“ geht bei uns ohnehin nicht, weil wir seit meinem Antritt als Trainer immer unser Heil in der Offensive suchen. Sarah Lackner sorgte mit einem Doppelpack für die Pausenführung und es schien ganz gut zu laufen. Dann verzeichneten wir in der 2. Spielhälfte einen Lattenschuss, kassierten das 1:2, hatten anschließend einen Stangentreffer und ein Eigenfehler führte auch noch zum 2:2. Da wurde es zwar ein wenig zum Zittern, aber ich habe weiter an unsere Vorteile im Finish gedacht und Lackner und Knienieder sorgten dann auch für das 4:2.“

Warum habt Ihr Euch schlussendlich durchgesetzt?

„ Wir waren die bessere Mannschaft und im Gegensatz zu unseren sehr guten Gegnerinnen wurden wir in den letzte Saisonen im ÖFB-Cup, denk an die Siege gegen die Bundesligisten oder in der LT1- O.Ö. -Liga dementsprechend gefordert. Z.B. bei der Spielgemeinschaft Wolfern/Garsten war der 2:1-Auswärtssieg ein ganz hartes Stück Arbeit, wir haben wir erst ganz am Schluss durchgesetzt.

Und dann kommt dazu, dass wir vor dem Mannschaftstraining beim erlaubten Individualtraining seit Monaten an jeder einzelnen Spielerin gearbeitet haben, deshalb waren wir konditionell stärker.

Ihr seid aber auch spielerisch eine sehr gute Mannschaft?

„Manchmal denke ich mir, wir sind eine kämpferische Truppe, und haben spielerisch noch bei weitem nicht alle unsere Stärken ausgereizt. Da wartet noch viel Arbeit auf uns“.

Ist der Aufstieg Dein bisher größter Erfolg?

„Ja, im Erwachsenen-Fußball sicherlich, da ich ja vorher lange im Jugendbereich gearbeitet habe. Und sehr freue ich mich auch darüber, dass der gemeinsame Wunsch meiner Tochter, Verena und mir, einmal „Bundesligaluft zu schnuppern“, in Erfüllung gegangen ist“.

Vergleichbar mit den Cupsiegen gegen FC Südburgenland und Wacker Innsbruck?

„Waren sicher wunderschöne Erlebnisse, aber dieser Aufstieg ist noch darüber zu stellen.“

Euer großes Atout bleibt der immense Teamgeist trotz einer Ausnahmefußballerin?

„Unser Zusammenhalt hat uns gerade bei den gravierenden Ausfällen immer wieder geholfen. Mit der Ausnahme-Fußballerin meinst Du sicher Sarah Lackner an, die eben wieder 4 der 6 Tore in der Relegation erzielt hat. Von Starallüren weit entfernt, übt sie trotz ihrer Extraklasse und ihrer Jugend mit 24 schon eine echte Vorbildfunktion aus, ist bei jedem Training dabei (!!) und motiviert mustergültig ihre Teamkolleginnen“.

Die LT1- O.Ö.Liga lässt Ihr jetzt einmal hinter Euch?

„Ich bin froh, dass wir es heuer, wahrscheinlich noch rechtzeitig geschafft haben, denn in den nächsten Jahren werden sich höchstwahrscheinlich mehrere Spielgemeinschaften oder Kooperationen mit großen Männervereinen um den Titel rittern, und es wird länger dauern, bis ein kleiner Verein, wie wir, wieder eine Chance erhält.“

Wird es bei Euch Verstärkungen für die höhere Liga geben?

„Grundsätzlich vertrauen wir unseren bewährten Spielerinnen, wir trachten aber, endlich die Torhüterinnen-Position besetzen zu können und vielleicht noch 1,2 Ergänzungen. Neuzugang Katharina Rektenwald hat länger pausiert und ist bereits mit Feuereifer beim Aufholen.“

Deine Erwartungen für die 2. Liga?

„Unser Ziel wäre ein ordentlicher Mittelfeldplatz zwischen den Rängen 8 und 5.“

Danke für Deine Infos und ganz viel Glück bei der Punktejagd im Herbst!

 

Kämpft ab dem Herbst 2021 in Österreichs zweithöchster Frauenspielklasse um die wichtigen Zähler: die Kampfmannschaft des SV Fenastra Krenglbach (Foto: Verein)

Dr. Helmut Pichler


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