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"Spielgemeinschaft Steyr Damen" bündelt zum Neustart alle verfügbaren Kräfte!

Mit den beiden Meistertiteln des SV Garsten (2016 und 2017) sowie dem doppelten Erfolg von Wolfern, 2018 mit Partner Stadl-Paura und 2019 gemeinsam mit Garsten, stellen diese Teams die erfolgreichsten Mannschaften in der LT1-O.Ö. Liga seit dem Erfolg des SV Taufkirchen im Jahr 2015. In den letzten beiden „Abbruch-Saisonen“ dominierte dann „Aufsteiger “ SV Fenastra Krenglbach und schaffte heuer auch den Sprung in die 2. Frauen-Bundesliga. Nach dem Einstieg des LASK in die höchste Spielklasse Oberösterreichs und dem Engagement von Blau Weiß Linz bei der Union Kleinmünchen stellen ab Herbst auch die erfolgsgewohnten Fußballerinnen aus der Region Steyr nicht länger „ihr Licht unter den Scheffel “ und überraschen mit einer blitzsauberen Dreier-Kombination „ SPG Steyr Damen“ mit der SPG Wolfern / Garsten und als starkem Partner, dem SK BMD Vorwärts Steyr. LIGAPORTAL holte dazu eine umfangreiche Stellungnahme vom Sport-Direktor und Club-Manager Jürgen Tröscher ein:

 

Jürgen, welche Überlegungen führten zur Bildung dieser Spielgemeinschaft?

„Im Zentralraum Steyr gab es immer wieder eine Vielzahl an Frauenmannschaften, die permanent miteinander konkurrierten und sich dadurch auch langfristig gegenseitig im Weg standen, um etwas Größeres zu bewirken. Der erste Schritt zur Konsolidierung war die Bildung der Spielgemeinschaft zwischen Garsten und Wolfern, womit die 2 Zugpferde der Region einen gemeinsamen Weg einschlugen. Nun ist mit Vorwärts Steyr ein Bundesligist hinzugekommen, der großen Wert auf die Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs in der Region legt. Gleichzeitig helfen sich die Vereine gegenseitig durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur, die bisher immer eine Herausforderung darstellte. Sportlich wollen wir die Kraft und die Erfahrung nutzen, um im Frauenfußball in OÖ eine wichtige Rolle einnehmen zu können“.

 

Gemeinsam für eine starke Basis im Frauenfußball im Zentralraum Steyr: vorne von links: BEd Karin Schwaiger, Jürgen Tröscher, Josef Angerer; dahinter die Aktiven: Mona Kronberger, Elena Mayr, BEd Katharina Strauchs, Hannah Schausberger (Foto: SK BMD Vorwärts Steyr)

Soll dieses Team einen gewissen Gegenpol zur „übergroßen“ Konzentration des Frauenfußballs in der Landeshauptstadt führen?

„Nein, diese Überlegung hat bei der Bildung der Spielgemeinschaft gar keine Rolle gespielt. Die Initiative kam seitens des SK Vorwärts, dass man Mädchen ab einem gewissen Alter ebenfalls eine sportliche Alternative anbieten möchte, und entsprechend dem Leitbild „Ein Verein für Alle“ auch den 50% der weiblichen Bevölkerung der Region eine sportliche Option anbieten kann. Die Infrastrukturmaßnahmen in Garsten erschweren den Spielbetrieb kurzfristig, da gibt’s Abhilfe und die Verbindung zwischen den Klubs in der Region war schon zuvor gegeben“.

Wie groß ist der gesamte Kader, ist die Bildung einer 1 b-Mannschaft geplant?

Der Kader umfasst aktuell ca. 24 Spielerinnen. Das ist für 1 Mannschaft fast zuviel, für 2 Mannschaften jedoch deutlich zu wenig. Das Ziel wird sein, dass man den regen Zulauf an Spielerinnen weiterhin aufrechterhält und für die Zukunft eine 2. Mannschaft aufstellen kann. Bis dahin könnte die Teilnahme an der Hobbyliga ein gangbarer Weg sein, damit wir auch jene Spielerinnen, die ansonsten zu wenig Spielpraxis erhalten, weiterentwickeln können“.

Inwieweit kann auch die Nachwuchspflege in dieses Projekt einbezogen werden?

„Da muss ich Dich korrigieren: es ist kein Projekt, weil er derartiges Vorhaben einen START und ein ENDE hätte. Die Damen-Spielgemeinschaft soll sich aber im Gegensatz dazu dauerhaft in Steyr etablieren. Wir möchten natürlich auch den Mädchenfußball integrieren und hier ebenfalls als Anlaufstelle Nr. 1 dienen. Jedoch sehen wir es in der aktuellen Situation und mit den Rückmeldungen der Spielerinnen als sinnvoll an, dass wir die Mädchen im gemischten Nachwuchsspielbetrieb beibehalten wollen. Dort ist die Entwicklung und auch der Wettkampf gegeben; auch in den Trainings“.

Torjägerin Kathi Mayr kämpft jetzt für den Ligakonkurrenten Lask, ist eine Nachfolgerin bei Euch schon in Sicht?

„Es gibt eine Reihe von sehr gut veranlagten Spielerinnen, die sich durch diesen Abgang wieder stärker in Szene setzen können. Es ist dabei unerheblich, wer die Tore erzielt. Das wird durch die Mannschaft kompensiert werden und ich bin überzeugt, dass die Mannschaft mehr davon profitiert, wenn sie weniger ausrechenbar und variabler wird, als sie es bisher war. Die hohe Anzahl an erzielten Treffern einer Spielerin hat in den vergangenen Jahren auch nicht dazu geführt, dass die sportlichen Ziele der Mannschaft erfüllt wurden, sofern man dies in den Corona-Jahren überhaupt bewerten kann“.

Wie ist die Organisation der SPG angelegt, wo wird trainiert und gespielt?

„Sektionsleiter Josef Angerer (Union SV Wolfern) wird von BEd Karin Schwaiger (SV Garsten) als Stellvertreterin unterstützt, ich fungiere als Ansprechpartner seitens des SK BMD Vorwärts Steyr. Edis Karaman bleibt Cheftrainer, ein Co-wird aktuell noch gesucht. Die Trainings und Spiele finden abwechselnd auf allen 3 Anlagen statt“.

Die Meisterschaft der LT1- O.Ö.- Liga startet am 15. August, wie zufrieden seid Ihr mit den ersten Tests, welche Vorbereitungsspiele stehen noch bevor?

„Die „echte“ Vorbereitung hat eben erst begonnen. Nachdem Trainings und Spiele wieder erlaubt waren, sind einige aufschlussreiche Tests erfolgt, bevor man in eine kurze Sommerpause gegangen ist. Der Aufbauplan ist fixiert und bietet mit Krenglbach, Ardagger, Kleinmünchen/BW Linz, Wieselburg und Haag genügend Möglichkeiten Varianten zu testen und zu lernen“.

Der Spielplan beschert Euch mit Kleinmünchen 1b, LASK, Hagenberg/Schweinbach und Antiesenhofen/Weilbach starke Gegner, wie lautet Eure Marschrichtung für die Herbstsaison?

„Unser Ziel ist es, dass wir die verjüngte Mannschaft möglichst rasch an das Niveau der LT1-OÖ-Liga heranführen und dort auch eine gute Rolle zu spielen. Auf Grund der sportlichen Vergangenheit ist es schon das Ziel, vorne dabei sein zu können, wobei im 1. Jahr die Entwicklung klar im Fokus liegt. Anders als es vielleicht ein Verein aus der Nachbarstadt angeht, soll der Erfolg bei uns organisch wachsen. Das dauert länger, ist mühsamer, aber nachhaltig“.

SV Fenastra Krenglbach hat den Aufstieg in die 2. Liga geschafft, jetzt kommt der LASK, ist der Meistertitel trotzdem Euer Saison-Ziel?

„Ich denke, wenn man sich die Transferaktivitäten des LASK ansieht, wäre es vermessen, dies als Ziel auszugeben. Wir wollen perspektivisch in die 2. Liga aufsteigen, aber das muss nicht 2021/22 sein. Natürlich wollen wir alle Teams fordern, auch den LASK, und möglichst weit oben in der Tabelle stehen. Und ich denke, grundsätzlich haben wir die Qualität. Ob wir das jede Woche so auf den Platz bringen, wird die große Herausforderung für das Team“.

Wird der Kampf um die Punkte durch nur mehr 8 Mannschaften noch intensiver werden als in den vergangenen Saisonen?

„Logischerweise wird es sich ausnivellieren, weil man nun öfter gegen dieselben Teams spielt. Aber es ist auch wichtig, dass es im Meisterschafts- und Abstiegskampf möglichst lange spannend bleibt, denn das ist Werbung für den Frauenfußball. Dennoch muss es das klare Ziel des OÖFV sein, eine Ligastärke von mindestens 10-12 Vereinen zu erlangen, jedoch nur dann, wenn es sportlich Sinn macht. Wir spielen lieber 3x gegen einen Gegner auf Augenhöhe als 2x gegen ein Team mit 0 Punkten am Tabellenende. Grundsätzlich wäre die Erwartungshaltung an den Landesverband, hier gezieltere Aktivitäten zu setzen oder diese zumindest zu fördern und zu unterstützen. Solche Maßnahmen sollten es genau den kleineren, ländlicheren Vereinen erlauben, eine hohe Dichte an Mädchen, später: Frauen, in ihre Mannschaften zu bekommen. Den Rahm schöpfen dann ohnehin Union Kleinmünchen bzw. jetzt der LASK ab, aber darunter muss sich eine Breite entwickeln, sonst hält nämlich keine Pyramide!“

Eure Wünsche für die Meisterschaft 2021/22?

„Oberstes Ziel ist es, eine vollständige und faire Meisterschaft abwickeln zu können. Das beinhaltet auch, dass Teams mit der vollen Mannschaftsstärke antreten können und wir endlich wieder einen verdienten Meister, Vizemeister, etc. feiern können. Das hat sich jeder Sportler verdient, der eine so lange Zeit des Wartens hinter sich hat. Genauso hoffen wir, dass eben diese lange Pause nicht vermehrt zu Verletzungen führen wird. Wenn wir all das schaffen und unsere sportlichen Ziele erreichen, wäre es eine Top-Saison 21/22!“

Danke für Dein umfassendes  Statement, ganz großer Erfolg möge Euren Bemühungen beschert sein!

Dr. Helmut Pichler

 

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