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Überraschen die „Neulinge“ der SPG Laab/Ranshofen das „Establishment“ der Frauenklasse Süd/West?

Schon vor fast 50 Jahren, nämlich 1972, wurden Ranshofens Fußballerinnen o.ö. Cupsieger im Frauenfußball, vor 13 Jahren gehörte die Union St. Peter der „Regionsliga Innviertel“ an, später der Frauenklasse Süd/West. Ab Herbst feiern einige Akteurinnen in der Spielgemeinschaft Laab/Ranshofen quasi ein „Comeback“ in der Frauenklasse Süd/West. Wie es zur Gründung der neuen Spielgemeinschaft kam, verrät der ehemalige Trainer und große Förderer des Frauenfußballs, Dietmar „Didi“ Aglas, im Ligaportal-Interview:

 

Didi, seit wann hast Du diese besondere Affinität zum Frauenfußball?

Aglas: „Ich war 10 Jahre Sektionsleiter in St.Peter/Hart und habe in dieser Zeit selbst 3 Jahre die Frauenmannschaft trainiert und weiter aufgebaut. Den schönsten Erfolg in diesem Zeitraum feierten wir 2006 mit dem 2. Platz beim 1. Innviertler Hallen-Frauencup im Jahr 2006 vor der beeindruckenden Kulisse von 500 Zuschauern in der Altheimer Sporthalle. Damals organisierte ich gemeinsam mit Obmann Reinhold Klika dieses Hallenturnier, das noch einige Fortsetzungen erlebte.“

Was gab die Initialzündung zur neuen Spielgemeinschaft?

Meine Zeit im aktiven Frauenfußball liegt nun fast 12 Jahre zurück, aber ich habe trotzdem den klaren Abwärtstrend im Frauenfußball im Bezirk Braunau mitbekommen. Im Sommer 2020 haben mich Mütter und 3 Spielerinnen darauf angesprochen, wie es sein kann, dass es im Bezirk Braunau bei so vielen Vereinen nicht möglich ist, ein Frauenteam zu stellen. Deren Mädels fahren nach Geretsberg oder Passau und müssen hier Strecken von 25 bis 60 Kilometer in Kauf nehmen. Ich nahm mir 2 Wochen Zeit, um auszuloten, wie groß noch das Interesse für ein Frauenteam bei den Vereinen ist. Die zwei Obmänner des ATSV Laab und des WSV-ATSV Ranshofen konnte ich mit dem Konzept für eine Frauen-Mannschaft überzeugen. Ab diesem Zeitpunkt machte ich mich mit dem frühere St. Peter-Coach Alex Treiblmair an die Arbeit, um ein Team zu erstellen. Jetzt ist es so weit, dass unser Trainerteam einen Start in die Meisterschaft als realistisch ansieht und so starten wir eben in der oberösterreichischen Frauenklasse Süd/West“.

 

Große Bereicherung für die Frauenklasse Süd/West ab dem Herbst: das Aufgebot der SPG Laab/Ranshofen (Foto: SPG)

Wie groß ist Eure Unterstützung durch die beiden beteiligten Vereine?

„Dazu gibt es klare Spielregeln, welche von Anfang an festgelegt wurden. Das Frauenteam muss sich selbst managen, Trainingsort, Spiele, usw. organisieren. Dazu haben wir auch schon eine Crew. Von den Vereinen werden optimale Trainingsplätze in Laab, Ranshofen und Braunau zur Verfügung gestellt. Trainingsutensilien sind verfügbar und die Kantine wird beim Training und bei den Spielen geöffnet. Wir haben sicherlich ideale Bedienungen und das schätzen unsere Mädels auch sehr".

Soll das Innviertel durch die neue SPG einen weiteren wertvollen ‚Stützpunkt‘ für den Frauenfußball erhalten?

„Das wäre natürlich für alle fußballbegeisterten Mädchen und Frauen im Bezirk toll, aber zuerst müssen wir eine Mannschaft werden und dann sehen wir weiter. Es hängt davon ab, ob wir das Interesse für den Frauenfußball im Bezirk wieder wecken können und dann wagen wir den nächsten Schritt“.

Wer unterstützt die beiden Trainer, Alex Treiblmair und Manuel Maislinger noch bei den zahlreichen Aufgaben?

„Unser Betreuerteam ist noch klein, aber sehr aktiv. Den Löwenanteil meistert hier sicher unser Trainerteam, dazu unterstützen uns 3 sehr engagierte Spielerinnen: Kerstin Bubestinger, Cheryl Katzinger und Sophie Bittermann, dazu gehören auch noch unser Masseur und Hobbykoch Gerald Hubner, Kassier David Koller vom ATSV Laab und meine Person“.

Wie groß ist der Kader, woher stammen die Spielerinnen?

„20 Mädels stehen zurzeit auf unserer Kaderliste. 4 Mädels kommen aus dem benachbartem Bayern, der Großteil rekrutiert sich aus dem Bezirk mit den Orten: Schalchen, Uttendorf, Hochburg, St.Peter, etc….

 

Sophie Lang (links) als jüngste Spielerin und Kapitänin Kerstin Bubestinger symbolisieren den geglückten „Spagat“ in der Kaderzusammensetzung (Foto: SPG)

Wo wird trainiert, auf welchen Plätzen werden die Meisterschaftsspiele ausgetragen?

„Trainingsorte sind Laab, Ranshofen und Braunau, Spielorte werden Laab und Ranshofen sein, wo jeweils 2 Meisterschaftsspiele durchgeführt werden".

Wie ist die Vorbereitung verlaufen, wie endeten die Testspiele?

„Aufgrund von Covid und der Urlaubszeit trainieren wir derzeit mit 60-70% der Kaderstärke. Ein Testspiel haben wir leider auch nach zahlreichen Anfragen noch nicht bestreiten können!“

Ihr startet mit dem Heimspiel am 22. August gegen den SC Vöcklabruck, ein ‚idealer‘ Einstieg?

„Dazu kann ich noch nicht viel sagen, wir können uns selbst spielerisch aktuell noch nicht einschätzen und kennen auch keinen unserer Gegner. Aber wir freuen uns schon, den SC Vöcklabruck in Ranshofen zu begrüßen zu können und wären über eine Punkteteilung glücklich.

Was ist Euer Ziel mit dem Team in der ersten Saison?

„Uns ist es nur wichtig, dass wir uns fußballerisch weiterentwickeln und ein schlagkräftiges Team werden. Der Tabellenplatz ist im Herbst nicht wichtig, darüber machen wir uns im Frühjahr Gedanken, wenn wir uns besser einschätzen können“.

Liegt Dir noch ein Anliegen am Herzen?

„Zum Schluss möchte ich mich im Namen der Mädels und unseres Betreuerteams bei den Obmännern des ATSV Laab, Dr. Hois, und des WSV ATSV Ranshofen, Thomas Fellner, bedanken, dass sie dem Frauenfußball in Braunau noch eine Chance geben und hoffe selbst sehr, dass beide Vereine viele Jahre Spaß am Frauenfußball haben werden".

Vielen herzlichen Dank für Deine Vorstellung der Liga-"Einsteigerinnen" und viel Erfolg bei der Punktejagd!

Dr. Helmut Pichler

 

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